Wie kann man eigentlich die Echtheit von Gold und Silber überprüfen

  • Alles redet von Manipulation,die Banken haben uns doch auch die schlechten Aktien verkauft,wer garantiert mir denn ,dass die Goldbarren und Silberbarren auch echt sind,vielleicht drehen sie uns ja demnächst auch nur noch vergoldete Messingbarren an.


    Meine Frage an Euch,wie kann jeder für sich die Echtheit der Barren überprüfen.


    grüsse


    kalle

  • Bei Goldmünzen kannst du das relativ einfach überprüfen.
    Die Maße der Münzen sind bekannt, also nachmessen. Das Gewicht ebenfalls, also nachwiegen.
    Das einzige Metall, was annähernd die gleiche Dichte wie Gold hat, ist Wolfram.
    Es wäre also theoretisch möglich, das du eine vergoldete Wolfram Münze hast.
    Münzen sind, weil sie geprägt sind, auch bedeutend schwerer nachzumachen als Barren.


    Zu dem Thema war vor einiger Zeit schon mal nen Threat.

  • Hallo Goldbugs,


    danke für die beiden Links,habe sie mir durch gelesen,beide sind aber überhaupt nicht Aussagekräftig,in beiden Threads wird immer vom messen einer 1Oz gesprochen (Messen = Volumen),was ist mit kleineren Münzen,was ist mit Barren? Ferner kann ein Goldgehalt 333/1000, 585/1000, 750/1000, 999/1000 betragen,


    Fragen über Fragen


    kalle

  • Hallo Kalle,
    für die Bestimmung von Schmuck oder Barren gibt es Prüfsäuresets.
    Diese enthalten für jeden Feingehalt eine eigene mehr oder weniger konzentrierte Säure. Mit dem Barren oder dem Schuckstück wird auf einem Prüfstein ein kleiner Strich gezogen und dann mit der entsprechenden Säure behandelt.
    z.B muß der Strich von 333/1000er Gold der zugehörigen Säure standhalten, aber er wird von der Säure für 585 Gold zerfressen.
    Das System soll sehr genau sein und auch für Silber funktionieren.


    Gruß Silbernadel

    Die Aussicht auf eine Krise ist kein Grund den Optimismus zu verlieren.

  • Stimmt, einfach ein Tröpfchen der Säure auf den Strich, 10-20sec. warten
    und unter fließendem Wasser abspülen.
    Bei Silber geht der Strich übrigens nicht weg, sondern wird/bleibt nach
    abspülen rot......sagt allerdings nichts über den Feingehalt des Ag.
    Auch ist so´n Säureset nicht ganz billig, so ab 50€.

    "man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrthum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten" (J.W.Goethe 1828)

  • Liebe Silbermünzenfachleute unter uns Foris,


    ich habe eine Frage zu 1kg-Silbermünzen aus der Lunar Serie:


    Meine "Drachen" aus 2000 haben einen abwechselnd geriffelten und glatten Rand, so wie z.B. die 2-Silberunzen-Kookaboora.


    Meine kg-Ziegen, kg-Affen und kg-Pferde haben einen durchgehend geriffelten Rand.


    Hat das etwas zu bedeuten?


    danke für Eure Hilfe!

  • hallo Kalle 14,
    als "alter" mineraliensammler könnte ich dir nur ein was raten um 100% klarheit zu haben. Eine Röntgenspektralanalyse,der Ausdruck den du da erhältst zeigt auch genau inwieweit verunreinigungen vorhanden sind.Ist ein bewärtes System und wird in der Mineralogie angewendet..

  • Hallo,


    Paranoia hatte ja hier schon einmal nach Erfahrungen mit einem Tester gefragt. Leider ist bisher niemand darauf eingegangen.


    Da ich aber auch sehr an Erfahrungen interessiert wäre, hier noch einmal die Frage verbunden mit einem aktuellen Link:



    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…0&ssPageName=STRK:MEWA:IT




    Gruß
    Schwabenpfeil

    Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich,
    durch den Keller zu fahren.


    Man muss nur die Nerven bewahren !

  • Hallo Schwabenpfeil,


    Ich habe mir den Tester vor einem Jahr auch mal aus Interesse besorgt. Der Tester funktioniert, ist aber meiner Meinung nach eher eine Spielerei. Ein vernünftiger Prüfsäurekasten für Gold dürfte die bessere Alternative sein.
    Es ist natürlich praktisch, wenn man mit einem kleinen Stift Gold, Silber und Platin unterscheiden kann.
    Aber mal ehrlich, solange es um Münzen oder Barren geht: Silberfälschungen lohnen sich zumindest bei Größen unter 50 oz - noch -nicht, Platin ist aufgrund seiner sehr hohen Dichte (21 g/cm3) ziemlich leicht zu erkennen. Ein Unzen Platinmaple ist über den Daumen gepeilt gerade mal halb so groß wie der $ 5 Maple in Silber, zudem ist Platin nicht sehr hart und es fallen bei Platinmünzen oft prägebedingte Grate am Münzrand auf.
    Interessant ist daher eher ein Prüfsäurekasten, mit dem man dann wie unten schon erwähnt sehr zuverlässig den Feinheitsgrad von Gold bestimmen kann.


    Ich habe den Stift einige Male ausprobiert, inzwischen ist die Spitze etwas verfärbt. Im Zweifelsfall würde ich mich daher nicht auf den Stift, sondern auf Prüfsäure verlassen. Gibts auch bei ebay ab etwa 50 - 60 Euro.


    Gruß


    Frank

  • Hallo ophthalmolith,


    danke für Deine interessanten Praxiserfahrungen. Immerhin weiss ich nun, dass der Stift prinzipiell funktioniert und dass ich mich parallel nach einem Prüfsäurekasten umschauen sollte. Herzlichen Dank !


    Viele Grüße
    Schwabenpfeil

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