Zitat
Original von gutso
solche 3-D-Modelle bräuchte man mal im Rechner ... . Zumindest in Aufsicht, dann könnte man sie wieder mit den geolgogischen Karten kombinieren, sowas hilft, sich die Feinsterle auszusuchen & ganz allgemein beim Überlegen ... .
Was mich auch mal interessieren würde, ist, warum eigentlich die hydrothermalen Vererzungen im Valley in der Tiefe immer edelmetallhaltiger werden, das kann kaum allein an der Dichte der Metalle liegen, da sie gebunden vorliegen & kaum gediegen.
gutso
Alles anzeigen
Hallo gutso,
Das 3-D-Modell ist nun Eigentum des Museums; eine der Grossen (weiss nicht mehr wer) hat es erstellt und dem Museum geschenkt. Das Museum wird kaum Geld und Expertise haben, dieses zu digitalisieren.
Hecla hat aber einiges an 3-D vom Untergrund gemacht, soll auf der website zum download bereit sein? Am Silver-Summit 05 gaben sie es nicht heraus.
nachgeschaut: nix gefunden
Hydrothermale Vererzungen: wie gesagt, bin ein 'Laie', und die sind manchmal schlimmer in ihrem Halbwissen als die Experten :D. Du hast doch das nette Büchlein vom Bond 'The Silver Pennies': dort ist ein kurzer Abschnitt darüber sehr gut verständlich geschrieben.
Ganz ultrakurz: Tektonik bricht Oberfläche auf, Oberflächenwasser dringt in die Tiefe, durch hohen Druck und hohe Temperatur lösen sich Metalle, das steigt dann wieder hoch, wo es abkühlt/entspannt/reagiert/ausfällt; die ganze Geochemie behersche ich natürlich in keinster Weise. Schluss: da die ganzen Vererzungen aus der Tiefe kommen, nimmt deren Konzentration nach der Tiefe hin zu (ausser tektonische Faltungen drehen das Zeugs um 180 Grad, dann kann die Frau auch mal oben liegen
) Die tektonischen Kräfte können natürlich mit einer primären Vererzung wildes Zeugs anstellen, diese biegen, zerbrechen, zerstückeln und verfrachten, bis zum wildesten Geologenorgasmus (Lupo liest wohl hier auch gelegentlich..).
An vielen Orten (Mexiko, Silver Valley, Pölstal) ist es jedenfalls so, dass die Vererzungen zur Tiefe hin reicher werden.
Schichtlagerstätten sind dann etwas ganz anderes: da hat Oberflächenwasser erodiert und abgelagert. Sie sind oft riesig und trotz tiefer Grade hochprofitabel abzubauen. (In RSA ist das ganze Reef ja eine historische Flussablagerung, auch wenn die bis 4000 Meter Tiefe hinunter reicht). Polska Miedz sitzt auch an einer gigantischen Schichtlagerstätte, die funktionieren fast wie eine Anwaltskanzlei, nix bohren oder mit Stromstössen traktieren, um weiteres Erz zu finden; es liegt einfach da, abbauen, verkaufen, Gewinn verbuchen, Dividende zahlen und dann wieder von vorno, sagt Adorno...Der Staat als Mehrheitsaktionär sorgt noch dafür, dass kräftig ausgeschüttet wird...
Und meine dahingegange Reko Dik in Pakistan ('Elefantenland', Kupfer/Gold) ist auch so ein Riesending, kontinuierlich über riesige Flächen relativ niedrige, aber konstante Grade, ws viele Mio Tonnen recht homogenes Erz ergibt.
Gruss!
(sollte noch etwas arbeiten
)