Beiträge von vatapitta

    Moin moin,


    wie meinst Du das?
    Möchtest Du darauf setzen, dass er Ende Juni noch Vorstand bei der DB ist?


    Ich vermute mal er wird viel Zeit brauchen um seine und die Verteidigung der DB gegen die
    Schadenersatzforderungen IKB und anderer Kläger zu organisieren.


    Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie schnell die Mühlen der Justiz mahlen.
    Sehen wir Hausdurchsuchungen bei DB und bei Ackermann ( mit Presse :D ), geht es ganz schnell.


    Ich hatte ja schon im Herbst gepostet, dass die Politik eine treulose Hure ist und in der größten Not
    ihre Vasallen ans Messer liefern wird. Nun scheint es soweit zu sein.


    Das ist gleichzeitig eine klare Aussage über die Lage der Banken im Allgemeinen und der IKB
    im Besonderen.


    Joe gibt einen guten Sündenbock. Die Treibjagd ist eröffnet. Auch die Gemeinden und Unternehmen,
    die bisher ihre Verluste aus Geschäften mit der DB aus Angst oder Scham verschwiegen haben,
    werden nun mutig zuschlagen.


    Für wahr er hat es sich ehrlich verdient!


    Die Ehre der ersten Großbankenpleite wird wohl ein anderes Institut haben.


    L.G.
    Vatapitta

    Moin moin coolhand,


    nicht nur bei den Großen brennt es mittlerweile lichterloh, auch viele kleine Banken stehen auf der Kippe.
    Sobald in den Staaten durch die Medien geht, dass durch Bankschließungen Einlagen verloren gehen,
    wird erst langsam und dann immer schneller der Bank -- Run dort beginnen.


    <http://zeitenwende.ch/klaus-si…reditkrise-naechster-akt/>



    Ich gehe davon aus, dass spätestens bis Ende April die erste Großbank über die Klinge gesprungen ist.
    Wo wir den nächsten Bank -- Run sehen, who knows?


    Bitte macht Euch die Mühe den ganzen Artikel von Klaus Singer zu lesen!


    L.G.
    Vatapitta


    Das hast Du schön formuliert. Ich vermute mal, dass die Frage eine andere ist ( sorry, habe die
    vorhergehenden Seiten nicht gelesen).


    Es gibt noch eine Menge Leute, die noch wenig oder gar kein EM haben und dem entsprechend auf
    einen günstigen Einstieg warten. Die zweite Gruppe, die diese Frage stellt, möchte die angefallenen
    Gewinne sichern und vor einer größeren Korrektur aussteigen, um unten(?) wieder nachzukaufen.


    M.E. sind wir zur Zeit nicht in einer Phase der Distribution, in der smarte Investoren Ihre Bestände an
    Dumme zu spät Kommende verteilen. Die Ankaufkurse bei Westgold und proAurum zeigen eher,
    dass Kleinanleger dort zu den gestiegenen Kursen ihre Gewinne realisieren.
    Letztlich wird es dem Großkapital egal sein, wie viel bedrucktes Papier es für eine Unze Gold
    erschaffen muss.


    Ich vermute, dass die Frage auf eine zwischenzeitliche Abschwächung des Goldpreises etwa wie in
    den siebziger Jahren von 200$ auf 100$ zielt.
    Wer weiss, was diesen Rückgang auslöste und welchen zeitlichen Rahmen er hatte?
    Wenn der Rückgang z.B. mit einem plötzlichen Ölpreisanstieg zusammenfiel, und die Notenbanken
    damals nicht mit Geldmengensteigerungen dagegen gehalten haben, wäre eine Abnahme der
    Liquidität der Auslöser gewesen. ??????


    Was könnte heute eine solche Liquiditätskrise auslösen?
    - massiv steigende Rohstoffpreise?
    - Im Wert verfallende Finanzassets?
    - Bankpleiten im großen Stile - weg ist das Buchgeld auf Spar-, Tagesgeld- und Girokonten?
    Zumindest das letztere wird die EM - Preise nicht unberührt lassen.


    Das wird allerdings niemandem, der dort hohe Beträge für den Einstieg gebunkert hat, etwas nutzen.
    Bei einer anschließenden Inflationierung kommen die Primary Dealer zuerst wieder an Liquidität und
    können die dann mangels anderer Zahlungsmöglichkeiten auf den Markt drängenden Edelmetalle
    billig einsammeln.
    Also bleibt nur mit ausreichender Liquidität für den Fall vorzusorgen und die EM zu halten.
    Bei der Absicherung des physischen Materials mit Puts, wettet man darauf, dass zuerst die EM Preise
    fallen bevor die Emittenten Pleite sind und man die Kohle rechtzeitig vom Konto holen kann.
    Für eine normale Korrektur ist eine Papierabsicherung dagegen attraktiv, da man zwar eine
    Versicherungsprämie bezahlt, aber seine EM nicht aus der Hand gibt.


