Beiträge von Kellermeister

    @ Goldregen


    Sehe ich anders. Ich kenne zwar nicht die Intention von Kirchhof; mir ist auch der Mann an sich egal; ich bin für das Prinzip.
    Mir gefiel die komplette Abschaffung aller Ausnahmetatbestände und Möglichkeiten der Absetzbarkeit. Durch den hohen Freibetrag wurden untere Einkommen weitgehend geschont. Die sogenannten Besserverdiener hätten einen niedrigeren Steuersatz, hätten aber wegen der Streichung der Ausnahmen (also der Abschaffung der 1000 legalen Steuertricks) womöglich keine Ersparnis, ggf. sogar eine Mehrbelastung in absoluten Zahlen. Und die Einkommensmillionäre hätten ebenfalls 25 % zu entrichten; zwar deutlich weniger als bislang, aber diese 25 Prozent hätten sie auch zahlen müssen. Ich denke, die wenigsten von denen zahlen bislang 25 %. Zumwinkel hatte ja seinen Sparerfreibetrag von 800 Euro gar nicht ausgeschöpft, soviel wir wissen. Der aufgeschreckte Hühnerhaufen, jedesmal wenn eine CD aus Schweiz oder Liechtenstein auftaucht, ist doch ein Indiz.
    UND:
    Die Möglichkeit der Lenkung der Leute durch Gestaltung von Steuern würde damit gemindert! Und das wäre gut so.
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    Das Einnehmen von Steuern ist dafür da, um dem Staat zu ermöglichen, ihm zugewiesene Aufgaben zu erfüllen. (so zumindest die reine Lehre)
    Das Problem begann an dem Tag, als man das Erheben von Steuern noch zur Verhaltenssteuerung nutzen wollte; eine Zusatzsteuer zur Vermeidung und Unterlassung, eine Steuerminderung als Anreiz.....
    Da gab es mal einen "Professor aus Heidelberg", der eine nicht all zu schlechte Idee hatte. Ein großer Freibetrag, der gar nicht besteuert wird; alles darüber wird mit einem einheitlichem Prozentsatz versteuert; OHNE JEDE AUSNAHME und grundsätzlich ohne Absetzmöglichkeiten.
    Das hätte ungefähr zur Folge gehabt, das sich für kleine und mittlere Einkommen sehr wenig geändert hätte. Bislang steuerehrliche Gutverdiener wären deutlich entlastet worden. Und vermögende und reiche Trickser hätten wahrscheinlich erstmals richtig Steuern bezahlt.
    Und diese zwei bis drei Tage, die ich mich ausschließlich mit meiner Steuererklärung herumärgere, könnte ich in der Sonne liegen.
    Dem Mann wäre bzgl. Mehrwertsteuer bestimmt auch etwas einfaches und vernünftiges eingefallen.
    ABER er wurde seinerzeit von Schröder niedergemacht, und schlimmer noch: er wurde von Merkel (die ihn nominiert hatte) fallengelassen.

    Speziell am Devisenmarkt gibt es Bewegungen, die scheinbar völlig losgelöst von sogenannten fundamentalen Daten sind.
    Im Herbst vergangenen Jahres las ich unten stehende Analyse über EURO/USD. Damals war Griechenland überhaupt kein Thema. Alle Welt war von einem weiterem Schwächeln des Dollar überzeugt. Als ich dann las:
    ...geht das Währungspaar EUR/USD dann in eine mehrmonatige Welle C über diese dürfte den EUR/USD bis in den Bereich 1,21 oder auch 1,12 USD drücken...
    glaubte ich das nicht.
    Auch H.Weygand bezog sich darauf und hinterfragte seine grundsätzlich bullische Goldanalyse. Er konnte sich nur schwer einen steigenden Goldpreis bei sinkenden EURO/USD vorstellen. Nichts desto trotz prophezeite er rein charttechnisch die Euro-Schwäche.
    Also die Frage: Sucht sich der Markt die Gründe für die "unausweichlichen" Kursbewegungen?? Hätte man statt Griechenland nicht auch Kalifornien und die Rekordverschuldung der USA thematisieren können? Hätte man zu Zeiten eines Euros von 1.60 nicht auch schon damals die politisch wackeligen Beine thematisieren können, auf dem der Euro steht??
    Damals war der Euro hui, und heute pfui. Beim Dollar umgekehrt.


