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MunichStock 03.01.08 16:39:06
Die Zahl im ersten Artikel spricht von 11 Mio. Unzen Silber allein für
Deutschland. Bei einem Anteil der BRD am Welthandelsaufkommen von 8% solltest Du
weltweit also mindestens den Faktor 10 einkalkulieren, dann sind wir schon bei
rund 100 Mio. Unzen pro Jahr!
Ich finde schon, dass das eine schöne Menge Silber ist, die dann jedes Jahr auf
Nimmerwiedersehen verschwindet.
Nochmals aus dem Arbeitsbericht:
Als Referenzbeispiel, dass aufzeigen soll, welches
Potenzial
die RFID-Technologie tatsächlich hat, gelten die Technologien und Systeme, die
im
Rahmen der Metro Group
Future Store Initiative erprobt und weiterentwickelt werden.
Auch andere Handelsunternehmen setzen auf die RFID-Technik. So beabsichtigt der
weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart seine Lieferanten dazu zu verpflichten,
ihre
Produkte ab 2006 mit RFID-Chips ausgestattet an die Unternehmen der Handelskette
auszuliefern. Auch andere Unternehmen experimentieren mit der RFID-Technik. Dazu
Produktbegleitende Informationssysteme
auf der Basis von Smart Labels IZT Seite 7
gehört der Pflegeartikelkonzern Gilette, der Computerhersteller Dell, der
Reifenproduzent
Michelin, das Bekleidungshaus Benetton, das Handelsunternehmen Tesco und der
Konsumgüteranbieter Kraft.
Da sollte eigentlich schon ganzschön was am Laufen sei
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Schmöker mal lieber in diesem relativ aktuellen Artikel
http://www.eetimes.com/press_r…cleID=X611925&CompanyId=1
According to NanoMarkets, the market for silver "nanoinks" is expected to
reach $844 million by 2014. -- At present 95 percent of the silver
conductive ink market is represented by traditional "thick-film" applications in
which screen printing is used in the creation of PCBs, automobile heaters, EMI
shielding and membrane switches. By 2014, such applications will have fallen to
just over 20 percent of the silver ink market with the now- negligible RFID
sector accounting for more than 30 percent of the market. Silver is the
material of choice for RFID antennas and printing RFID tags is seen as the most
likely way to reduce their costs to a point where such tags can be widely used
on cost sensitive items such as food packages.
30% von 844 Millionen sind 250 Millionen. Selbst wenn 50% dieses Betrages auf
den Silbergehalt der Tinte entfallen (was ich nicht annähernd für wahrscheinlich
halte), dann reden wir über eine Nachfrage von 8 Millionen Unzen Silber pro Jahr
in 6 Jahren. DAS soll eine "massivst Silber verbrauchende Massenanwendung" sein?
Mein Nachbar ist Logistikchef bei einem der größten deutschen
Einzelhandelsunternehmen. Ich hab mit ihm ein paar Mal über das Thema RFID
gesprochen und seine Meinung passt genau zu dem Artikel. Erst wenn RFIDs
deutlich unter 1 Cent pro Stück fallen, wird der Massenmarkt vom Barcode auf
RFID umstellen.
Grundsätzlich sehe ich in der Nanotechnologie aber schon Möglichkeiten, dass
Silber tatsächlich verbraucht wird. Wenn die Angaben zum Silberverbrauch beim
Holzschutz stimmen, dann werden dortz bereits jetzt mehr als 20 Millionen Unzen
pro Jahr verbraucht.