Beiträge von TeeKay

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    Original von mexx
    Die Geldmenge kann gar nicht fallen,wo denn,die wird höchsten verschwiegen,
    oder besser gar nicht mehr angeben!Wer will den das kontrollieren.Wenn Deutschland
    mal so schnell 40 Milliarden von Russland zurückgezahlt kriegt,so verschwinden die
    doch irgend in einem weitern Schuldenloch


    Und genau damit ist das Geld verschwunden. Getilgte Kredite senken die Geldmenge.
    Wenn du verstanden hast, dass Geld nur durch Kredite geschoepft wird, solltest du auch verstanden haben, dass es durch Schuldtilgung vernichtet wird.


    Und zu HIghtekki: Dein Szenario schliesst Geldentwertung ueberhaupt nicht aus, es ist nur der Anfang bzw. koennte es sein. Was du beschreibst ist Deflation. Geld ist gegenueber allem anderen im Vorteil, was dazu fuehrt, dass irgendwann gar kein Geld mehr umlaeuft. Reihenweise gehen Firmen und auch Banken pleite. Das sollte dann der Punkt sein, an dem der Staat spaetestens einspringt und massiv Geld ins System pumpt. Durch einfaches Gelddrucken geht das derzeit noch nicht. Der Staat muss Kredite aufnehmen und damit dann z.B. gigantische Infrastruktur- und Sozialprojekte finanzieren, um Geld ins System zu bringen. Koennte der Beginn des Buergergeldes sein.
    Bei diesem Szenario werden 50, 60 Mrd Neuschulden pro Jahr nicht ausreichen, eher 500, 600 Mrd. Das fuehrt dazu, dass Geld nicht mehr gegenueber Waren/Dienstleistungen im Vorteil ist. Wer es bisher also hortete, wird es schnell ausgeben wollen. Und das kann Inflation > den jetzigen 2% ausloesen, selbst wenn die Geldmenge durch die zahlreichen abgeschriebenen Kredite in der Deflationsphase insgesamt nur genauso hoch ist wie vor der Krise - denn jetzt stroemt alles Geld auf einmal auf den Markt.


    Aber wie auch immer: es gibt zig Moeglichkeiten, und am Ende wird man feststellen, dass die Krise ganz anders war als alle dachten. Z.B. ein Reaktorunfall im Herzen Europas mit den angeblich so sicheren AKWs. Oder ein Chemieunfall, bei dem nicht nur der Rhein vollstaendig abstirbt, sondern auch noch eine Grosstadt vollstaendig evakuiert werden muesste. Oder ein Vulkanausbruch (Meteoriteneinschlag) mit anschliessendem nuklearen Winter und Hungersnoeten auch in der westlichen Welt. Das alles kann in 5min passieren - und niemand (auch nicht die zustaendigen Stellen des Bundes) hat irgendwelche Szenarien zur Krisenbewaeltigung entwickelt.
    Das System koennte aber auch schon so nervoes sein, dass es gar keines grossen Ausloesers bedarf. Da suchen hier alle nach dem grossen Tyrannosaurus, der mordluesternd durchs System stampft, obwohl der sich einrollende Igel voellig ausreichen kann.

    Zu den Listenpreisen werden sowieso nur unberuehrte Muenzen zurueckgenommen. Denn die meisten Kaeufer wollen, weshalb auch immer, nur unberuehrte Ware.

    Koennte auch einfach sein, dass ProAurum ne wesentlich groessere Nachfrage nach Silberunzen hat, als sie kurzfristig liefern koennen. Und angesichts der ProAurum-Verkaufspreise kann man sich dann auch grosszuegigere Ankaufkurse leisten. Immer noch besser, als Kunden an die immens preisguenstigere Konkurrenz zu verlieren. Guck dir doch mal an, was man bei ProAurum fuer einen Maple zahlt: 13,80.

