Und genau daran, dass Silber eine ähnlich Entwicklung nehmen wird, die auch von Bestand ist, kann ich leider nicht glauben. Habe mich deshalb im letzten Jahr von über 100 1-Unzer getrennt, bei 18,80 € abgegeben. Aus heutiger Sicht, die richtige Entscheidung. Ich baue meinen Goldbestand aus, denn der Preis ist scheinbar keine Blase. Meinen Silberbestand werde ich nur mit 925iger Zehnern ausbauen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Aber das ist alles subjektiv.
Das sehe ich ähnlich und werde es mal zu begründen versuchen.
Palladium ist ein seltenes Edelmetall aus der Gruppe der Platinmetalle. Es wird ausschließlich in der Industrie und dort vor allem als Ersatz / Surrogat für Platin verwendet. Platinmetalle werden weltweit jährlich keine 500 Tonnen gefördert. https://de.wikipedia.org/wiki/…lle/Tabellen_und_Grafiken
Dabei wird deutlich weniger Palladium als Platin gefördert, was zuletzt dazu geführt hat, dass der Preis für Palladium den Platinpreis überholt hat.
Grundlegend anders liegen die Dinge bei den Edelmetallen Gold und Silber. Die jährliche Fördermenge beim Gold liegt bei gut 3.000 Tonnen. Das ist also ungefähr das 6 fache der jährlichen Fördermenge der Platinmetalle. Beim Silber kann man mit jährlich über 27.000 Tonnen Fördermenge vom ungefähr 10 bis 15 fachen der Goldfördermenge ausgehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Gold/Tabellen_und_Grafiken
Dem Gold billigt man weil es von Zentralbanken als Mindestreserve gehalten wird monetativen Charakter zu. Silber wurde „entmonetarisiert“, auch wenn seit 2007 sehr viele Anleger in Form von Silberbarren – und Münzen auf den „Silberzug“ aufgesprungen sind.
Man sagt, dass beim Gold die überirdischen Bestände nicht von der Industrie verbraucht wurden, sondern als Schmuck, Anlagebarren – und Münzen und als Bestände der Zentralbanken in einer Größenordnung von ca. 170.000 Tonnen vorhanden sind.
Dieser Gesamtbestand wird an den westlichen Terminmärkten vor allem in London und New York mit Papiergeldwetten gehebelt jährlich in einer Größenordnung gehandelt, die bei dem 10 fachen der überirdischen Bestände, also bei ca. 1,7 Millionen Tonnen Unzen Gold liegen dürfte.
Es ist also Tatsache, dass die Goldpreisentwicklung inzwischen von dem physischen Markt völlig losgelöst zum Spielball der Trader und Zocker verkommen ist. Selbst Zentralbanken könnten die Goldpreise kaum über An- und Verkäufe von physischen Beständen sondern vor allem über Instrumente des Terminhandels, SWAP Deals und Goldleasing Einfluss nehmen.
Fraglich ist nach alldem, warum Jemand bei einer Gold Silberratio von ungefähr 1 : 80 Silberbestände verkauft, um Gold zuzukaufen?
Wir alle wissen, dass die jährliche Fördermenge bei den Platinmetallen nur bei ca. 500 Tonnen, beim Gold bei gut 2.000 Tonnen und bei Silber beim 10 bis 15 fachen der Goldfördermenge liegt. Noch etwas konkreter gefragt: Was könnte jemanden veranlassen, 80 Unzen Silber gegen 1 Unze Gold zu „tauschen“ , wenn er weis, dass die Fördermenge bei einem Verhältnis von 1: 10/15 liegt ?
Eine logische Begründung scheint schwer, sollte aber nach den voraus gegangenen Ausführungen auf der Hand liegen.
Seit der Jahrtausendwende ist der Aufwärtstrendbei beiden Edelmetallen äußerst positiv.
Silber performte in Euro gut 170 % und Gold 295 Prozent.
http://www.goldseiten.de/artik…or-seit-1971.html?seite=3
Also folgt man einfach dem langfristigen Trend, um das Ziel, nämlich Gewinnmaximierung, möglichst bald zu erreichen.Dafür nimmt man eben in Kauf,80 Unzen Silber für 1 Unze Gold herzugeben, auch wenn die Fördermenge des Silbernen nur beim 10 bis 15 fachen der Goldfördermenge liegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Silber/Tabellen_und_Grafiken
Die Preisfindung hat sich also längst vom physischen Markt losgelöst. Die Preise werden auf dem Papiermarktermittelt und dort findet Fundamentalanalyse einfach keinen Einfluss. Den Zockern genügt es, sich ein Trading Programm auf den Rechner hoch zuladen und quasi im Blindflug loszulegen. Man muss weder rechnen noch schreiben können. Bezahlt wird mit Jetons, die man in den Wechselstuben der 0 und Negativzinspolitik nachgeworfen bekommt. Frei nach dem Motto „Was kostet die Welt? Bezahlt wird morgen, aber nicht von mir...“.
Falls Gold Anfang 2018 das 3 Jahreshoch bei ca.1.360 Dollar überschreitet sind die 1.500 Dollar in greifbarer nähe. Der winzig kleine Silbermarkt wird sich im Eiltempo anschließen. Man sieht. Es hat alles nix mit nix zu tun. Aber das Überschreiten der 1.500 Dollarmarke beim Gold wird historisch betrachtet, den Anfang vom Ende der Schuldenorgie einläuten.