...möchte hier zu einem Posting von @Nebelparder in einem anderen Faden Stellung nehmen:
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Wenn, was anzunehmen ist, jemand oder eine Institution beauftragt ist, den Goldpreis so gut wie möglich zu kontrollieren, so denke ich , ich hatte das auch schon ausführlicher thematisiert, wäre es sicher naiv zu glauben, dass die Minen als indikativer Faktor/Sektor des Metallsegmentes, von manipulativen Eingriffen (Short-selling) verschont bleiben sollten. Die Minen sind ein entscheidender Faktor für die 'Stimmung' im Gold/Silber-Lager und gleichzeitig was die Kapitalisierung anbelangt, ein Fliegenschiß im Investment-Universum. Hier kann man mit (relativ) bescheidenen Mitteln wirklich viel aus- und anrichten. Ich tendiere stark zu der Annahme , dass via Short-Selling im Minen-Bereich Goldpreismanagement betrieben wird.
Ich glaube allerdings nicht, dass die dadurch zu beobachtende Underperformance der Minen Indikativ für einen tiefen Rutsch des ganzen Metallsegmentes ist. Im Gegenteil, glaube ich, dass diese Taktik/Technik nicht erst neuerdings betrieben wird. An manchen Stellen , wo der 'gesunde Investment-Verstand' eine bessere Performance der Minen erwarten lassen würde und diese ausbleibt, werden solche 'Ein/Angriffe' eben offensichtlich.
Werfen wir doch mal einen Blick auf das Verhältnis Minenkurs zum Goldkurs. Im Chart unten das Ratio, darüber als Linienchart der Goldpreis und der Minenindex XAU:
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Man konnte ausufernde relative Stärke der Minen zwischen Dez '16 und Februar '17 sehen. Dann eine lange Phase eines preislichen Gleichlaufs zwischen Minen/POG . Das Ratio lief hier mit einer gewissen Amplitude seitwärts zwischen der Unterstützung (0,0635) und der 200 Tage Linie. Zuletzt (die letzten Tage) wurde das Ratio durch die Unterstützung gedrückt. ![]()
Ob dies zwingend auf weitere Schwäche im ganzen Metallsektor hindeutet ? Ich weiß es nicht. Bezweifle es aber. Ein Blick auf den 5 Jahres-Wochenchart zeigt einiges:
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1) einen doch sehr synchronen Verlauf von Goldpreis und Minen (Oben)
2)Die Signifikanz der Unterstützungszone im derzeitigen Ratio-Bereich
3)Dass wir an der Stelle charttechnisch nach wie vor Unterstützung erwarten dürfen und nicht signifikant unter die Unterstützungszone gefallen sind.
4)Vor dem (MASSIVEN!!) Ausbruch der Minen im Januar 2016 zeigten die Minen auch alles andere als relative Stärke.
Relative Stärke der Minen scheint mir seit vielen Jahren nicht die Regel zu sein, eher das Gegenteil !
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Hier im Monatschart seit 2000 zu sehen, dass die Minen bis auf zwei Ausnahme-Ausverkaufs-Ereignisse (grüne Pfeile) während des gesamten Bullmarktes bestenfalls kongruent tendenziell aber eher underperformen.
Und wenn wir den Chart ganz aufziehen, also die ganze (verfügbare) Historie betrachten...
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...dann ist zu sehen, dass es schon eines ziemlich guten Timings bedurfte um die Phasen in denen Minen den Goldpreis outperformten zu 'erwischen'.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir früher oder später zurück in den langjährigen Ratiobereich zwischen 0,175 und 0,350 gelangen werden (Reverse to the mean). Und wenn nicht ? Dann bin ich falsch gelegen. ![]()