Ich wollte mal einen Vorfall beim Kauf einer Münze zum Besten geben, die ich für vorgeschoben halte oder hat jemand von euch auch schon einmal ähnliche Erfahrungen machen müssen?
Ich habe über das Portal Gold-Preisvergleich eine Münze (1/2 Oz Gold Lunar 2 Maus - nicht coloriert - aus 2008) gefunden, die dort weit unter den bei Gold.de gelisteten Preis angeboten wurde (anstatt ca. 1.490 € war diese dort für knapp über 600 € eingestellt).
Nachdem ich die Seriosität des Händlers recherchiert hatte und diese für gut befunden hatte, habe ich die Münze als neuer Kunde dort bestellt.
Da ich zwei Tage nach der Zahlung immer noch keine Zahlungsbestätigung erhalten hatte, habe ich dies überprüft und festgestellt, dass mir der Betrag am Tag meiner Zahlung gleich wieder zurück überwiesen wurde.
Ich habe daraufhin den Händler kontaktiert und mir wurde geantwortet, dass der Betrag von einem Gemeinschaftskonto einer Bank in Köln (bei der ich mit meiner Frau seit knapp 30 Jahren ein Konto führe) und einer Versandanschrift in Berlin (dort wohne ich seit gut 10 Jahren) in der keine Namensgleichheit bestand (anstatt meines Doppel-Vornamens und einen dritten Vornamen laut Bank verwendete ich neben meinen Familiennamen nur einen Vornamen für die Versandanschrift).
Angeblich konnten sie deshalb meine Anschrift in Berlin nicht verifizieren und haben einen Betrug vermutet. Der Händler (ein Angestellter davon) schrieb mir dazu folgendes:
- In der heutigen Zeit ist es leider nicht einfach ehrlich gemeinte Geschäftsvorgänge von Betrügern zu unterscheiden. Gemäß der Novellierung des GwG (Geldwäschegestz) haben wir im Zuge des Risokomanagements einen Prozess entwickelt, der bei Zweifeln einen Abbruch der Geschäftsbeziehung erfordert, dies geschah in Ihrem Fall. Es gab zu viele Faktoren, die nach unserem Prozess nicht übereingestimmt haben, weshalb wir den Geschäftsvorgang nicht ausgeführt und storniert haben.
Ich habe daraufhin den Händler damit konfrontiert, dass es eher den Anschein habe, dass er die zu billig eingestellte Münze nicht liefern möchte.
Der Geschäftsführer schrieb mir daraufhin:
- Wir sind vom Polizeipräsidium Darmstadt angehalten alle abweichenden Namen zwischen Bank und Bestellung mit Lieferadressen in Berlin genau zu prüfen.
Es gab im vergangenen Jahr mehrere Betrugsfälle nach exakt dieser Vorgehensweise. Die Kombination des Namens aus der Banküberweisung hat keinen Treffer mit der Lieferadresse ergeben. Das war der Grund für die Rücküberweisung, nicht weil wir eine Ausrede brauchten.
Die Münze (die laut Aussage des Händlers nur einmal vorhanden war) wurde angeblich sofort an jemand anderen verkauft, weshalb keine Lieferung mehr möglich sei.
Ich hatte in meinen Ausführungen auch angedeutet, dass ich das Vorgehen des Händlers in Edelmetallforen sachlich schildern werde. Hierzu meinte der Geschäftsführer:
- Gerne besprechen Sie dies in den Foren, i.d.R. applaudieren die Leser bei solch einem Händlerverhalten.Den Mail Verkehr hierzu verwenden Sie gerne.