    Es dauert wenige Tage, bis etliche Behoerden ganz legal Kontenlisten abrufen konnten. Was meinst du, wieviele Tage es dauert, bis Banken auch saemtliche Transaktionen aushaendigen muessen, zurueckreichend bis vor 10 Jahren?
    Wenn ich davon ausgehe, irgendwann enteignet zu werden, ist es sehr naiv, mich mit dem Gedanken zu beruhigen: "Die duerfen ja meine Ueberweisungen nicht abrufen."


    Die Gefahr liegt sowieso nicht bei den Konten, sondern bei den Rechnungen, die Haendler zehn Jahre lang aufbewahren muessen. Wenn ich den Produzenten von Eisenbahnschienen suche, dann fang ich nicht am Bahnhof an und laufe den Schienen nach.

    LeFabrizio: Bei dir wars wenigstens nur am Telefon. Als ich ne neue EC-Karte beantragen wollte (eine Sache von Sekunden), hat die Tante gesehen, dass ich knapp 10.000 EUR auf dem Girokonto hatte. Prompt war mein urspruengliches Anliegen komplett vergessen. Sie drehte sich herum, oeffnete den Aktenschrank, zog irgendeine Mappe hervor und fing voellig ungefragt an, mit mir einen Sparplan aufzustellen. "Wieviel Geld geben Sie fuer Ihre Lebenshaltung aus?", "Versicherungen?" etcblabla, am Ende sollte dann ein Betrag herauskommen, den man in die attraktiven Anlageprodukte der Bank investieren koenne.

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    Original von i.A. Deutelmoser
    A propos Verkauf: Ich dachte, dass ich, egal ob ich 1 Uz oder 500g verkaufe, mich immer ausweisen muss.


    Ausweisen muss man sich ab 15.000 EUR. Wenn das irgendein Haendler anders handhabt, geht man eben zum naechsten.


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    Oder wo kann ich anonym verkaufen, irgendwo auf dem Schwarzmarkt? Ist doch auch riskant, oder nicht?


    Du bekommst Geld in die Hand und der Ankaeufer weder deinen Namen noch deine Adresse. Wo siehst du da Risiken?


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    Das Hauptproblem bei Barren sehe ich darin, das jeder Barren seine eigene Nummer hat. Somit kann das Finanzamt beim Verkauf rausfinden, wann der Barren gekauft wurde. Sehe ich das richtig???


    Gibt genuegend Barren ohne Nummer. Abgesehen davon, wen interessiert, wann der Barren verkauft wurde? Dann weiss das Finanzamt, dass Degussa am 1.1.2000 den 1000g Barren 123456 an die Deutsche Bank verkaufte. Na und? Vielleicht schreibt die DB auch noch auf, wann er weiterverkauft wurde. Bloederweise verliert sich da dann aber auch die Spur, da am 1.1.2000 der Barren weniger kostete als 15.000 EUR und damit anonym verkauft wurde.


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    Wo kaufen eigentlich Profis wie ihr die Münzen/Barren? Ist Proaurum aus eurer Sicht nicht optimal?


    Da wo es billig und anonym ist. Vielleicht nicht vom Penner unter der Bahnhofsbruecke, koennte ein verdeckter Ermittler oder jemand sein, der dein Geld will, aber keine Ware liefern moechte.
    Aber wenn mir der 75 jaehrige Muenzenhaendler aus der Eigenheimgasse 12, ganz am Ende der Sackgasse, sein Gold unter ProAurumkurs und anonym verkauft, dann nehm ich sie von ihm.

    Vorteile:
    - Wenn du 250g nicht bezahlen kannst, bringt dir der geringere Spread nichts. Du koenntest sparen, bis es fuer 250g reicht, aber der Goldpreisanstieg duerfte hoeher sein als der geringere Spread.
    - Wenn du in kleineren Betraegen Gold abstossen willst, bringt dir der 250g Barren nichts. Noch bleibst du damit unter der 15.000 EUR Grenze, aber das muss nicht so bleiben. Es sagt dir auch niemand, dass die Grenze nicht naechstes Jahr schon bei 1500 EUR liegen wird.
    - Bullionmuenzen werden auf der ganzen Welt angekauft, einen Degussa Barren wirst du ausserhalb Deutschlands nicht so problemlos verkaufen koennen.
    - Niemand zwingt dich, an Banken/Handelshaeuser zu verkaufen. Hier im Forum erhaelst du fuer einen Kruegerrand mehr als bei ProAurum.