    http://www.godmode-trader.de/n…-SHORT,a1906815,b461.html

    Wer hat denn Interesse an einem höheren Eurokurs ??
    Volkswirtschaftlich gesehen ist ein schwächerer EUR/USD-Kurs für Deutschland nicht schlecht. Und für Europa wohl auch nicht. Die Exportwirtschaft freut's.
    Importe werden teurer; bei Öl sicher schmerzhaft. Aber z.B. bei chinesischen Ramsch-Produkten ist das schon nicht mehr so schlimm, weil deren Verteuerung einheimischen Konkurenzprodukten eine Chance lassen. Insgesamt wirkt das ganze inflationär. Aber wer in aller Welt hat etwas gegen Inflation?? Die Staaten im Schuldturm gewiss nicht. Die Unternehmen im Schuldturm auch nicht. Und der EM-Investierte kann dem wenigstens einigermaßen gelassen entgegen sehen.

    DarkEnd kann sich sicher ganz gut selbst helfen. Sein Avatar flößt mir immer einen heiden Respekt ein. ;)
    Seine Zwickmühle ist mir bewusst.
    Mir persönlich fehlt allerdings das Sendungsbewußtsein und dieses fast grenzenlose Vertrauen in die eigene Überzeugung.
    Und noch eins: Nicht auf jede Frage gibt es eine gute Antwort.
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    @ Fragezeichen


    Aber nichts anderes findet doch in diesem GSF statt. Es ist geradezu voll davon. Hinweise, Vermutungen, Gerüchte, Fernsehsendungen, Links .... und noch viel mehr. Wer hier liesst, und etwas verpasst, ist selber schuld. Die Gefahr ist viel größer, durch die Vielzahl der Hinweise den Überblick zu verlieren und überzureagieren.

    @ dark end


    Hallo,
    also wenn es sich nur um einige wenige Tausend Euro handeln sollte, dann würde ich einfach die Klappe halten. Das lohnt überhaupt nicht. Möglicherweise werden ein paar Scheine nützlicher sein, als irgendwelche Goldstücke, Fischbüchsen oder Tütensuppen. Das ist alles spekulativ.


    Aber die Frage ist dennoch interessant, wenn es um größere Summen geht, also um Lebensersparnisse, Vermögen etc.


    Ich habe dieses Problem in nur sehr begrenztem Maße, weil meine "Liebsten" allesamt recht unvermögend sind.
    Vor allem bei älteren (nicht bei den ganz Alten) Menschen ist zu bedenken, wie und in welchem Umfeld sie seit Jahrzehnten leben. Es ist vor allem eine Generation, die mit festem Arbeitsplatz oder mit gutgehender selbstständiger Tätigkeit zeitlebens in Lebensversicherungen eingezahlt hat und Bausparverträge bedient hat. In aller Regel wurden diese Verträge dann nach 30 (!!!) Jahren auch gut erfüllt und ausgezahlt. Das Sparbuch war und ist sicher. Die Teuerungsraten waren übersichtlich und aufs Jahr gerechnet nahezu immer einstellig. Die Rente ist sicher (Blüm); -dies gilt trotz vieler Abstriche im Moment immer noch.
    Vor diesem Hintergrund würde ich es für anmaßend halten, zu bestimmten Anlageformen zu NÖTIGEN. Etwas Demut bzgl. der eigenen Überzeugungen tut in diesem Fall ganz gut. Ein gutes Gespräch mit den entsprechenden Hinweisen sollte man suchen, und es dann dabei belassen.

    Die paar Leute in meinem Umfeld mit nennenswerten Vermögen haben sehr viel in die eigengenutzte Immobilie investiert. Auch eine Entscheidung, die ich nie schlecht heissen würde.


    In den letzten Jahren bin ich mit dem EM-Investment gut gefahren. Der Preis hat sich gut entwickelt. Der physische Besitz lässt mich gut schlafen. Andere Leute haben dagegen süße Träume, wenn sie einen getunten Mercedes SLK in der Tiefgarage stehen haben. Wer weiss.
    Was in einer echten Systemkrise wirklich wertvoll ist, wird sich erst noch erweisen müssen. ICH setze auf EM. Ich GLAUBE, damit richtig zu liegen. Mit letzter Sicherheit weiss ich das aber nicht.

    UND: NIEMALS WÜRDE ICH VERSUCHEN, JEMANDEN EINEN SCHÖNEN URLAUB AUSZUREDEN !
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    @ Milli ON AIR


    Sehr spitzfindig...., und durchaus richtig.


