@Nebelparder
Das ist das schöne an der aktuellen Diskussionskultur, wenn man anderer Meinung ist, hat man "keine Ahnung".
Weder Glyphosat noch das Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure AMPA reichern sich im Körper von Säugetieren an. Es ist wasserlöslich, desw. wird der größte Teil direkt wieder mit dem Urin ausgeschieden
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10854122
Toxikologische Studien belegen, dass es nicht giftig ist
http://npic.orst.edu/ingred/glyphosate.html
Die von Dir genannte Mechanismus bei den Cytochrom P450-Enzymen über die Störung der Entgiftungsfunktion mittels Darmbakterien ist bislang auf Basis statistischer Korrelationen angenommen, keineswegs nachvollziehbar beschrieben
https://www.mdpi.com/1099-4300/15/4/1416/htm
Einen fachlichen Zusammenhang behaupten dabei noch nicht mal seriöse Gegner... "nicht untersucht" heißt es.
https://www.keine-gentechnik.d…zu-roundup-und-glyphosat/
Ja, es gibt den Verdacht, dass es Krebs auslösen kann, Ja es gibt den Verdacht, dass es Missbildungen erzeugen kann. Das sind aber alles bisher noch gar nicht bekannte potentielle Langzeitfolgen. Der Prozess gegen Bayer macht das ja alles sehr transparent. Aber bezogen auf die Ausgangsfrage "Stellt das Glyphosat aus Atem-Masken ein Problem dar?" ist die Antwort ganz klar: Völlig egal.
Herbizide sind keine Schokolde, damit mit man schon vernünftig umgehen, keine Frage. Es stellt sich auch die Frage, ob man unbedingt die Nutzpflanzen zur einfacheren Ernte mit Glyphosatz "trockenspritzen" muss.
Hyperventilieren bringt jedoch bei komplexen wissenschaftlichen Themen nichts. Weder laufen in den USA (wo Glyphosat seit 45 Jahren auf dem Markt ist) Millionen Zombies rum, noch sind wir alle am Stickoxid aus den Dieselmotoren gestorben, obwohl man vor 2 Jahren totale Panik deswegen geschürt hat.
Bei Alkohol und Tabak ist klar erwiesen, dass sie Krebserregend sind, kann man trotzdem noch kaufen.
https://www.krebsinformationsd…ugung/risiken/alkohol.php
Röntgen stellt auch sicher ein Krebsrisiko dar, wird trotzdem gemacht.
Auch CoVid-19 kann tödlich sein. Frage ist wie man darauf reagiert. Ich halte ein generelles Glyphosatverbot für genauso angemessen, wie die allgemeine Ausgangs- und Kontaktsperre zu Coronazeiten. Kann man alles machen, gibt bestimmt moralische Argumente dafür. Dann darf man sich aber auch nicht über die Nebenwirkungen der Verbote wundern. In diesem Falle: Hunger.