Hallo zusammen, habe mit einem Bekannten, der sich sehr gut mit (finanz)wirtschaftlichen Sachverhalten auskennt darüber gesprochen, dass es mit unserem ungedeckten Papiegeldsystem nicht mehr lange weitergeht und ein Crash vermutlich unausweichlich ist. Er sieht das anders und ist der Meinung, dass keine (Gold)Deckung der Währung erforderlich ist. Seine Begründung ist, dass die Wirtschaftsleistung (Produktivitäszuwachs durch Automatisierung und neue Schlüsseltechnologien) ja um ein Vielfaches höher als vor 100 Jahren ist.Industriegüter können dem Ausland im Rahmen des Handels als "Währung" angeboten werden. Damit hat er ja nicht unrecht, aber mein Gefühl sagt mir, dass es mit den undgeckten Währungen nicht mehr lange gut gehen kann. Leider habe ich es nicht geschafft, sein Argument sachlich zu entkräften. Habe nach einer Möglichkeit gesucht, anhand von beispielhaften Zahlen das Scheitern einer ungedeckten Währung aufzuzeigen, leider ist mir das nicht gelunden. Was ich suche, ist ein einfaches Beispiel wie: Staat A mit 1Mio Einwohnern hat 1900 5.000kg Gold und gibt eine goldgedeckte Währung (DEUROS) aus. Wenn sich nun die Wirtschaft gut entwickelt, müssen die Preise für Waren des alltäglichen Gebrauchs sinken, da es immer mehr und immer hochwertigere Güter (Autos, PCs usw.) geben wird. Ein Rechenbespiel, welche Waren wie stark verbreitet und wie teuer sind, geht einfach in Excel. Also im Jahr 2000 kostet ein Auto dann statt 5000 DEUROS in 1900 nur noch 800 DEUROS. Wenn ich nun eine Vergleichsrechnung anstelle, wie sich das Ganze mit einer ungedeckten Währung entwickelt hätte, wenn also die Regierung Geld gedruckt hätte, dann ist zwar alles teurer, aber die Löhne sind auch entsprechend höher, womit es real keine Teuerung gibt. Wo ist nun also der Nachteil, wenn nicht gerade alle Einwohner gleichzeitig Ihr Geld in Gold tauschen wollen? (was ja in der Regel auch nicht vorkommt) In der Hoffnung auf Eure Ideen grüße ich recht herzlich! BiMW PS: Habe den Beitrag auch unter der Rubrik "Politik" eingestellt.