Beiträge von Turnbeutelvergesser

    Macht China in der Dritten Welt nicht das selbe? Treibt Länder in seine Abhängigkeit? Das haben wohl alle Imperien so an sich.

    bh,


    ja, sprengt wohl den Rahmen hier. Extra einen neuen Faden aufmachen und pflegen ist nicht so mein Ding. Der würde irgendwann in der Versenkung verschwinden. Bin natürlich auch nur ein Laie was VWL betrifft. Vielleicht passt es besser in einen schon bestehenden Faden?


    Zur Kaiserzeit würde ich noch anmerken wollen, die war relativ kurz und hat durch die Reparationsforderung aus Frankreich einen 'Kickstart' bekommen. Zumindest kam das Gold sicher nicht ungelegen. In wie weit das längerfristig funktioniert hätte, ist wohl Spekulation. Zumindest ist jedes Land die letzten 200+ Jahre, das einen EM Standard hatte, irgendwann an seine Grenzen gekommen und hat diesen aufgegeben. Das mag von Land zu Land sicher unterschiedliche Gründe gehabt haben. Aber durchgehalten hat kein einziges. An andere Stelle hattest du auch das römische Imperium erwähnt. Die haben es auch nicht geschafft durchzuhalten. Daher habe ich meine Zweifel, ob es im deutschen Kaiserreich langfristig funktioniert hätte. Vorausgesetzt natürlich, dass es keinen WW I oder sonstigen kostspieligen Konflikt gegeben hätte.


    Viel hätte und wäre. Im Rückblick ist man immer schlauer.


    Mein Dank geht natürlich an alle Schreiberlinge hier [smilie_blume]

    wir leben aktuell in einem zeitalter in dem der sozialismus nicht ausgerufen ist, großteils praktiziert wird aber dessen probleme dem kapitalismus angeheftet werden soll. schau nur auf die eurorettungs-maßnahmen, bankenrettungen, to big to fail, tina nirp, zirp, esef, esm etc.
    nichts daran, aber gar nichts ist kapitalistisch!


    bg bh

    Was sind die Gründe und Ursachen für diese Entwicklung?


    Warum macht die FED das mit? Die gehört doch 'Kapitalisten'. Warum driften die Richtung Sozialismus?


    Bei der Euro Rettung würde ich sagen wirtschaftsfremde Politiker, die unbedingt an einer politischen Illusion festhalten wollen.

    Bh,


    habe mich nicht genau ausgedrückt. Ist schon klar, dass die Fugger und auch die Italiener schon vorher zu Vermögen gekommen sind. Sonst wären sie gar nicht in der Lage gewesen größere Finanzprojekte zu stemmen. Und wenn sie sich verzockt haben, war das Geld eben weg.


    Zur Dritten Welt, wollte ausdrücken völlig egal, ob ein unfähiger Feudalherrscher, Ideologen oder unfähige/korrupte Eliten an der Macht sind. Mir ist schon klar, was in den Ländern schief läuft. Die schaffen es alle Vermögen durch zu bringen. Aber nur weil man früher richtiges Geld hatte, wurde nicht zwangsläufig besser damit umgegangen. Hatte den Eindruck, dass das hier in einigen Beiträgen suggeriert wurde. Die Unfähigen sterben nicht aus. Der Unterschied ist nur, wie du auch geschrieben hast, dass wenn bankrott dann auch wirklich bankrott.


    Die Marktbereinigung steht bei uns ja noch aus. Wie das Finanzexperiment unserer Zeit ausgeht, wird sich irgendwann in der Zukunft zeigen.

    Ob die früher wirklich besser die Staatsausgaben im Griff hatten? Als prominentes Beispiel hat König Philipp II. trotz der Einnahmen aus der neuen Welt drei mal einen Staatsbankrott hingelegt. Wie schafft man so was? Viel unfähiger geht ja wohl kaum.(Ja ich weiß, dank FIAT Geld verschleppen wir unseren Staatsbankrott) Er war auch nicht das einzige Staatsoberhaupt, das notorisch klamm war. Anders wären die bekannten Geldhäuser der damaligen Zeit wohl auch nicht zu ihrem Reichtum gekommen. Des einen Leid, des anderen Freud.


    Erinnert stark an die ganzen dritte Welt Länder der modernen Zeit, die trotz Rohstoffeinnahmen auf keinen grünen Zweig kommen. Geschichte wiederholt sich irgendwie doch.


    Edel, sorry für Off-Topic auf den letzten Seiten. Aber irgendwie hängt doch alles mit allem zusammen.

    Zu was glaubt ihr denn ist Geld...also ein Haufen davon...nützlich.


    Natürlich um sich Macht zu kaufen.


    cu DL.....oder zu bestechen....das ist billiger...weil man dann die Empfänger erpressen kann.....so geht die Welt

    Ganz genau. Daher wird es so was wie 'freien Wettbewerb' in der Praxis nie geben.


    Hat nicht Bill Gates mal gesagt Kapitalismus ist Krieg?

    Der klassische Kapitalismus beruht auf der Grundlage des freien Wettbewerbs.

    Gab oder gibt es so was überhaupt? Oder ist das nur graue Theorie?


