Kurzfristige geokosmische Signaturen
Als sei nicht schon das technische Umfeld des Börsenhandels knifflig genug (besonders bei den Aktienindizes), ist nun Merkur vom 23. Februar bis zum 17. März rückläufig. Wir nennen diesen Planeten den Trickster, den Schwindler, weil er so schlau ist; er springt ganz schnell von einem Punkt zum anderen. Positiv gesprochen ist die Natur von Merkur äusserst flexibel. Er lässt sich auf nichts festlegen, nur auf die Jagd nach Wissen und Information, wie sie im Hier und Jetzt anwendbar sind. Aber solches Wissen und solche Informationen unterliegen Veränderungen, wenn neues Wissen und neue Informationen bekannt werden – oft im Widerspruch zur ursprünglichen Botschaft. Das gilt besonders, wenn Merkur rückläufig ist. Das geschieht drei- bis viermal im Jahr, und so auch nunmehr ab 23. Februar.
Auf Finanzmärkten zeigt sich dies oft so, dass die Kurse unter die technischen Unterstützungslinien fallen bzw. über die technischen Widerstandslinien gehen, nur um dann erneut den Trend umzukehren. Trader nennen das dann ein „Fake out“, man fühlt sich „angeschwindelt“. Damit wird der Börsenhandel äusserst kompliziert. Da werden Investoren sehr nervös, denn zugleich mit dieser Art Markt gibt es häufig noch widersprüchliche Statements von Politikern oder ebenso widersprüchliche Wirtschaftsdaten.
Die nächsten drei Wochen versprechen interessant zu werden. Denn ab 1. März tritt die Zwangsverwaltung des US-Haushalts in Kraft, wie vom Weissen Haus mit Zustimmung des Kongresses 2011 beschlossen – es sei denn, die Kongressführer und das Weisse Haus finden zu einem Übereinkommen, um das Ganze zu stoppen oder zu modifizieren. Bei rückläufigem Merkur und Sonne in den Fischen ist das nicht wahrscheinlich. Oder wenn es doch zu einer Übereinkunft kommt, müssen deren Bestimmungen später verändert werden. Entscheidungen wie diese werden unter rückläufigem Merkur tendenziell getroffen, bevor die Sache genügend ausführlich erörtert ist. Fakten und Zahlen erscheinen häufig verzerrt oder ändern sich rasch. Das macht eine kluge Entscheidung unter Berücksichtigung aller korrekten Informationen schwer bis unmöglich.
Die vor uns liegende Woche dürfte von besonderem Interesse sein. Nicht nur ist Merkur rückläufig. Am Dienstag ist Vollmond. Er bildet ein T-Quadrat zu Jupiter. Es fehlt nicht allein an richtiger Information zu einer Entscheidungsfindung, sondern die Information, die gegeben wird, ist tendenziell übertrieben. Jupiter ist der Planet des Exzesses und der Übertreibung. Bei einem Vollmond werden diese Prinzipien zusätzlich betont. In der Ausdrucksweise der Märkte: Das kann eine kräftige Rallye geben, die auf unrichtiger Information, übertriebenen Darstellungen beruht – oder es geht um einen scharfen Absturz, der mehr auf Hysterie als auf objektive Fakten zurückzuführen ist. Auch Neptun ist in diese Vollmondstellung einbezogen, denn er ist noch nahe bei der jetzt durch Fische laufenden Sonne.
Wir wollen diese Wochenkolumne mit einer kurzen Erörterung des Fische-Prinzips abschliessen. Nicht nur stehen Sonne und Neptun in den Fischen, sondern ebenso Mars, Venus und Merkur. Das sind fünf von zehn Planeten (Sonne und Mond hier mitgezählt, die zwar keine Planeten sind, die aber in der Astrologie wie Planeten wirken). Damit sind also derzeit die Prinzipien des Zeichens Fische und seines Herrschers Neptun besonders betont, und dazu ist Merkur rückläufig. Diese Rückläufigkeit ähnelt in vielerlei Hinsicht den Fischen und dem Neptun. Einsatz des eigenen Urteilsvermögens oder blinder Glaube – so lautet hier für jedermann die Herausforderung. Was ist die Wahrheit? Wem glaubt man und was glaubt man? Denn unter dieser Konstellation klingen Worte immer grossartig, aber sie können hochtrabend und völlig unzutreffend sein. Sie sollten jetzt ausschliesslich auf Ihre eigene Erfahrung und Vernunft vertrauen.
Sorgen Sie einfach dafür, dass Ihre Rede klar ist und das widergibt, was Sie wirklich wollen. Oder so gesagt: Wenn Sie auf dem Markt einen Auftrag erteilen, stellen Sie sicher, dass Sie „Kaufen“ gesagt haben statt „Verkaufen“, wenn es das ist, was Sie wollen. Schützen Sie unter allen Umständen Ihren Computer und Ihre Dateien vor Crashs. Achten Sie auf das, was Sie am Telefon sagen, was Sie in Ihren Emails schreiben. Jetzt ist die phantasiebetonte Natur des Zeichens Fische dominant. Darum sind sehr wohl dumme Peinlichkeiten möglich, weil etwas öffentlich wird, was Sie lieber vertraulich hätten behandeln wollen. Andererseits kann das eine wundervolle Woche für eine Romanze sein. Aber verschliessen Sie einfach Ihren Mund, sprechen Sie nicht laut aus, was Ihnen im Sinn steht, denn Sie wissen schlicht nicht alles, verfügen einfach nicht über alle Fakten. Das gilt auch für Sie, liebe Politiker: Gehen Sie am besten für drei Wochen nach Hause und bleiben Sie in Schweigeklausur! Und dann kehren Sie wieder zurück in die Öffentlichkeit und tun das, was dem Willen der Menschen entspricht, die Sie vertreten.