Beiträge von TeeKay

    Man kann Industrie, Schmuck und Muenzen eben schlecht auseinanderhalten. Scheideanstalten stellen Halbzeuge fuer die Schmuckindustrie her, dazu noch Ronden fuer die Muenzpraegung und Draehte, Folien und Bleche fuer die Industrie. Verbucht man deren Durchsatz nun bei Schmuck, Muenzen oder Industrie?
    Fuer viele Bullions gibts (noch) gar keine Auflagezahlen fuer die letzten Jahre, ueber die Schiene kann man also auch nicht gehen.


    Im Uebrigen ist Deutschland ein absolutes Mega-Auflagen-Land. 4 Mio Stueck pro Muenze waren es bis vor kurzem, sowas hat kaum ein anderer Staat gepraegt. Jetzt sinds glaub ich 1,6 Mio +0,35 fuer die PPs pro Ausgabe, auch das ist noch enorm. Bei anderen Laendern ists ein Ereignis, wenn mehr als 50.000 gepraegt werden.

    Kitco sagt das uebrigens auch auf ihrer Seite:
    "The spot gold price refers to the price of gold for immediate delivery. Transactions for bullion coins are almost always priced using the spot price as a basis.The spot gold market is trading very close to 24 hours a day as there is almost always a location somewhere in the world that is actively taking orders for gold transactions. New York, London, Sydney, Hong Kong, Tokyo, and Zurich are where most of the trading activity takes place. Whenever bullion dealers in any of these cities are active we indicate this on our website with the message “Spot Market is Open”. For the high and low values, we are showing the lowest bid and the highest ask of the day."


    Das ganze kann man auch noch komplizierter machen. Es muss ja nicht immer sofort geliefert werden. Du kannst auch von Mine X 1 Mio Unzen kaufen, die aber erst in sechs Monaten geliefert bekommen. Je nach Erwartung der Marktteilnehmer ueber die zukuenftige Preisentwicklung ist dieses im Voraus verkaufte/gekaufte Silber dann teurer oder guenstiger als der von Kitco gemeldete Kurs.

    Kitco ist keine Boerse, sondern eine Seite, die Boersenpreise zugaenglich macht. Umschlagplaetze sind z.B. die LME, Comex/Nymex, CME etc.


    Mine X foerdert pro Monat 100.000 Unzen Silber. Die kann sie entweder an Direktabnehmer zu einem frei ausgehandelten Preis verkaufen. Dann geht das Geschaeft natuerlich nicht in den offiziellen Kurs mit ein. Oder sie bieten an einer Boerse (= Warenumschlagplatz) die Menge von 100.000 Unzen zum 30.10.2006 zum Preis von 1 an. Jetzt kommt Abnehmer A, der diese Menge zu dem Termin zu dem Preis kaufen moechte. Also kauft er.
    Gleichzeitig bietet Mine Y, die guenstiger produzieren kann, 50.000 Unzen zum Preis von 0,98 an. Hersteller A kauft auch diese 50.000 Unzen. Wenn an dem Tag keine anderen Geschaefte ueber diesen Handelsplatz laufen, steht am Tagesende ein Kurs von 0,993 fest.


    Muenzpraegestaetten kaufen vermutlich nicht an der Boerse, sondern bei Rondenherstellern. Die praegen die Muenze ja nicht aus einem Standardbarren heraus, sondern auf einem Rohling. Und der muss erstmal hergestellt werden.

    Er verkauft das, was er gerade da hat/ankaufen koennen. Da sind zuweilen auch Barren bei. Wie gesagt, du musst anrufen und fragen, was er da hat.
    Vorteil ist, dass er zeitlich sehr flexibel ist, man also nach Terminabsprache auch am Wochenende kommen koennte. Das bieten dir Pfandleihen und Banken in der Regel nicht an.

    Frank Ewers (Argentarius.de) hat in der Regel auch Gold da, steht zwar nicht im Onlineshop, aber du kannst ja vorher einfach telefonisch nachfragen, was er gerade anzubieten hat. Die Preise duerften auch sehr gut.

    Zitat

    Original von Robin.71
    Bei Proaum kostet der 1Kg Silberbarren Umicore gerade 334 Euro (einschl. Mwst 387,44 Euro) und ist somit im gleichen Rahmen wie die Münze. Was allerdings stimmt ist, das der Rückkaufswert bei Proaurum bei 301 Euro liegt. Verkauft man allerdings bei Ebay bekommt man auch in der Regel wieder den Kaufwert - manchmal sogar etwas mehr, weil die Leute so scharf darauf sind anonym einzukaufen (verrückt - ich habe schon öfters gesehen das da 100 Gramm Degussa für 55-80 Euro weggehen...)


    Die 100g Barren gehen deshalb fuer 55-80 EUR weg, weil sie selten sind und die Bieter nicht wissen, wo sie sie sonst herbekommen sollen.
    Abgesehen davon kann ich meine Maples auch bei eBay verkaufen und bekomme da in der Summe auch wieder mehr als fuer einen Barren.

    Also im Kosovo-Krieg mussten fuer die gegnerische Flugabwehr deutsche Tornados starten, die ein Geraet dabei hatten, dass das gegnerische Zielradar verfolgen konnte.
    Eine Flugstunde ist ja nicht grad billig, zumal da noch grosse Folgekosten dazu kommen. Man landet kein bewaffnetes Flugzeug - aus Sicherheitsgruenden. Deshalb wurde die Bewaffnung in die Adria geworfen, wenn nicht alles verschossen wurde. Nach dem Krieg musste dann die deutsche Marine den Scheiss suchen und sprengen. Denke, bei Flugzeugtraegerlandungen wird auch nicht bewaffnet gelandet (und eine Rakete kostet auch gut und gern bis zu einer Million und mehr). Sowas tut man sich doch nicht an, wenn man auch bequem von zuhause aus ein paar Raketen starten kann.

