Ich kann hier nicht die Quelle preisgeben, aber es ist aus München, ganz direkt von der Front...
1. Der Peak wird für Ende April erwartet
Das könnte hinkommen, dafür braucht man nicht mal viel Mathematik, nur ein paar grobe und plausible Abschätzungen:
Prinzipiell wird es wohl weiter exponentiell gehen, also mit N(t)=No x 2t x 1/a
("N-von-t = N-Null mal Zwei hoch (t mal eins durch a)")
N(t): Anzahl der infizierten zum Zeitpunkt t
No: Infizierte zum Zeitpunkt Null
a: Verdopplungszeit, also Zeit in Tagen, innerhalb der sich die Infektionszahl verdoppelt
t: Zeit in Tagen seid Startpunkt
Man kann für heute t=0 so roundabout No=35.000 ansetzen
Vor der Ausgangsbeschränkung hatten wir ein Verdopplungszeit von irgendwo zwischen zwei bis 3 Tagen, nach meiner überschlägigen Rechnung a=2,6 (alle 2,6 Tage Verdopplung)
Mit a=2,6 (also bei unveränderter Verdopplungszeit) hätten wir in 25 Tagen (also um den 20. April) über 27 Mio infizierte, rechnerisch wären nach 29 Tagen ab heute knappe 80 Mio infiziert, also alle.
Die Ausgangsbeschränkungen werden das ganze wohl etwas einbremsen, ich nehme einfach mal a=5 (also fast Halbierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit). Dann kommt man beim 20. April bei gut 1,1 Mio Infizierten raus, nach 35 Tagen (30. April) wären es dann so 4,5 Mio und in 50 Tagen (also Ende/Mitte Mai) gute 35 Mio, eine knappe Woche später sind wir wieder bei der kompletten Bevölkerung Deutschlands.
a=5 sehe ich persönlich als zu optimistisch an, da die Ausgangsbeschränkungen noch nicht so lange in Kraft sind und die Inkubationszeit so lang ist. Kann ja jeder mal mit seinem persönlichen a rumspielen.
Also ist Ende April bis Mitte/Ende Mai durchaus plausibel, kommt halt jetzt drauf an, welchen Einfluss die Beschränkungen auf die Verdopplungszeit a haben. Das wird man erst die nächsten Tage an den Zahlen ablesen können...