    Aber es war nur eine Reaktion auf die "EURO-Untergangsstimmung" in den Vorgängerbeiträgen und die "Angriffe auf den Euro aus dem angelsächsischem Raum". In den Medien tut man so, als würde der Euro zerbrechen und als Beleg führt man seinen "schwachen" Kurs zum Dollar an. Ich wollte nur aufzeigen, dass dieser Kurs weder wirklich niedrig ist, noch das Maß für eine Euroschwäche sein kann.
    Wenn der Euro zerbrechen sollte (wovon ich nicht ausgehe), dann nicht an der Relation zu anderen Papier-Währungen, sondern an der Inhomogenität der EU.

    In Gold sind beide Währungen historisch schwach, sowohl Dollar als auch Euro mit Allzeittiefs.

    Ganz ruhig bleiben.
    Der Euro startete bei seiner Einführung mit 1,18 und fiel dann auf 0,80. Und alle konnten damit leben. Dann stieg der Euro, und spätestens bei 1,20 begann der Katzenjammer über den angeblich viel zu starken Euro. Dann die massive Übertreibung Richtung 1,60.
    Jetzt sind wir bei 1,22. So what??
    Und der Dollar??? Ist ebenfalls keineswegs stark. 1240 Dollar pro Unze Gold. Eine historische Schwäche. Tendenz weiter fallend.

    Geiger hat auch nur noch Phillis als Ganze-Unzen-Münze. Silberangebot auch recht zusammengeschrumpft. Aber er hat vor allem noch seine Eigenpressungen. Sind wahrscheinlich die längste Zeit Ladenhüter gewesen; jetzt geht bald alles übern Tisch.
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    @ twinson


    Wie wäre es mit einem Nachfolgestrang, der wieder auf den mindestens ebenso morschen Dollar fixiert. 1500 USD oder 2000 USD pro Unze ?
    Gönnen wir dem Euro mal ein paar Monate Erholungspotential. Wie ich las, geht das Pfund abwärts und auch der Dollar wird wieder ins Gerede kommen. Gegen Gold fällt er ja sowieso schon; auch ATH Gold/USD; die 1250 scheint nur noch eine Sache von Minuten zu sein.
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    Man sollte jetzt vielleicht auch darüber nachdenken, Dinge zu kaufen, die man sowieso in den nächsten zwei bis drei Jahren kaufen müßte. Ersatzbeschaffungen für Geräte und Werkzeuge, Auto falls fällig, Möbel falls nötig,... alles was nicht solch einen hohen Innovationsgrad hat, wie z.B. bei Elektronik.
    Könnte sich durchaus als echter geldwerter Vorteil erweisen.

    Um zur Frage zurückzukommen: Wer kauft aktuell überhaupt noch EM ??
    Ich nicht. Bin hochprozentig investiert. Und im anderen Strang ( Wieviel Prozent des liquiden Vermögens...) kann man ganz gut nachlesen, das sehr viele aus dem GSF stark investiert sind. Die meisten sind genau in dem Maße investiert, wie sie es für richtig halten.
    Bei mir könnte es nur noch darum gehen, vergleichsweise geringe Beträge, die so im Alltagsleben als ein paar hunderter übrig bleiben, in EM zu stecken. Das mache ich aber nicht mehr. Von mir aus kann es jetzt weiter nach oben gehen.

    Sehe es ähnlich wie Goldregen.
    Man kann nicht der Politik die Schuld geben. Die Politik ist letztlich ein korruptes Vehikel zur Durchsetzung von Zielen und Interessen von Mächtigen. Und die Mächtigen sind in diesem Fall die Finanzaristokratien und ihre Handlanger, also diese gewissenlosen Schnösel in den Investmentabteilungen, die 10 Mio Bonus kassieren und das für völlig normal und angemessen halten.
    Man kann nicht der Politik die Schuld geben, wenn es ihr nicht gelingt, Gesetze zur Regulierung der Finanzmärkte zu erlassen, oder wenn Deregulierungen der Finanzmärkte beschlossen werden. Es gibt genug Möglichkeiten, die Politik zu beeinflussen. Durch Lobby-Arbeit, durch Bestechung, durch Erpressung; und wenn alles nichts nützt, dann wird der renitente Politiker aus dem Weg geräumt und durch einen Willfährigen ersetzt. Das alles wird medial begleitet, so dass die Wähler dann das Kreuz an der richtigen Stelle machen.
    Wer das (ganz große) Geld hat, hat auch die Macht. Und wer die Macht hat, hat auch Macht über die Politik. Basta ;)
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