Antarius
Was ich in dem John Embry Artikel nicht verstehe: wieso geht er von steigenden Minenaktien aus, wo sich jetzt erst gezeigt hat, daß in einer Krisensituation, alle Papiere unter Verkaufsdruck geraten. Und es wird wohl noch weitere Krisentage geben. Er geht ja selbst davon aus, daß die Krise nicht vorbei ist. Magischerweise werden aber dann die Minenaktien steigen, obwohl sie jetzt geprügelt wurden? Wieso?
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Und im selben Artikel spricht er ja sehr wohl davon, daß der jetzige Goldpreis die Förderkosten kaum deckt. D.h. die Förderung einer Unze Gold, die im Boden steckt, kann natürlich ein Verlust sein. Somit ist eine Aktienbewertung von 10$-20$ pro Unze im Boden, alles andere als absurd, wie er suggeriert.
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Und daß es viel besser für die Minen aussieht, wenn der Goldpreis steigt - no na! Da kann ich aber genauso einen Differenzkontrakt auf den Goldpreis long nehmen und verdiene ein Vielfaches, WENN er steigt.
Sehr gutes Posting, Schiller!
Erstmal, die meisten Leute haben hier, mangels eigener unternehmerischer Erfahrung, keine Ahnung von betriebswirtschaftlicher Kalkulation und wie niedrig man Assets teilweise bewerten muß! - ich hab' z.B. als (noch) Verleger zig unverkaufte Bücher rumstehen, da könnte ich auch Verkaufspreis x Stückzahl als "Wert" nehmen, ungeachtet Steuern, Vertriebskosten, Werbung, Tantiemen, Rabatte, eigene Unternehmenskosten, ob die Bücher überhaupt mal verkauft werden, Abzinsung, und was so alles anfällt.
Ferner ist hier der Zirkelschluß sehr beliebt: Gold/Silber ist zu billig, lohnt sich beim gegenwärtigen Preisniveau nicht zu fördern -> der Goldpreis muß steigen -> die Minenaktien werden steigen.
Der Goldpreis muß gar nichts, leider, und das ist vielmehr ein Argument für die Überbewertung der Minenaktien!
Umgekehrt, ich sage es hier seit 6-12 Monaten, bei den Minen ist ein zukünftiger Gold-/Silberpreisanstieg eingepreist, der beim Gold/Silber "selbst" nicht eingepreist ist
- oder wie Du es eben sagst, wenn man vom Anstieg ausgeht, besser das Metall selbst bzw. (ersatzweise ...) Kontrakte.
Man muß sagen, daß der Artikel vom Embry bester Banker-Brainwash ist, auf den leider leider viele User hier reinfallen, seit Monaten und Jahren. Die Banken sind ja auch nicht sooo doooof! Sie haben die "Gold"seiten schon längst gehijackt, machen hier fette Werbung für ihre Produkte, Minenaktien, Minenfonds, Zertifikate, verdienen die Banken überall dran, Loserfonds wie der viel beworbene von Bergold ("Inflationsschutz" mit minus 50% in den letzten Monaten, aber "rechtzeitiger Wechsel der Assetklassen"
), Rohstoffzertis und noch und nöcher wird auf "Gold"seiten und "Rohstoffspiegel" des PPT-Mitarbeiters Riemer beworben.
Zweck wie überall:
Die Lemminge vom einzig richtigen - Investition ins physische Gold! - abbringen, selber noch ein nettes Geschäft machen, zumindest über Gebühren, immer das Locken mit der Gier (Renditen), nur wenige sind da resistent z.B. Mesodor oder Wassergeist, und die beiden Hauptzwecke:
a) die Gold- und Silberbugs mit dem Lockmittel "Mineninvestition zum schnellen Reichtum
" um ihr Vermögen zu bringen - ein ansonsten "unkontrolliertes" Vermögen, welches potentiell bedrohlich ist für die Bänkerswelt
b) und das Vermögen der Goldbugs noch "für sich selbst" arbeiten zu lassen, indem per Investitionen in völlig unökonomisch operierende "Juniorminen" das Gold- und Silberangebot künstlich erhöht und der Gold- und Silberpreis damit gedrückt wird. Und zwar ganz ohne die hier oft beklagte "Manipulation".
Schiller, ich rede das seit vielen Monaten hier, aber
vergeblich und mache mich allenfalls unbeliebt in diesem - leider auch - Lemmingforum.
Welches sich schon viel siegessicher wähnte, statt einer Abwehrschlacht (im Moment stehen wir unter Druck!) lieber den dritten Schritt vor dem ersten (Gold kaufen!) machte, usw.