Den Münzinteressierten unter uns ist bekannt: Seit 2001 bringt Deutschland wieder jährlich Goldmünzen heraus. Einigen dürften vielleicht schon die rötlichen Punkte auffallen, die bei der einen oder anderen Goldmünze auftreten - was bei 999.9er Feingold völlig unverständlich scheint. Wie jetzt herausgefunden wurde, stammen diese rötlichen/bläulichen Flecken von Silberinseln, die sich auf der Goldmünzenoberfläche befinden. Diese "Verunreinigungen" auf der Oberfläche laufen dabei hässlich an. (Das enthaltene Silber reagiert mit organischen Schwefelverbindungen zum Silbersulfid, was die Verfärbungen verursacht). Also nicht das Gold reagiert, sondern darauf befindliche Silbereinschlüsse. Es wird vermutet, dass diese Verunreinigungen bei der Herstellung der Ronden (der noch ungeprägten Goldmünzen) aufgenommen werden. Mittlerweile wird bei der Münzherstellung an dem Problem gearbeitet, so dass solche Flecken bei zukünftigen Ausgaben nicht mehr auftreten dürften.