    M.E. hat sich Geld schon immer Einfluss, Macht und Vorteile gekauft. Das war zu Zeiten der Fugger und Welser schon so. Und heute ist es genauso. Daher finde ich es eher abwegig, Geld/Kapital und Politik - in der realen Welt - getrennt zu betrachten. Beides ist immer mit einander verbunden.


    Wie sonst könnte irgendein Wirtschaftssystem ohne politische Rahmenbedingungen funktionieren? Das eine geht nicht ohne das andere.


    PS: bh hatte im Beitrag 11712 die Frage gestellt: 'Was ist denn die Verbindung von Staat und Kapital?' - So ziemlich alles würde ich sagen.

    bh,


    wie interpretierst du denn was bei der Rettung der Finanzinstitute passiert ist? Haben die nicht die Politik unter Druck gesetzt? So nach dem Motto, wenn ihr uns nicht helft, dann fährt die Wirtschaft komplett an die Wand. Hätte man nicht den Dingen seinen Lauf lassen sollen?


    Wem nützt die gegenwärtige Finanzpolitik am meisten?


    Was ist mit den Lobbyisten? Besteht da keine Verbindung zwischen Politik/Staat und Kapital? Die Jobs, die manche Politiker in der Wirtschaft abgreifen, haben auch nichts damit zu tun?

    Das seltsame ist, die 'sozialistischen' Maßnahmen retten das Großkapital. Schulden werden/wurden sozialisiert. 2008/2009 hätte man auch den Marktkräften überlassen können. Dann wären eben einige Marktteilnehmer verschwunden. Aber da hieß es dann auf einmal 'systemrelevant'. Ja welches System genau? Das der Finanzjongleure?


    Wenn ich mich als kleiner Marktteilnehmer verzocke, habe ich Pech gehabt. Ab einer gewissen Größe soll es dann nicht mehr so schlimm sein und ich werde gerettet?


    Oder sehe ich das falsch? :hae:

    Wenn ich raten müsste, würde ich sagen Wildkatze ist das Alter Ego von Rainer Langhans.


    Wildkatze,


    mach doch einen eigenen Faden auf und berichte wie du so frei von materiellen Zwängen lebst. Wie verbringst du deine Tage? Was machst du mit deiner vielen freien Zeit?


    Lass dich von einigen spitzen Kommentaren nicht entmutigen. Soll jeder nach seiner Facon glücklich werden.

    Ich setze mal Lupus Link aus dem Trumpf Faden hier rein.


    https://www.faz.net/aktuell/po…gen-maenner-13538116.html


    Aus dem Artikel:

    Vorbei ist die juristische Aufarbeitung des Massakers damit nicht. Die Verteidiger kündigten an, in Revision zu gehen. Für sie steht nach wie vor in Frage, inwiefern das amerikanische Recht für die privaten Sicherheitsleute im Kriegsgebiet Geltung hat. Besonders nehmen sie Anstoß daran, dass sich der Richter an die Mindesthaftstrafe von dreißig Jahren hielt. Sie ist in Amerika vorgeschrieben, wenn bei der Begehung von Straftaten Kriegswaffen wie etwa Maschinengewehre eingesetzt werden.

    Bemerkenswert. Da stellen doch US amerikanische Anwälte die weltweite Gerichtsbarkeit der USA in Abrede. Was erlauben die sich. Gilt doch, wie wir öfters erfahren durften, US Recht weltweit.

    OT: Viele Russen finden auch Stalin richtig toll. Der Millionen eigener Landsleute vernichtet hat. Fasst keine Familie, die keine Opfer zu beklagen hatte. Darüber kann auch der Sieg im 2. WK nicht hinwegtäuschen. Muss man auch nicht verstehen. Vielleicht brauchen die tatsächlich eine starke Hand, die das Land führt.

    Die SU war so blöd und hat sich auf´s Wettrüste speziell unter Reagan eingelassen, obwohl deren Wirtschaft nur einen Bruchteil der Leistungsfähigkeit der USA hatte. Das konnte nicht gut gehen. Hat man an den Zuständen in der SU unschwer übersehen. Letztendlich egal wer da nach Tschernenko den Laden übernommen hätte. Die Karre war schon zu weit im Dreck.


    Das Gesindel falsche Entscheidungen im Leben trifft spielt keine Rolle.


    Was können die Reichen dafür das der Blödmann von nebenan alles für Urlaub, Autos und andere Dekadenzen rauswirft statt zu investieren? Da hat einer sein ganzes Leben Briefmarken gesammelt die nun wertlos sind oder hat sich eine Eisenbahn ins Haus gebaut die keiner brauch. Wo sind daran die Reichen Schuld?

    Kann nicht jeder CEO bei einem Konzern werden. Die Einkommensunterschiede zwischen Managern und den normalen Angestellten driften schon seit Jahrzehnten auseinander. Das hat nichts mit Konsumentscheidungen zu tun. Die Einkommensseite ist das Problem, nicht die Ausgabenseite. Daher ist die Frage nach der Teilhabe an dem Gewinn eines Unternehmens und dementsprechender Einkommen durchaus berechtigt. Bildlich gesprochen, kann ja nicht sein, dass Manager früher vielleicht zehnmal so viel wie Angestellte verdient haben und heute das hundert fache.