Die Welt steckt in der Schuldenfalle
Ein Artikel von boerse.ard, der die Schuldenproblematik der USA (und auch anderen Ländern) zum Inhalt hat.
Ausschnitte daraus:
- Inzwischen stehen weltweit Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand mit 244 Billionen Dollar in der Kreide - so viel wie nie. Zusammen 318 Prozent der Wirtschaftsleistung. 2008 betrug der globale Schuldenstand noch 210 Prozent der Wirtschaftsleistung.
- Die Verschuldung steigt stärker als das reale Wirtschaftswachstum.
- Der IWF prophezeit, dass der Schuldenstand der USA sich relativ zum BIP bis 2023 um rund acht Prozent erhöhen wird, während er in allen anderen westlichen Industriestaaten zurückgehen wird.
- In China ist die Verschuldung in den letzten zehn Jahren von 145 Prozent auf über 300 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen, schätzen Experten. Da sich die chinesische Wirtschaftskraft in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, dürfte sich die Schuldenlast locker verfünffacht haben. Sollte Peking die Kontrolle über die Verschuldung verlieren, dürfte die Weltwirtschaft ins Straucheln geraten.
- In der Vergangenheit lösten Staaten wie die USA die Schuldenprobleme durch finanzielle Repression. So schlugen sich die von Zentralbanken künstlich herabgedrückten Zinsen in einer "schleichenden Enteignung" von Sparern nieder. Zweitens trugen höhere Inflationsraten zum Schuldenabbau bei. Ob dies diesmal reichen wird, um den riesigen Schuldenberg abzutragen, ist fraglich.
- Der US-Finanzexperte John Mauldin rechnet wegen der rasant gestiegenen Verschuldung weltweit Anfang der nächsten Dekade mit dem großen Knall und dem Reset.