@Nachtwächter:
Es ist ja mal wieder Wochenende, und da habe ich mich mal wieder "Numismatisch",
ist so ähnlich wie "Musikalisch" betätigt.
Erst mal zu den "Gelbfüsslern" - wo kommt eigentlich der Ausdruck her ? Nach Wiki..
geht diese Bezeichnung lange Zeit zurück, aber die überwiegende Meinung ist, daß
das von den hellen Ledergamaschen der Badener Truppen im 18.und 19. JH kommt.
Aber egal, die Goldmünzen sind natürlich schön und vor allem recht selten, vor allem
manche der 10 Mark Stücke. Trotzdem steht da "Großherzog von Baden" drauf und
nicht "König", daher passen sie nicht so richtig zu meinen Bayern, Preussen und
Württembergern, welche ja alles Könige oder sogar Kaiser waren.
Jetzt noch weitergehend, was auch an anderer Stelle hier im Forum angesprochen
wurde, die Schmidt-Hausmann Nachprägungen (Fälschungen), welche ja auch teilweise
selbst von Banken und Händlern als ORIGINAL verkauf wurden bzw. noch werden.
Wer sich nicht sicher ist, es gibt zertifizierte Sachverständige, welche entsprechend
seltene Münzen begutachten und zertifizieren, z.B. Guy Franquinet in Crailsheim und
auch einige Münzhändler.
Jetzt zwei Bilder von 10 Mark Friedrich III - König von Preussen und Deutscher Kaiser.
Die linke Münze in rötlichem Gold ist ECHT, rechts in gelblicherem Gold Schmidt-Hauss-
mann. Ausserdem hat die S-H. Münze so gut wie keine Umlaufspuren, da erst in den
1960-er Jahren geprägt !
Maße der Münzen: S-H.: D = 19,56 mm, d = 1,0 mm, P = 3,975 g, Leg. 917/1000
original: D = 19,54 mm, d = 1,0 mm, P = 3,970 g, Leg. 900/1000


Später am Nachmittag noch was mehr über Umlauf- bzw Gebrauchsspuren von alten Goldmünzen,
welche noch Kurantmünzen bzw. Handels-Goldmünzen waren (bis ca. 1920) .