Beiträge von Kellermeister

    @ Kaiserwetter


    Zitat


    Die Systemparteien sind nicht willens / in der Lage , dem durchschnittlichen Bürger die Sicherheit zu solch einer Lebensplanung zu geben.


    Das ist auch ziemlich viel verlangt. So weit würde ich gar nicht gehen. Menschen sollten sich m.E. nicht in reifen Jugendjahren einen Lebensplan zurechtlegen, und dann die Politik verantwortlich machen, wenn es nicht klappt. Lohnerhöhung und Arbeitsplatz kann die Politik nicht garantiern. Und ein soziales Auffangnetz kann nur so haltbar sein, wie die Volkswirtschaft als Ganzes stark ist.
    Ich denke eher, dass man sich mit geplatzten Plänen abfinden kann, wenn man das Gefühl hat, dass sich nicht andere auf fremder Leute Kosten Extrawürste braten lassen; mit politischer Billigung und Unterstützung!
    In dieser Krise (die erst noch ihre Zähne zeigen wird) sind Angestellte und Arbeiter, Kleinunternehmer und Mittelständler die Angeschmierten. An die Verursacher der Krise werden dagegen Fallschirme verteilt und Sprungtücher aufgehalten. Das ist der Skandal.
    Früher hatten diese Banker wenigstens noch soviel Ehre im Leib und sind aus den Fenstern ihrer Bürotürme gesprungen :)
    Damals gab es auch noch nicht Merkel und Steinbrück, die sagten, braucht ihr nicht zu machen, denn wir (also wir) bezahlen euch die Zeche.
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    @ Delphin


    Hast recht Delphin. Ich beobachte zunehmend, das "linke" Ideen um sich greifen (auch an mir!). Das hat eindeutig etwas mit dem Handling der Finanzkrise zu tun. Das Retten der Banken und das Absaufenlassen von Mittelstandsunternehmen ist die Sache, über die sich am meisten aufgeregt wird. Die HRE und die Landesbanken sind "systemisch"; Märklin, Schiesser und Hertie sind es nicht. Dabei wird vieles von den Leuten durcheinander gebracht; aber das Grundgefühl ist richtig. Es wird mit verschiedenem Maß gemessen. Und das Pochen auf die Einhaltung von Verträgen, vereinbarten Abfindungen u.s.w. durch Vorstände und boniverwöhntes Bankerjungvolk (menschlich durchaus nachvollziehbar) bringt die Leute erst recht in Wallung. Anstatt sich in Scharen zurückzuziehen, spielen die einfach weiter. Und die Politik, die vor Monaten noch vollmundig posaunt hatte, ist längst gekauft oder wird sich ihrer Machtlosigkeit bewußt.
    Das dies dann auch ein paar Prozente für die Linkspartei bringt, ist nur folgerichtig, wenngleich die meisten mit dieser Kaderpartei ziemlich wenig am Hut haben möchten.
    Ein Jammer...

    Bravo Kaiserwetter !


    Auf die Linken will ich schimpfen, wenn sie an der Macht sind und die Scheiße noch dicker ist.
    Frage mich, ob das überhaupt möglich ist. Kaiserwetter hat dazu das richtige gesagt.
    Gestern versuchte sich Merkel wieder einmal verbal zu entrüsten, als der Arcandor-Vorstand nach nur 6 Monaten Tätigkeit mit 15Millionen nach Hause geschickt wurde, vertragsgemäß! Merkel meinte, wenn das so sei, dann müsse man sehen, ob man da was tun könne.
    Das ist dann ihr Beitrag zur Debatte über Managergehälter...
    Wenn die Linke mit Sozialvorschlägen zur Rente, Hartz4, Kita, Kindergeld etc kam, die jeweils zig Milliarden kosteten, dann raufte ich mir die Haare und fragte mich, woher das Geld nur kommen sollte.
    CDU/CSU/SPD geben plötzlich ein mehrfaches davon aus! Und der Aufschrei ist ziemlich kleinlaut. Vor allem, wenn man bedenkt, in wessen Taschen das Geld gestopft wurde. Zum Kotzen, Leute, zum Kotzen.
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    Hey, mein 666 Beitrag. Ich kotze trotzdem...

    Hallo Tollar,


    ich selbst bin steuerrechtlich eine Null (noch nicht mal 'ne schwarze null). Habe daher von dem, was Hummler schrieb, nur die Hälfte verstanden. Aber wie heisst es so schön und wie wird immer gedroht: Das Kapital ist ein scheues Reh.


    Ätzender Spruch. Aber genau dieses Tamtam der Banken könnte der Funke sein, der den Kapitalfluss nach USA hinreichend schmälert; - mit allen Konsequenzen.


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    Habe in zwei Quellen (die eine ist der godmode-trader, die andere ist mir entfallen) gelesen, dass mit einem zwar temporären aber immerhin mittelfristigem Aufbäumen des USD zu rechnen sei; Richtung 1.20 EUR/USD.


    Wenn ich also Dollaranlagen hätte, so würde ich dem Rat der Wegelin-Banker folgen, und in die Stärke des Dollars verkaufen. Vielleicht ein letztes Aufbäumen?


    Sehr guter Link, danke goldmob.

