neues aus absurdistan: während deutsche fachkräfte abwandern, weil man ihnen hierzulande nur dumpinglöhne offeriert bzw. als zu alt usw. auf die arbeitslosenbank abgeschoben hat, kreischen die unternehmen jetzt "fachkräftemangel"! bei näherem hinsehen scheint das ganze allerdings methode zu machen: man hofft durch zuwanderung aus dem ausland, die oft genug zeitlich begrenzt ist (hire&fire und tschüss) und sich mit deutlich weniger geld abgespeisen lässt (so das wunschdenken) hochqualifizierte arbeit quasi zum dumpingpreis zu bekommen. die deutsche exportweltmeisterschaft ist auf dem rücken von dumpinglöhnen erwirtschaftet.
ZitatArbeitsmarkt
Experten leugnen Fachkräftemangel
Arbeitsmarktforscher halten Klagen von Unternehmen über einen akuten Fachkräftemangel für übertrieben. Es gebe noch immer 30 000 arbeitslose Ingenieure in Deutschland.
ZitatIT-Arbeitsmarkt: Expertenmangel ist ein Mythos
Technologie-Einwanderer sind nicht besser sondern billiger
Davis (pte/15.08.2001/12:07) - Norman S. Matloff, Professor für Computerwissenschaften an der University of California, http://www.ucdavis.edu hat ein Hauptargument der internationalen Diskussion über IT-Migranten näher untersucht: Den Mangel an qualifizierten Fachkräften im Inland. Matloff http://heather.cs.ucdavis.edu/matloff.html stieß auf erstaunliche Zahlen. Große Softwarefirmen wie Microsoft oder Oracle stellen laut heise online http://www.heise.de nur zwei Prozent aller Kandidaten, die sich bewerben ein. Auch bei weniger renommierten Firmen wiederhole sich dieses Bild. Kein Unternehmen stelle mehr als fünf Prozent der potenziellen Kandidaten ein. Die Personalabteilungen wiesen viele auf Grund mangelnder Spezialkenntnisse ab, die auch nicht von den Universitäten vermittelt werden könnten.
Zusätzlich stellte Matloff einen Trend zur Diskriminierung älterer Arbeitnehmer fest, denen immer wieder eine falsche Ausbildung vorgeworfen werde: "Doch wer einmal C gelernt hat, kann sich sehr schnell neue Technik erschließen. Die Human-Resources-Manager schauten sich ihre Kandidaten nicht nach dem wichtigsten Kriterium an: Dem Programmiertalent." Der Matloff-Spitzname "Geißel des Silicon Valley" hängt vor allem mit seiner Erklärung zusammen, warum die IT-Branche sich weiterhin massiv für das US-Einwanderungsprogramm H-1B ausspricht: Sie bekomme ganz einfach günstige und abhängige Arbeitsnehmer und müsse daher Projekte nicht ins Ausland verlagern. Dabei seien die Software-Importe keinesfalls die Besten des jeweiligen Landes. "Viele H-1Bs lernen die neuen Technologien an ihrem Arbeitsplatz." Der Grund für den Mythos vom Arbeitskräftemangel in der IT-Branche sei einfach das Geld.