    Ich hoffe, dass ich mit diesen Überlegungen nicht andere Postings wiederholt habe.
    Irgendwie habe ich jetzt auch einen Knoten im Gehirn, also verzeiht mir bitte Widersprüche und
    Unzulänglichkeiten.


    Viele Grüße
    Vatapitta

    Man kann sie ja verkaufen.


    Hi,
    ich habe gerade meine ersten Philharmoniker betrachtet.
    Die sind mindestens so hässlich wie die alte Frau auf der Rückseite des Ahorns.


    David stelle bitte die Libertad mit zur Abstimmung.
    Das ist eine tolle Münze und die Siegesgöttin wird auch nicht älter. ;)


    Ansonsten bitte weiter Maples.


    Viele Grüße
    Vatapitta 8)



    Hallo HeinzD,


    meine Wünsche habe ich noch mal in rot hervorgehoben, damit sie nicht so leicht übersehen werden. ;)



    Auf deine Fragen hat BAAL eine Antwort gegeben. : Die Angsthasen werden nicht die neue Elite. 8)


    Die Kühe geben weiter Milch, die Bienen sammeln weiter Honig u.s.w.
    Im übrigen kommt das, was wir daraus machen.
    Die, die den Kopf in den Sand stecken, richten voraussichtlich keinen größeren Schaden an. :D
    Je jünger Du bist, desto größer deine Chance auf einen Neuanfang.
    Es wird nicht gerecht und den meisten wird es schlechter gehen.


    Das einzige was sicher ist, jeder Tag, an dem der Betrug weiter geht, verschlechtert die Situation.


    Auf´s Recht haben kann ich gerne verzichten. Das nützt mir nichts und auch sonst niemandem.
    Ich beschreibe möglichst sachlich die Situation, damit Du rechtzeitig den Kopf in den Sand stecken
    kannst. Gut, dass nicht alle so handeln!


    Hier noch ein lesenswerter Artikel von Manfred Gburek.
    Der deutsche Bürgerkrieg
    <http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=6594>



    Alles Gute
    Vatapitta

    Moin moin,


    Archie-Verschnitt & HeinzD. Mir wäre wahrhaft wohler, wenn dieser Thread und dieses ganze Forum
    überflüssig wären!!!


    Seht Ihr eine Alternative im "weiter so"? Jeden Tag, den der Konkurs weiter verschleppt wird verschärft
    sich die Lage für diejenigen, die von ihrer Arbeit leben müssen.
    Der gutgläubige Bürger wird um die Früchte seiner Arbeit betrogen, indem er gezwungen wird in
    bankrotte Sozialsysteme einzahlen.
    Das unvermeidliche Ende ist unterwegs. Das Desaster wird weder wirtschaftlich noch politisch
    ein Zuckerschlecken. Jeder Tag "weiter so" verschlimmert die Folgen und verzögert den überaus
    schmerzhaften Neuanfang. Eine momentane Ordnung und Gemütlichkeit ist m.E. ein zu hoher Preis
    für die Chancen, die ein Neuanfang auch bietet.

    Ein Neuanfang ist kein Neuanfang für alle. Er wird weder gerecht noch gemütlich, zumindest nicht für
    die allermeisten, auch nicht für mich.
    Die Alternative ist ein langsamer(?) Erstickungstod von Freiheit und Wirtschaft. (In Zimbabwe ist die
    durchschnittliche Lebenserwartung der männlichen Bevölkerung von 62 auf 35 Jahre gefallen.


    Ich schreibe hier, damit der unvermeidliche Prozess beschleunigt wird durch eine Klarheit in der
    Sache. Und hoffe, dass sich noch möglichst viele Leser in ihrem Rahmen wirtschaftlich und politisch
    auf die kommenden Umwälzungen einstellen.
    Dies geschieht auch an vielen anderen Stellen: GEAB, Eichelburg, dasgelbeforum, FTD - W. Münchau,
    Wirtschaftswoche, Bayrischer Rundfunk, Folker Hellmeyer im Auftrag der Bundesbank, u.v.a.m.


    Vielen Politikern ist die Lage klar oder unter dem Eindruck der Ereignisse klar geworden.
    Das sie das nicht öffentlich sagen ist Ihrer Angst geschuldet die Bombe zum platzen zu bringen.
    Wer wird das freiwillig tun, wenn er drauf sitzt?


    Vermutlich kann sich die Finanzwirtschaft über Buchhaltungstricks und Steuergeschenke noch
    eine ganze Zeit über Wasser halten - sie wird es wenigstens versuchen. Dabei treibt das FIAT
    money die Preise für die in der Realwirtschaft benötigten Güter und würgt diese dadurch letztlich ab.


