20 Mark Kaiserreich Nach-, bzw. Neuprägungen ???

  • N´Abend,


    es gab zu keiner Zeit OFFIZIELLE Neu- oder Nachprägungen (anders als in Österreich). Von wem auch ??


    Primitive Fälschungen erkennt man - wenn nicht schon bei Gewicht und Abmaßen - sehr oft an der fehlenden Umschrift.


    Bei Schmidt/Hausmann-Fälschungen braucht man schon etwas mehr Erfahrung. Das ist schon mal im emuenzenforum recht ausführlich diskutiert worden. Demnächst soll auch ein Buch zu Münzfälschungen erscheinen.


    Gruß
    cabrito

  • Leider muß man heute bei jeder Münze, die einen gewissen Wert darstellt, davon ausgehen, daß sie gefälscht sein könnte. Mittlerweile werden schon Silbermünzen aus der Weimarer Republik gefälscht! Bei den geringen Lohnkosten in Bulgarien oder Rumänien ist selbst im mittleren Preissegment ein lohnendes Geschäft.
    Noch schlimmer ist es bei asiatischen Münzen. Neulich habe ich ein Foto zweier chinesischer Silbermünzen gesehen, die sogar exakt die gleichen Kratzer aufwiesen, dh. die Kratzer des ursprünglichen Originals wurden gleich mitgeprägt! Dann noch husch, husch ein bischen künstliche Patina drauf und ab nach Europa oder in die USA damit.


    Jeder sollte nur die Münzen kaufen, bei denen er selbst sicher beurteilen kann, ob sie echt oder falsch sind. Dazu muß man sich viel mit diesen Münzen beschäftigen, möglichst viele Exemplare bei Händlern ansehen und so ein Gefühl für die Münze entwickeln. Nun sind Reichsgoldmünzen oder auch die englischen Sovereigns ein sehr weites Feld und der Zeitaufwand, sich darin zum Spezialisten zu entwickeln, ist entsprechend hoch.


    Ich selbst bin ein blutiger Anfänger auf dem Gebiet der Numismatik und beschränke mich deshalb auf den Kauf von Stücken die ich bereits eingehend studiert habe. Mittlerweile würde ich wohl einen gefälschten Krügerrand, ein Nugget oder einen Kookaburra erkennen, aber bis ich mich mal an Reichsgoldmünze herantraue, ist es noch ein weiter und steiniger Weg.


    Gruß
    mvd

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