Moin,
neues vom Bau,
ich habe gestern mit div. (örtlichen) Handwerkern gesprochen:
- Tischler (selbständig, 1 Mann Firma):
Aufträge bis Ultimo, Material "sauteuer".
Jagt erstmalig nervige Kunden ("Lehrer") vom Hof:
"Weil ich es jetzt kann! Immer nur Theater mit den Hansels..." 
- Innenausbauer (5-8 Mann?): Türen + 65% (??), OSB quasi nicht erhältlich,
Holz zu Phantasiepreisen und nur "was da ist".
(=> Nicht viel, nur komische Abmessungen, lange Balken für ein Carport z.B. gar nicht.)
- Dachdecker (1 Mann Firma):
"Habe dieses Jahr schon Aufträge für über 1 Mio. € (!!!) abgesagt!"
Materialpreise fand der noch o.k.: "Reiche ich ja durch...!"
Der kann sich bei den Aufträgen erstmals seit Jahren so richtig die Rosinen rauspicken.
Ein größerer Dachdeckerbetrieb im Nachbarort hat die Stundensätze
von 60 auf 84 € (!!) hochgesetzt und ist trotzdem am Anschlag. 
Alle waren sich einig, das "Corona Bauleute nicht betrifft",
manche auch durchaus "expliziter"...
Außerdem waren sich alle einig, das ganz viele Leute momentan ihr Geld in Reparaturen,
Renovierungen und "Technik" (neue Heizung mit Wärmepumpe z.B.) "anlegen" wollen.
Allerdings zu wesentlich höheren Preisen (Löhne, Material) und mit längeren Wartezeiten...
War sehr interessant mit denen zu reden.
Erfrischende Ansichten und geballte Intelligenz (bzw. z.T. "Bauernschläue").
Muss wohl daran liegen, das die alle nicht studiert haben,
aber die Grundrechenarten beherrschen.
(Früher auf der Hauptschule noch ein Thema.)
Liebe Grüße
Marek