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    Original von Misanthrop
    TeeKay
    Du nimmst also ernsthaft deutsche Goldeinzelhändler als Maßstab? ?(
    Rekordniveau? Bloss weil mal ein paar Kilos über den Tresen gegangen sind? ?(
    Icfh glaube, da stimmt irgendwo die Relation nicht.


    Genau das tu ich. Der steigende Preis, die steigende phsyische Nachfrage bei deutschen Goldeinzelhaendlern, die wieder sinkende Leihrate - du brauchst sicher noch ein amtliches Dokument, das dir die Zusammenhaenge bestaetigt.

    Ich stells mir grad vor: Du rennst mit gefuellten Taschen, 200m hinter dir der Mob mit Aexten, Schlagstoecken, einer laed staendig seine Schrotflinte nach und schiesst (was auf die Entfernung aber nichts bringt), ploetzlich stolperst du in deiner Todesangst. Hunderte 1g Plaetzchen verteilen sich auf der ganzen Strasse. Sie sind so winzig, dass der Wind sie hinfort weht. Neben dir rennt dein Nachbar, einen Standardbarren in der Hand. Er stolpert ebenfalls, hebt den leicht verbeulten Barren aber wieder auf und rennt weiter. Waehrend du panisch deine 1g Barren zusammenklaubst, ist der Mob da und zermatscht dir deinen Kopf.


    Oder Szenario 2: Du kommst auf dem Bauernhof an und willst fuer einen 1g Barren ein Steak kaufen. Der Bauer weiss aber, dass das Gesetz nichts mehr gilt und ersticht dich. Die 1g Barren halfen dir nicht weiter.


    Ergo: wer mit Fluchtszenarien rechnet, braucht weder Silber noch Gold in kleinen Einheiten. Eher eine G-Klasse der Beschussklasse B6/B7, ausreichend Benzin (gibts naemlich trotz 4t Gewicht nur als Benziner), Handgranaten, Sturmgewehre, schussichere Westen und die Hoffnung, dass dich der Panzer an der Schweizer Grenze nicht wegpustet oder du mangels genuegend Kapital ausgewiesen wirst.

    Vermutlich war das Kaufinteresse bei den niedrigen Kursen wesentlich hoeher als erwartet. Dafuer sprechen die schon wieder sinkenden Leihraten. Das Leihinteresse ebbte also genauso schnell ab wie es anschwoll, weil man feststellte, das das geshortete Gold fuer Kursrueckgaenge nicht ausreichte.


    Dafuer sprechen die Berichte von Westgold und ProAurum, die beide Kauforder auf Rekordniveau anzeigen. Das Interesse an phyischem Gold scheint also eher zuzunehmen, statt abzunehmen, trotz aller negativen Berichte in den Medien, trotz stark gesunkenem Kurs in den letzten Wochen.


    Wenn also Bank xyz 250t shortet und der Kurs steigt, kann sie entweder nochmal 250t nachschiessen (mit dem Risiko, dass es auch nichts hilft), oder ihre Shortposition wieder eindecken (und damit den Kurs nochmal anheizen).

    100 Unzen Silber sind aber weit guenstiger als 100 x 1g Gold. eBay schoen und gut, aber auch dort gibts die 1g "Barren" nicht zum Kilopreis, schon gar nicht inkl. Versand. Damit sich das ganze auch nur ansatzweise lohnt, muesste man schon einen Anbieter finden, der dutzende Barren als Paket anbietet.
    Und die Handlichkeit ist auch egal, da man nicht 100 Unzen Silber bei sich tragen muss.

