...ist wohl in etwa bekannt - GS die (un)heimliche Weltmacht
mit so einer Konstellation werden auch die unmöglichsten Klippen umschifft
man ist schliesslich orientiert
der Rest der Welt kuscht 
17. November 2007, 09:13 – Von Walter Niederberger
Goldman Sachs' Schatten reicht über Wallstreet raus
Ohne Goldman Sachs geht nichts mehr: Die Investmentbank kontrolliert mehr und mehr Schalthebel der Macht.
...... Goldman Sachs ist indessen nicht nur ein erfolgreiches Investmenthaus. Die 1869 von deutschen Einwanderern gegründete Bank ist auch eine führende Karriereschmiede des Landes, wie eine Liste der Ex-Partner in Toppositionen zeigt: Hank Paulson ist Chef des Finanzministeriums, Robert Zoellick führt die Weltbank, Mario Draghi steht der italienischen Notenbank vor, Mark Carney ist Chef der kanadischen Notenbank, Joshua Bolten leitet den Stab des US-Präsidenten, Jon Corzine ist Gouverneur des Staates New Jersey, Robert Rubin ist Vordenker bei der Citigroup und war Finanzminister unter Bill Clinton, John Thain ist soeben zum Sanierer der Merrill Lynch ernannt worden und Duncan Niederauer leitet nun die NYSE Euronext. Diese Machtballung ist kein Zufall; Hank Paulson ist einer ihrer wichtigsten Architekten. Paulson übernahm im Sommer 2006 das US-Finanzministerium und füllte damit ein Machtvakuum in der Regierung Bush. Der US-Handelsbeauftragte verdankt seinen Aufstieg an die Spitze der Weltbank der Paulson-Connection; auch sorgte Paulson dafür, dass der wichtige Posten des Chefhändlers der US-Notenbank mit einem Goldman Sachs-Mann besetzt wurde.
An der New Yorker Börse, so Gasparino, kam es zu einer eigentlichen Machtübernahme durch die Bank. In einem von Interessenkonflikten durchsetzten Coup gelang es Goldman Sachs, die von ihr kontrollierte elektronische Handelsplattform Archipelago bei der NYSE unterzubringen und damit die Parketthändler auszubooten. Die NYSE Euronext sei heute «eine Goldman Sachs-Börse», sagt Gasparino. Dass die Bank einen unfairen Wettbewerbsvorteil erlangt hat, weil sie Einblick in offene Handelpositionen hat, bestreitet John Thain. «Nein, überhaupt nicht«, sagte er dazu kürzlich, «nur ist unser Anteil etwas grösser». Dass die Bank zuvor sowohl die Börse wie Archipelago bei der Fusion vertreten hatte, wurde mit einem Schulterzucken registriert. «Typisch Goldman Sachs», so ein gängiger Ausdruck an der Wallstreet, der die Mischung von Bewunderung, Neid und Misstrauen der Konkurrenz beschreibt.....
gnzer Artikel: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/814080.html