Frankfurt. In ihrem Geschäftsbericht für 2025 hat die Deutsche Bank
öffentlich gemacht, wie stark sie am Markt für Private Credit engagiert ist. Demnach summiert sich das Engagement auf rund 26 Milliarden Euro, etwa sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Der Markt für Darlehen, die von privaten Fonds an Unternehmen vergeben werden, ist in den vergangenen Jahren auf ein weltweites Volumen von rund 1,8 Billionen Dollar gewachsen. Allerdings nimmt das Misstrauen der Investoren gegenüber dieser Anlageklasse zu.
Immer mehr Anlagevehikel haben mit hohen Mittelabflüssen zu kämpfen, gleichzeitig überdenken die traditionellen Banken ihr Engagement. So wurde am Mittwoch bekannt, dass die größte US-Bank JP Morgan die Vergabe von Darlehen an private Kreditfonds einschränken will.
Hinter den Turbulenzen stecken Bedenken, was die Qualität der vergebenen Darlehen angeht, vor allem bei der Finanzierung von Softwareunternehmen, deren Geschäftsmodell durch den breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Gefahr geraten könnte.
Private-Credit-Fonds gehören zu den Non-Bank Financial Institutions (NBFIs), Finanzierern, die zwar ein ähnliches Geschäft wie Banken betreiben, aber nicht genauso streng reguliert werden. Umgangssprachlich werden NBFIs auch Schattenbanken genannt.