    Zitat

    Original von Robin.71
    Generell muss man sagen, das bei Münzen die Gefahr besteht, das man halt mehr Geld für den Sammlerwert der Münze bezahlt wie für den Silberpreis.


    32,15 Maple Leaf kosten 385.80 EUR
    1kg Silberbarren kostet 392 EUR


    Erkenntnis: Generell muss man sagen, das bei Barren die Gefahr besteht, das man halt mehr Geld fuer den Sammlerwert des Barrens bezahlt wie für den Silberpreis.

    Zitat

    Original von ovomaltine
    Was ist, wenn Silber Industriemetall bleibt?


    Umso besser, denn Industriemetalle werden verbraucht, Anlagemetalle aufgehoben. Industriemetalle werden auch in fuenfzig Jahren, wenn die Minen erschoepft sind, gebraucht. Was meinst du, wird bei ausbleibender Minenproduktion staerker im Preis steigen. Das Metall, das industriell kaum benoetigt wird und das zu zehntausenden Tonnen in den Tresoren liegt, oder das industriell wichtige Metall, das in Spuren in Billionen einzelnen Werkstuecken schlummert - sprich, das nicht recyclebar ist. Tja, und dann komm ich mit meinen Barren und Muenzen und verkauf das Zeug zu Mondpreisen an die Industrie. Und wenn ich gnaedig bin, nehm ich dir zum Spottpreis (= Spotpreis) etwas von deinem Gold ab, das in weiser Voraussicht von hunderttausenden Goldanlegern wie ein Schatz gehuetet wurde, fuer das es aber leider keine industrielle Verwendung gibt.

    "Erste Alternative: "Operation Big George". US und israelische Flugzeuge mit bunkerbrechenden Bomben sollen im Blitzangriff alle "Nukleareinrichtungen" sowie Raketenstellungen, religiöse Zentren und Kommandoposten auslöschen. Über 1.000 Ziele werden erst durch unsichtbare Tarnkappenbomber ausgewischt, gefolgt von massiven Wellen schneller, wenngleich ortbarer Angreifer, die den Rest besorgen. Das Ganze dauert 2 Tage."


    Diese Alternative ist Quatsch. Mit Tarnkappenbombern kann man niemals innerhalb von 2 Tagen ueber 1000 Ziele angreifen. Die USA haben nur 21 B2-Bomber, die alle Unterschallgeschwindigkeit fliegen und in jedem Fall aus den USA heraus operieren. Bei jedem Einsatz muessen die Bomber von den USA aus starten, werden in der Luft aufgetankt und muessen nach dem Einsatz auch wieder in die USA zurueck. Ein einziger Einsatz dauert so locker mal einen Tag. Von den Tarnkappenjaegern gibt es knapp 60, die sind genauso langsam wie die B2, koennen weniger Bomben tragen (nur ein Neuntel der Nutzlast der B2), sind dafuer aber in der Region stationiert. Sie koennen wohl nicht auf Flugzeugtraegern starten/landen, so dass sie ebenfalls einen weiten Weg zum Einsatz haben, z.B. von England, Deutschland, Italien, Tuerkei aus.
    Also wenn angegriffen wird, dann entweder laenger als zwei Tage oder zu einem Grossteil mit konventionellen Flugzeugen. Und ob die zu einem betraechtlichen Teil abgeschossen werden koennen, wie der Autor suggeriert, das wird man auch erst sehen muessen. Im Kosovo gabs nur einen einzigen Abschuss in mehreren Wochen (ausgerechnet einen Tarnkappenjaeger), im Irak sagte man auch schwerste Kaempfe gegen die Gardetruppen voraus, aus denen nichts wurde.

    Kilo- und Fuenfkilobarren sind unguenstiger als Standard-Anlagemuenzen, was den Spread angeht (bei Verkauf an Haendler). Das Verhaeltnis wird sogar noch unguenstiger ab dem 1.1.2007, da sich die Umsatzsteuer auf Barren auf 19% erhoeht, die fuer Muenzen aber bei 7% bleibt. Fuer Standardbarren (1000 Unzen) kenn ich keine Preise.
    Bleibt beim Barren die Platzersparnis - dafuer kann man ihn aber auch nur im Stueck verkaufen. Wenn ich 1000 Muenzen habe, kann ich die je nach Liquiditaetsbedarf abstossen.

    Silberspiel 08:
    Durchschnitt: 12,79
    Realitaet: 12,81


    09:
    Durchschnitt: 12,90
    Realitaet: 11,41


    07
    Durchschnitt: 11,86
    Realitaet: 11,28


    Ich schaetze mal, mit 25-30 Teilnehmern ist die Anzahl der Werte einfach zu gering.
    Ausserdem steckt wohl jeder Teilnehmer mit ner gehoerigen Portion Geld in Silber, ob nun physisch, virtuell oder ueber Minen - bei einer zufaelligen Auswahl muessten auch Menschen ohne Silberinvestment (oder allgemein EM) dabei sein, die keine Ahnung von der Materie haben und daher wirklich nur tippen.

    Zitat

    Original von mvd
    Das Finanzamt wäre sicher interessiert und "not amused" :D


    Offiziell ja, inoffiziell werden dir die Sachbearbeiter zu verstehen geben, dass du sie bitte um Gottes Willen nicht mit solchem Kleinkram belaestigen sollst. So ging es jedenfalls mir vor vier Jahren.