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    Original von clarius


    Diesen Zusammenhang habe ich nicht verstanden. Kannst du das bitte etwas näher erläutern? (Und keine Ausreden, ich weiß, du kannst das! :)


    Irgendjemand leiht sich grosse Mengen silber fuer 1-3 Monate. Die verkauft er sofort, drueckt damit den Silberpreis sofort sehr stark, kauft das Silber innerhalb der 1-3 Monate zum gedrueckten Kurs zurueck, gibt sie dem Verleiher.
    Kann mehrere Gruende haben:
    1. Er will seine Shortpositionen zum niedrigeren Kurs eindecken, also Verluste begrenzen.
    2. Er glaubt, Silber sei schwach und schnell aus der Ruhe zu bringen. Also shortet er in der Hoffnung auf Gewinne.
    3. Die Verschwoerungstheorie: er will allen Kleinanlegern, die in den letzten Monaten einstiegen, zeigen, wie gefaehrlich Silber im Vergleich zu Aktien, Anleihen, sonstwas ist. Also wird versucht, den Kurs moeglichst weit zu druecken in der Hoffnung, dass all die, die bei 12-15 Dollar einstiegen, spaetestens bei 11 wieder verkaufen.

    Du hast vergessen, die 1,5 Bio durch 500 EUR zu teilen. Trotzdem kommt man auf andere Werte. Bei 1,505 (weitere Nachkommastellen in der Berechnung beruecksichtigt, aber hier nicht angegeben) Bio EUR Schulden kommt man auf eine Hoehe von 361,21km und ein Gewicht von 3556,93t


    Zum Goldgehalt der Meere zitiere ich mal Goldseiten:
    "Das Ergebnis war und blieb für Haber niederschmetternd. Der Goldgehalt der Proben aus der Bucht von San Francisco lag im Mittel bei 0,01 mg Gold pro Tonne Seewasser, der höchste Einzelwert bei 0,055 mg Gold. Im Eismeer wurde im Durchschnitt 0,047 mg Gold gefunden, und die Proben von der Meteorfahrt hatten einen Durchschnittsgehalt von 0,008 mg in der Tonne Seewasser mit einem höchsten Einzelwert von 0,044 mg pro Tonne."

    Der durchschnittliche Jahreskurs ist die Summe aller Einzelnotierungen geteilt durch die Anzahl der Einzelnotierungen. Kauft man also zweimal taeglich zum London Fixing Kurs, hat man das Gold zum Jahresdurchschnittspreis gekauft. Das heisst natuerlich nicht, dass man auch mit weniger Kaeufen auf den Durchschnittspreis kaeme, es ist aber sehr viel schwieriger.

    1987 und 88 gabs offiziell 50 ECU aus 900er Gold, die Auflage betrug allerdings ueber 1,5 Mio Stueck. Einen Sammlermarkt duerfte es also nirgendwo dafuer geben, das Ding sollte zum Goldwert gehandelt werden.

    Wie moechte man ueberhaupt den Wertzuwachs einer Anlageform bestimmen? Am DAX festmachen? Gibt genuegend Fonds, die schlechter abschnitten (und wer bildet schon den DAX nach?). Die Rendite von Versicherungen haengt auch von zig Faktoren ab. Selbst Gold hat mal eine hoehere, mal eine niedrigere Rendite, je nach dem, in welcher Waehrung man rechnet.
    Die Frage wuerde also Interpretationsspielraeume eroeffnen. Und wo interpretiert werden kann, verfaelscht es die Umfrage.


    Bestes Beispiel: "Sind sie fuer mehr oder fuer weniger Reformen?" Diese Umfragen kommen regelmaessig zu dem Schluss, dass die Arbeitnehmer zu 80% dafuer sind, ihre Arbeitszeit zu verlaengern, den Lohn zu senken, die Urlaubszeit zu verkuerzen, unbezahlte Ueberstunden zu leisten, den Arbeitgeberbeitrag zu senken, die Arbeitslosenunterstuetzung weiter zu kappen, die Praxisgebuehren zu verdreifachen, jederzeit ihren Wohnort aufzugeben, um dem Arbeitgeber durch ganz Europa zufolgen, ihren morgigen Dienstplan erst um 3:00 am Morgen zu erfahren und sich am zurechtgerechneten Verlust ihres Arbeitgebers zu beteiligen.
    Ich moechte aber mal vermuten, die Antwortenden stellen sich unter Reformen etwas ganz anderes vor als die Fragesteller.