Moin moin,
habe diesen Artikel im Gelben geschrieben.
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Moin moin,
John Mauldin führt in einem für Goldseiten übersetzten Text aus, warum er von
einem über viele Jahre steigenden Dollar ausgeht. Er kann sich einen Anstieg
des US$ Indexes von aktuell 85 auf 120 in 6 bis 7 Jahren vorstellen.
Was mache die Fed bei niedriger Arbeitslosenrate und niedriger Inflation?
Ein starker $ ermögliche es Japan und der Eurozone ihre Deflation in die USA
zu exportieren. - Das lasse keinen Platz für einen Anstieg der US Zinssätze.
Im zweiten Teil seiner Betrachtungen geht er genauer auf das Yen/Dollar Verhältnis ein.
Wenn der Yen die Hälfte seiner langfristigen Verluste gegen den Dollar
wieder wett mache, stehe er bei ca 200 Yen/Dollar.
In Europa stehe Draghi unter politischem Druck. Man habe dort dysfunktionale
Märkte mit negativen Zinsen. Falls es dort eine Trendwende gäbe, wäre der US$
die Fluchtwährung + steigende US-Bonds.
Das größte Problem sieht er aber in Ländern die sich mithilfe von
Dollarcarrytrades finanziert haben. Das betrifft nicht nur China. Die
Billionen des quantitativen Lockerungsprogramms seien über Hedgefonds in
alle Winkel der Welt geflossen.
Eigene Bewertung:
Damit erweist sich jetzt die billige Liquidität als schleichend wirkendes Gift.
Wie der Schuldner Sklave der Bank ist, so bringen Dollarschulden für Investitionen
spätestens bei einem steigenden Dollar die Schuldner in sehr große
Schwierigkeiten.
Wir hatten schon den Yen Carrytrade und speziell in Osteuropa den sFr Carrytrade.
Ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung planvoll herbeigeführt wurde.
John Mauldin geht bei einem starken Dollar von sinkenden Rohstoffpreisen aus.
Insbesondere die Ölpreise sollten unter Druck kommen. Die positive Entwicklung
am US Arbeitsmarkt sei ausschließlich der boomenden Ölindustrie in Texas zu
verdanken. Die komme bei 70 oder gar 60$/Barrel aber unter Druck.
Ab 2030 sieht er dann einen boomenden Aktienmarkt.
Zu diesen Ausführungen passt ein Video, das vor kurzem ein anderer Forist
hier eingestellt hat. Es geht um die Abhängigkeit Russlands von
Kapitalimporten für langfristige Investitionen. Geschuldet ist dieses der
Kapitalflucht auch durch die staatsnahen Banken.
Eine sehr gute Analyse der aktuellen und kommenden Probleme Russlands.
(mit deutschen Untertiteln) - Diese Analyse gilt exemplarisch für alle Länder
mit entsprechenden Finanzierungsmodellen.
Folker Hellmeyer sieht in seinem Marktbericht vom 30.10.14 qualitative
Probleme beim Wachstum der US-Wirtschaft. Er hält eine Zinswende für
unwahrscheinlich.
Eigene Einschätzung:
Da diese Entwicklung für die USA die gewünschten Effekte - Schwächung
Russlands - haben wird, gehe ich davon aus, dass die US-Boys die Liquidität
knapp halten werden. Davon wird sie auch wirtschaftliche Not im eigenen
Land nicht abhalten; Hunger und Kriege in anderen Ländern erst recht nicht.
Die Märkte sind Psychologie, dahinter steckt aber Machtpolitik.
Diese Politik ist die Fortsetzung der wirtschaftlichen Zerstörung von Ländern,
wie bei " Economic Hitman - John Perkins" beschrieben.
Sie setzt nur nicht lokal an, sondern global.
VG Vatapitta ![]()