hallo j.c.
passt doch, musst es ja nicht übertreiben
aber der eine braucht eine heilpflanze nach übermäßigem alkoholkonsum und der andere was für die psyche
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Okay. Meinte das aber eher so in der Art hier. (Und in einem einzelnen Faden dazu würde ich in losen Abständen immer mal wieder nen Profil zufügen. Hier in dem Faden verlören sich diese nur.)
Leichtes Schmerzmittel in einer längerandauernden Krise, wenn Apotheken geschlossen bleiben sollten.
Weide (Salix sp.)
Weitere Namen: Katzenstrauch, Korbweide, Maiholz, Felbern
Verwandte Arten (alle wirksam): Knackweide (Salix fragilis), Reifweide (Salix daphnoides), Purpurweide (Salix purpurea), Silberweide (Salix alba)
Der hier beschriebene Weidenrindentee wirkt im Prinzip auf natürliche Art etwa in der Stärke wie das pharmazeutisch hergestellte Aspirin, ohne allerdings dessen Nebenwirkungen zu haben.
Bei längeren Aspirineinnahmen kommt es häufig zu Magenblutungen wie auch gelegentlich zu Darmblutungen. Dies liegt u.a. an einer Agglutinationshemmung von Thrombozyten, wie sie durch die Acetylsalicylsäure (ASS) hervorgerufen werden kann.
Dies ist bei der Weidenrindenanwendung nicht der Fall.
Die Droge (Weide gemeint) enthält 1,5 - 11% Salicylate (Salicylalkoholderivate), welche sich je nach Weidenart unterschiedlich zusammen setzen.
Beispielsweise aus Salicin, Salicortin, Fragilin.
Durch die Abspaltung der Glukose in der Darmflora wandelt die Leber das Salicin zu Salicylsäure um (oxidiert). Dadurch wirkt die Droge etwa 8 Stunden.
Weidenrinde ist ein Radikalfänger und wirkt antioxidativ. Zudem wirkt sie diaphoretisch und entwässernd.
Indikationen:
Neben fieberhaften Erkrankungen und Kopfschmerzen kannst du die Droge auch bei akuten und chronisch rheumatischen Beschwerden sowie bei "durch entzündliche Vorgänge" hervorgerufenen Schmerzzuständen verwenden.
Zudem kann Weidenrinde eingesetzt werden bei Arthrose wie zB Cox- und Gonarthrose sowie leichten Gichtformen.
Bei der Behandlung chronischer Rückenbeschwerden ist die Weidenrinde den COX-2 Hemmern ebenbürtig.
Dosierung:
Für Erwachsene beträgt die mittlere Tagesdosis 6-12 gr der Droge, was 60-120 mg Salicin enrspricht. Zur Behandlung starker Kopfschmerzen wird eine Tagesdosis von 180-240 mg Gesamtsalicin empfohlen.
Bei Kindern je nach Alter recht unterschiedlich. Bei Bedarf liefere ich das gerne nach. Der Beitrag wird sonst zu lang.
Nebenwirkung:
Salicylatnebenwirkungen sind bei der angegebenen Dosierung nicht zu erwarten.
Kontraindikationen:
Aufgrund der Wirksamkeitsbestimmenden Inhaltstoffe entsprechend jenen der Salicylate. Hinweise für eine Salicylüberempflindlichkeit liegen bislang nicht wirklich vor.
Kinder mit Grippesymtomen (Cave: Reye-Syndrom)
Ernte:
Auch wenn die Droge "Weidenrinde" genannt wird, geht es genau genommen um die Weidenzwischenrinde, dem [Blockierte Grafik: https://forum.urban-prepping.de/wcf/images/smilies/biggrin.png]sogenannten Bast. Ihr müsst also die äussere Rinde der Weide "absäbeln", um dann die drunter liegende Zwischenrinde (Bast) abschälen zu können. Bitte nicht die ganze Weide zerlegen. Lieber mehrerer ein wenig anschnitzen statt eine zu killen. Ernte ist ganzjährig möglich, beste Erntezeit jedoch ab Ende April.
Zubereitung:
Die einfachste Zubereitung bietet sich als Tee an. Von der getrockneten Droge etwa 1 gehäuften Teelöffel pro 150 ml Wasser etwa 12 Minuten köcheln lassen und die verdunstete Wassermenge wieder beifüllen. (Bei der frischen Droge nehme ich 2 geh. Teelöffel).
Der Tee schmeckt recht bitter, wirkt aber anhaltend und lindert o.a. Schmerzen vorzüglich und bei eigener Ernte zudem kostenlos.
Sich zudem einen Teil der Droge zu trocknen und dem Preppervorrat zuzufügen, kann m.E. eine so schlechte Idee nicht sein. [Blockierte Grafik: https://forum.urban-prepping.de/wcf/images/smilies/wink.png]
Beste Grüsse