Beiträge von Heike_Katrin

    Bemerkenswerter als den Preis finde ich die geringe Auflage der neuen 100 Euro-Münze. Wenn man bedenkt, dass im Jahre 2002 mit 500.000 gestartet wurde, dann finde ich 66.000 schon fast eine Sammlerauflage.

    Sind die Deutsche ärmer geworden und könne sich kein Gold mehr leisten oder sind sie schlauer geworden und kaufen keine vermeintlichen Sammlermünzen in einer Massenauflage mehr?

    Ich denke, da kommt vieles zusammen. Viele Deutsche sind durch die hohe Inflation tatsächlich ärmer geworden. Und der Goldpreis spiegelt diese Inflation durch Rekordnotierungen besonders beeindruckend wider. Andererseits sind viele Anleger auch einfach schlau, denn dann greift man bei Sonderangeboten beherzt zu und hält sich bei zumindest gefühlten Mondpreisen merklich zurück.


    66.000 ist sicherlich eine für die deutschen Goldeuros vergleichsweise geringe Auflage. Vergleicht man dies allerdings mit der weltweiten Auflage von z.B. Lunar III Goldmünzen (1 oz bei 30.000 Stück, Halbunzer deutlich darunter) relativiert sich das schnell. Oder z.B die Britannia 2023 mit dem gekrönten Charles (Prägelimit 10.000 Stück). Dann hat man eine international bekannte Standardunze mit überschaubarer Auflage und auch ohne Phantasieaufgelder bei Erstausgabe.

    wow [smilie_blume] .....das beeindruckend


    Auf der diesjährigen WMF konnte ich an einer Hand abzählen wieviel Jugendliche sich für das Thema interessieren

    Mal schauen. Wenn sich jetzt viele junge Kryptojünger die Finger verbrennen, bei Bitcoin, aber erst recht bei den so angesagten Alt- und Meme-Coins, könnte ein Nachdenken einsetzen. Unter Umständen auch bei den sparplanenden MSCI-World Investoren, denen nach einem Crash der hochgejazzten Techaktien dämmern könnte, dass ein bisschen mehr Diversifikation des eigenen Portfolios, u.U.auch mit Edelmetallen, vorteilhaft sein könnte.


    Und ansonsten: mehr solche weisen Opas (und Omas) braucht das Land.

    Es ist ein Staatsbetrieb, da muss praktisch niemand um seinen Arbeitsplatz bangen und Kundenorientierung ist dort bestenfalls ein Lippenbekenntnis.


    Amt für Münzhandel, das trifft es. ^^


    Aber ehrlich gesagt, dieser ganze Betrieb stellte in den zurückliegenden knapp 25 Jahren ein einziges Verlustgeschäft für den Steuerzahler dar. Gut zwar für die Anleger, aber so wurde eben auch Volksvermögen zu Billigpreisen verramscht. Jedenfalls in der Nachschau.


    Für das Jahr 2025 wird sich dies noch erweisen müssen, aber bei diesen Kursen und bei diesen Preisen wird wohl nicht mehr allzuviel Bundesbank-Gold den Besitzer wechseln.

    Gold gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten – doch lohnt sich Gold noch als Investition?


    All das erfährst du in der ersten Folge von 50k mit Naïma Kunze auf dem YouTube-Kanal von ARD-


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    Das hatte ich mir schon gestern angeschaut.

    Die lustige (?) Oma taucht ein bisschen oft in dem Video auf und der Dreh ist wohl auch eher für interessierte Laien gedacht. Das allerdings in einer derart betulichen Art und Weise, die eher an betreutes Fernsehen erinnert. So hat auch einer in den Kommentaren angefragt, ob er hier beim Kika-Sender gelandet sei. Ich kann mich dem leider nur anschließen. ^^

    Aus einem Newsletter von NZZ (siehe unten):


    Was heißt das für Gold? Die Abwertung des USD wird wohl weitergehen. Wo ist der Stopp? Bei 1,20 oder 1,50? Dann helfen natürlich auch die zu erwartenden Goldpreissteigerungen uns nur sehr bedingt. Klar ist, wenn der untenstehende Trump-Plan kommt, gibt es noch einmal einen ordentlichen Schub für den Goldpreis, denn wenn vom Ausland gehaltene US-Staatsanleihen auch noch mit einer Strafsteuer (oder nennt man es „Verwahrentgelt“?) belegt werden, liegt nichts näher, als ein Umtausch in Gold.


    So richtig durchdacht scheint das alles nicht zu sein. Wer soll die gigantischen US-Schulden dann sonst finanzieren? Und zu welchem Zins? Die Zinsen können dann ja eigentlich nur weiter steigen und dies ist genau das, was Trump auch nicht will.


    USA planen Gebühren für Währungsreserven in Dollar
    Das ist passiert: Die amerikanische Regierung plant, ausländische Besitzer von amerikanischen Staatsanleihen wie Staatsfonds oder Zentralbanken mit einer Nutzungsgebühr zu belegen. Weil die Welt den Dollar als Reservewährung benutze, sei dieser konstant überbewertet und schade so der amerikanischen Wirtschaft. Deshalb sollen Inhaber von Währungsreserven diese Kosten kompensieren. Dies würde auch die Schweizerische Nationalbank vor ein Dilemma stellen. Zum Bericht
    Darum ist es wichtig: Der Topf, den die US-Regierung damit anzapfen könnte, ist riesig. Insgesamt befinden sich amerikanische Schatzpapiere im Umfang von 9000 Milliarden Dollar in ausländischen Händen. Der grösste Gläubiger ist Japan, die Schweiz liegt mit 300 Milliarden Dollar auf Rang zehn. Neben den Nutzungsgebühren dürfte der Schweizerische Nationalbank auch Sorgen bereiten, dass die USA den Dollar abwerten wollen – und damit die Reserven entwerten würden.

    Schlechte Wirtschaftsdaten, tendenziell rückläufiges Zinsniveau (jedenfalls ist dies das Ziel von Trump) sowie starkes Anziehen der Inflation durch Weiterreichen von Zöllen und generell Deglobalisierung. Mit anderen Worten: Stagflation. Das ist eigentlich das Idealszenario für Gold. Auch das exzessive Schuldenmachen in der EU und angedacht auch bei uns müsste den Goldpreis befeuern. Brauchen wir nur etwas mehr Geduld (von den Minen rede ich mal lieber gar nicht) oder befinden wir uns auf einem Holzweg?