Hallo,
ein interessanter Artikel der die Problematik mal
ausnahmsweise wissenschaftlich (bzw. ökonomisch) beleuchtet:
https://makronom.de/economists…?utm_source=pocket-newtab
daraus das
Fazit
Die ersten klimaökonomischen Forschungsarbeiten haben die in der Ökonomik des 20. Jahrhunderts etablierte Theorie für Entscheidungen unter Unsicherheit, die Theorie des erwarteten Nutzens, als Grundlage genommen, um klimapolitische Handlungsempfehlungen auszusprechen. Diese Theorie ist jedoch für die Situation, vor die wir durch die globalen Klimaveränderungen gestellt sind, nicht geeignet – wir können die Folgen des Klimawandels schlichtweg nicht präzise genug vorhersehen und bewerten. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, einen eindeutigen klimapolitischen Pfad auszuzeichnen, der die intergenerationelle Wohlfahrt maximiert.
Stattdessen sollten Klimaökonom*innen meiner Meinung nach
erstens die Bandbreite aller klimapolitischen Strategien aufzeigen, die sich im Lichte des verfügbaren Wissens und aller ethisch legitimen Annahmen ergeben. Einige Ökonom*innen streben dies längst an, doch sie setzen es nicht konsequent um.
Zweitens sollten Sozialwissenschaftler*innen in Kooperation mit Ethiker*innen und Wissenschaftstheoretiker*innen Prinzipien vorschlagen, begründen und in den öffentlichen Diskurs einspeisen, wie im Lichte dieser großen Bandbreite möglicher klimapolitischer Strategien eine bestimmte ausgewählt werden kann. Möglicherweise werden sich dann keine Widersprüche zwischen klimapolitischen Empfehlungen von Klimaökonom*innen und den Forderungen aus der Zivilgesellschaft ergeben, sondern die Klimaökonom*innen werden die Haltungen aus der Zivilgesellschaft zu verstehen helfen, indem sie aufdecken, auf welchen ethischen Risiko-Einstellungen und Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen die Forderungen der Zivilgesellschaft gründen.
"Etwas sperrig", das Teil, aber insbesondere dem letzten Satz
- Fakten auf den Tisch und dann faktenbasiert schnacken-
kann ich nur zustimmen.
Liebe Grüße
Marek