Beiträge von Luderitz

    Brasilien hat am 16. September sein Gesetz über kritische und strategische Mineralien in Kraft gesetzt – ohne Vetos, und mit dem Dekret zur Einsetzung des zuständigen Rats am selben Tag. Für alle, die Explorer mit Brasilien-Bezug verfolgen (Meteoric, Viridis, Brazilian Rare Earths, Rare Earths Americas, Canamera u. a.), sind zwei Punkte entscheidend, die in den Schlagzeilen untergehen:


    1. Explorationsgenehmigungen für kritische Mineralien laufen künftig nach einer festen, nicht verlängerbaren Frist von zehn Jahren automatisch aus – ohne Abschlussbericht ist der Titel weg.

    2. Freigewordene Gebiete müssen innerhalb von zwei Jahren von der Bergbaubehörde ANM versteigert werden.


    Dazu kommen ein Garantiefonds von bis zu 2 Mrd. R$, Steuergutschriften (2030–2034) nur für in Brasilien gegründete Gesellschaften, eine F&E-Pflicht für Produzenten, von der die Hälfte über brasilianische Junior-Gesellschaften laufen muss, und ein dem Präsidialamt unterstellter Rat, der Kontrollwechsel und wesentliche ausländische Beteiligungen prüft. Tausende Seltenerd- und Lithiumtitel haben damit ein Ablaufdatum – und Halter ohne Kapital werden verkaufen, ausfarmen oder verlieren.


    Transparenzhinweis: Ich bin Gründer von NEUROBRAS (São Paulo) und baue eine brasilianisch kontrollierte Explorationsgesellschaft auf, die das gesamte Register datengetrieben screent. Eine ausführliche Einordnung des Gesetzes steht, auch auf Deutsch, im Blog auf neurobras.com; Links setze ich hier als neuer Nutzer bewusst nicht. Fragen zum Gesetz beantworte ich hier gern.