Zwei Präzisierungen zu meinem Beitrag #138, nachdem ich den amtlichen Gesetzestext durchgearbeitet habe.
Erstens die Fundstelle: Es handelt sich um das Gesetz Nr. 15.506 vom 16. September 2026.
Zweitens die F&E-Pflicht. Ich hatte geschrieben, die Hälfte müsse über brasilianische Junior-Gesellschaften laufen. Genauer ist: Art. 36 sieht vor, dass 50 % der Mittel von den Produzenten selbst eingesetzt werden und 50 % über Partnerschaften – wahlweise mit Junior-Gesellschaften, mit dem nationalen Forschungsnetzwerk RNMCE oder mit weiteren vom Rat benannten Einrichtungen. Junior-Gesellschaften sind also eine von drei Möglichkeiten, keine reservierte Quote.
Ergänzend eine Meldung von gestern: Die Entwicklungsbank BNDES hat am 17. September im Rahmen des Programms „Brasil Soberano“ 2 Mrd. R$ ausdrücklich für die Wertschöpfungskette kritischer Mineralien reserviert – zu 3 % p.a. für Investitionen, Anträge bis Ende 2027. Das ist der günstigste Satz des gesamten Programms; Betriebsmittelkredite liegen dort bei 8,3 bis 9,8 %.