    Spätestens mit dem Einbruch der Realwirtschaft und den entsprechenden Kreditausfällen, dem
    Ansteigen der Risikoprämien für Kredite und dem daraus folgenden wirtschaftlichen Niedergang
    ist dann Bilanzstichtag für die Banken.
    In Zeiten wegbrechender Steuereinnahmen werden Rettungsaktionen unbezahlbar.
    Wer wird dann noch die Schuldpapiere des Staates zu Zinsen unterhalb der Inflationsrate kaufen?
    Wo dann langsam auch für die Lebens- und Rentenversicherer klar wird, dass der Staat und
    damit die Steuergeisel unmittelbar vor der Insolvenz stehen.


    An genau diesem Punkt stehen nunmehr die Kommunen in den USA. Auch für 20% Zinsen lässt sich
    nicht mehr das benötigte Kapital beschaffen. Das muss sich auf das Rating für deren Altschulden
    auswirken. Welche Ironie des "Schicksals", wenn genau diese Altschulden in den Pensionskassen
    der Gemeinden schlummern würden. Das gibt dann ein unsanftes Erwachen. Junkbonds werden
    eher nicht zum normalen Anlagespektrum von Pensionsfonds gehören und müssen verkauft
    werden.


    Diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen und wird sich Dank Lerneffekt auf weitere Gemeinden,
    Institutionen und Staaten ausweiten.


    BAAL - vielen Dank
    Wie es weitergeht könnt ihr Euch dann je nach limbischer Ausprägung - Dominanz- und Stimulanz-
    Instruktionen oder Angst- und Balance-Instruktion - selber ausmalen.
    Die Ergebnisse werden unterschiedlich sein.


    Herzliche Grüße an alle Leser
    Vatapitta


    <http://www.presseportal.de/pm/9377/1139202/die_zeit>


    So einfach ist das.
    Vatapitta

    Moin moin,


    der internationale Spiegel zur Krise der IKB vom 20.02.2008:



    <http://www.spiegel.de/internat…2C1518%2C536635%2C00.html>


    Klare Worte!
    Gruß
    Vatapitta

    Danke PMChris,


    Normalerweise laufen die Dinger doch langfristig und wurden kurzfristig am Geldmarkt finanziert.
    Bis sie zu heiß wurden und keiner mehr Gelder zur Finanzierung geben wollte. ???


    Sorry habe deinen Link übersehen.


    Gruß
    Vatapitta

    Moin moin,


    die allgemeine Nachrichtenlage wird immer unübersichtlicher. Es gibt extrem viele Veröffentlichungen
    zum Thema Bankenkrise. Da bin ich froh, dass soooooo viele Forenmitglieder hier im Thread posten.


    Ein Beitrag von smeagol hat mich nachdenklich gemacht.


    Die Dresdner Bank hat die Zweckgesellschaft K2.


    <http://de.reuters.com/article/…ews/idDEBUC13202020080221>


    Meine Frage ist nun: Wer kauft diese Papiere und mit welcher Perspektive? 
    M. E. lohnt sich ein Kauf nur durch eine Bank, die sich sicher ist den Müll für 100% bei der Notenbank
    zu parken. Also Papiere mit B - Rating für z.B. 17% kaufen und für 100 % Liquidität erhalten, um
    fröhlich weiter zu zocken und mit den Gewinnen die Papiere wieder auszulösen. Wenn es denn
    klappt.


    Wie wird eine Bank beim Verkauf vorgehen? 
    Eine Bank wird zumindest versuchen sich von den größten Risiken zuerst zu trennen.
    Falls das nicht funktioniert verkauft sie, was sich am besten zu Geld machen lässt um Löcher zu
    stopfen.
    Gelingt ersteres, sind die größten Risiken weg und die Probleme kommen mit der gleichen
    Geschwindigkeit, wie der Markt fällt.
    Geht die Bank zur Liquididätsbeschaffung den zweiten Weg, bleibt sie auf dem schlimmsten Schrott
    sitzen und ihre Probleme wachsen schneller als der Markt schwächelt.


    Da nur wenige Banken als Käufer infrage kommen ( ausser den Dummen, die sich den A... verbrennen)
    könnte ein solcher Käufer durch sein Verhalten bestimmen, wer zuerst ins Gras beisst.


    Oder irre ich und der Markt ist groß, liquide und mit vielen Käufern gesegnet?
    Oder ist ein Teil der Verkäufe der Dresdner Bank in Wirklichkeit einfach das Abschmelzen des
    Wertes der Papiere? Also 5 Mrd. verkauft und 7,2 Mrd. haben sich in Luft aufgelöst?


