Wurschtler
- Die Umlaufrendite mag 1991 bei 8 % gelegen haben, aber keinesfalls mind. 12 Jahre lang, denn das war die damalige Mindestlaufzeit einer LV.
- Todesfallschutz gab es damals auch noch nicht kostengünstig beim Direktversicherer. Über Risiko-LV wurden kapitalbildende LV früher durch die Gesellschaften quersubventioniert. Im Übrigen bekommt auch heute nicht jeder Versicherungswillige die 100.000 € Todesfallsumme für 5 € im Monat abgesichert (Nichtraucher, Akademiker, 25 Jahre, kerngesund, keine Allergien, keine Hobbys usw.), das ist genau so ein Bilderbuch-Musterkunde, wie derjenige, der sein Auto für 99 € im Jahr haftpflicht- und vollkaskoversichern kann. Im realen Leben wird diese Konstellation selten vorkommen.
- Die Steuerfreiheit war im Gegensatz zu den übrigen Anlageformen damals auch nur bei der LV gegeben.
Ich habe heute genau 1 private ( fondsgebundene ) Rentenversicherung für mich laufen. Durchführungsweg Schicht 1 die sog. Rürup-Rente, große Fondsauswahl, switchen und swiften 1 x pro Jahr kostenfrei möglich, bis zu einem Beitrag von 20.000 € p.a. wird mein zu versteuerndes Einkommen gemindert. Die spätere Auszahlung ist zwar voll steuerpflichtig, liegt aber unterhalb des Steuer-Freibetrages. Ich fühle mich bis jetzt sehr wohl damit.