    Wer weiß eine Antwort? Oder auch mehrere?


    Danke
    Vatapitta

    Moin moin,


    welch ausufernde und interessante Diskussion!
    Vorab möchte ich gestehen, dass ich nicht alle Beiträge gelesen habe. :D
    Allerdings findet die Debitismus Diskussion im Bank -- Run Thread genau an der richtigen Stelle statt.


    Ich möchte an einem Beispiel aus der realen Welt den aktuellen Stand des Spieles beschreiben.
    Und vielleicht gelingt es mir, die Perspektiven zu verdeutlichen.


    Im Januar sind die Verkaufszahlen für PKW um ca 10 % gestiegen. Diese Zahlen wurden von den
    offiziellen Stellen positiv aufgenommen. Was steckt hinter dieser Entwicklung?
    95 % der Neuwagen werden finanziert. Dabei geben die Kunden oft ein Leasingfahrzeug zurück.
    Der Haken daran ist, dass der Restwert des alten Fahrzeuges unter der Restschuld aus dem
    Leasingvertrag liegt. Da fehlen leicht einige Tausender. Damit das neue Geschäft weitergeht
    finanzieren die Banken jetzt die Differenz und den Neuwagen. Die Leasingraten werden über
    10 Jahre!!! gestreckt, damit das ganze bezahlbar bleibt. Bezahlbar? - Selbstbetrug mit Unterstützung
    des Verkäufers und der Bank. Auch Verkäufer und Bank leben auf Pump!


    Da hauen Leute die Eier in die Pfanne, die ihre Hühner vielleicht in Zukunft legen - oder auch nicht.


    Das nächste Auto in xy Jahren dürfte jedenfalls zwei Räder und zwei Pedale haben.
    Da ist die Zukunft gut abschätzbar.


    Und das nicht nur für den Auto"käufer" sondern auch für den Händler und die Bank.
    Damit das Ganze immer weiter läuft verbrieft die Bank die Kredite/Risiken und verkauft sie z.B. an eine
    Lebensversicherung. (Vor kurzem hat die VW Leasingbank für eine Milliarde € verbriefte Kredite
    platziert.)
    Die Versicherung bezahlt für die künftigen Erträge aus den Leasingverträgen einen Preis.
    Das Geld erhält sie zufälligerweise aus den Altersvorsorgeversicherungen des Autokäufers,
    des Autohändlers, des Kreditvermittlers bei der Bank, des Verbriefungsspezialisten bei der Bank,
    des Händlers bei der Bank, der die verbrieften Kredite weiterverkauft, des Portfoliomangers der
    Versicherung, der das Geld der Versicherten anlegt und nicht zu vergessen der Politiker, die in den
    Aufsichtsräten von Bank und Versicherung sitzen. Natürlich legt auch der Autohersteller die
    Beiträge für die Betriebsrente seiner Arbeiter und Angestellten bei besagter Versicherung an.


    Der Autohersteller befördert sein Geschäft gegenüber den von ihm abhängigen Autohäuser durch
    Aktionen, für die sich die Autohäuser qualifizieren können. Mit Sonderrabatten für gute Verkaufszahlen
    werden auch schwer verkäufliche Modelle in den Markt gedrückt. Diese Modelle müssen von den
    Händlern mit abgenommen werden, um in den Genuss von Rabatten zu kommen. Das heißt die
    Händler müssen diese Fahrzeuge beim Hersteller bezahlen - notfalls eben finanzieren.


    Dadurch lässt sich die obige Absatzsteigerung im Januar erklären.
    Die auf die Händler zugelassenen schwer verkäuflichen Wagen wurden mit hohen Rabatten als junge
    Geschäftswagen verkauft. Ohne Gewinn für den Händler oder auch mit Verlust. Wer nicht gehandelt hat
    und die Wagen nicht verkauft hat, muss Sie weiter finanzieren. Der Druck steigt durch die Finanzierung
    mit jedem Monat. Die Preise verfallen weiter und am Ende macht der Letzte den größten Verlust -
    bekommt den niedrigsten Preis und hat die höchsten Finanzierungskosten.



    Damit werden die Knackpunkte des Systems deutlich.


    Zitat von weissgarnichts:
    Nicht das "nominale" BIP muss wachsen, sondern das "reale". Es muß. Punkt. Keine andere
    Möglichkeit. Sonst bricht der Kapitalismus in sich zusammen, bevor du das Wort "Bruttoinlandsprodukt"
    überhaupt aussprechen kannst. Wächst eine kapitalistische Volkswirtschaft nicht mehr, und sie kann
    ausschliesslich durch neue Schulden wachsen, durch sonst gar nichts, ist in absehbarer Zeit Ende im
    Gelände.


    Der Text ist noch nicht ganz fertig.
    Vatapitta