    @ Neuwagenkauf hin oder her! Das Geld muss jedenfalls raus. Ich halte diese Neuwagen-Orgie für einen Teil eines "unzeitgemäßen" Konsumrausches. Angeblich konsumieren die Leute ja nicht nur im Autohaus. Und wenn ich mich umsehe: Die Restaurants und Kneipen sind voll; die Ferienflieger sind voll; ich kenne eigentlich niemanden, der jetzt seine Sparquote erhöht hat.


    FÜR MICH SEHR NACHVOLLZIEHBAR! Ob es bewußt oder unbewußt geschieht; ich denke, die Leute erahnen eine große Trendwende zum Schlechteren (...zumindest erwarten sie eine Mehrwertsteuererhöhung). Sie zweifeln an ihrem Vertrauen ins Geld. Ausgabendisziplin beim Staat ist zur Farce geworden. Der Satz, dass Schulden zurückgezahlt werden müssen, wirkt nur noch lächerlich. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, und es stinkt bestialisch. Es liegt etwas in der Luft...

    Erinnern wir uns daran, was hier vor zwei, drei und vier Jahren im Forum über eine kommende Finanz - und Systemkrise und deren möglichen Ablauf geschrieben und spekuliert wurde! mesodor, arzt, milly, rabbit und viele andere.... Es wurde das Platzen von Blasen, speziell der Immobilienblase vorhergesagt, einhergehend mit deflationären Erscheinungen. Es wurde prophezeit, dass die Zentralbanken mit Niedrigstzins, Monetarisierung von Anleihen und letztlich Helicopter reagieren. Und es wurde eine Entladung in einer großen Währungsinflation gesehen, welche vor allem Ersparnisse der Mittel - und Unterschicht entwertet und enteignet.


    Wir sind heute bei der Monetarisierung von Anleihen durch die Zentralbanken ! Ich bin ziemlich sicher, dass das Szenario bis zum Ende durchgespielt wird. Lasst Euch also nicht ins Bockshorn jagen. Das GS-Forum lag damals goldrichtig. Vertrauen wir auf unsere eigenen Prognosen.

    Wenn Du es auf ein schönes Erbe abgeshen hast, dann verstehe ich Dein Begehr. Aber ansonsten sollte man die alten Leute in Ruhe lassen. Sie haben ihr Leben lang in Zahlen, Zinsen und Beträgen gedacht. Das lässt sich nicht schnell auf gramm und Unze umschalten. Das wäre etwa so, als käme in 30 Jahren Dein Sohn zu Dir und empfiehlt, Dein EM in ein paar Hektar Mondoberfläche umzurubeln.


    Wenn es nicht von selbst kommt, hat man ein schlechtes Gefühl, und nichts ist schlimmer als ein alter Vater, der wegen DIR Bauchschmerzen hat. Und sooooooo bedingungslos gut, wie wir hier alle tun, ist die EM-Investition auch nicht. Lass es wirklich mal zu Handelsrestriktionen kommen. Das sieht dann ein Mann mit noch ein paar Jährchen weit weniger relaxt !!

    Miegel hatte in einer Talkshow schon in den 90er Jahren das Wort von der Weginflationierung der Staatsschulden in den Mund genommen. Niemand wollte seinerzeit darauf eingehen. Mich wundert, dass er im FAZ-Interview nicht einmal das Wort ZINS ausspricht. Wer von einer Abkehr der Wachstumsgesellschft spricht, der sollte auch generell die Zinswirtschaft in Frage stellen. Denn diese Zinswirtschaft zwingt letztlich zum Wachstum.


    Im übrigen wurden Widersprüche des Kapitalismus wie Wachstumsgrenze, Überproduktion, Arbeitslosigkeit etc von je her durch ein ganz einfaches Mittel gelöst : Krieg.

    Eigentlich warten wir doch alle auf die Bildung einer großen Spekulationsblase, und zwar bei Gold und Silber; eine enorme Verteuerung des EM bei gleichzeitig annähernder Preisstabilität oder nur geringer Inflation. Das ist es doch, was im besten Fall passieren könnte.


    Der wahrscheinlichere Fall wird eine allgemein sehr hohe Inflation sein, bei der alle Sachwertbesitzer (Grund, Boden, EM, Aktien...) weitgehend ihr Vermögen behalten werden, während Geldvermögen der verschiedensten Art verfällt.


    Die Einführung eines Goldstandards wäre für EM-Besitzer die unberechenbarste Variante. Schwer kalkulierbar, wie sich dieses Investment dann rechnet.

    Es handelt sich um eine Anlagemünze, also um x gramm Gold zu einer Scheibe mit nem Stempel gepresst. Bei einem Barren würde sich kein Mensch um einen Kratzer, Fleck oder Unebenheit kümmern. Aber eine Anlagemünze hat viel mehr mit einem Barren gemein, als mit einer Sammlermünze, bei welcher Prägequalität, Erhaltungsgrad und Seltenheit eine ganz andere Rolle spielen. Also relax.


    Da lobe ich mir die Krügerrand aus den 70ern. Da interessiert sich keine Sau, wie die aussehen. KR ist KR. Unze AU ist Unze AU.

    @ stargate



    Oh Gott, Fonds ??? !!!


    In Krisenzeiten wird dort jeder Müll geparkt. Der letzte Fond, den ich hatte war ein Geldmarktfonds, in dem sich jede Menge jener Papiere befanden, die jetzt als TOXISCH bezeichnet werden. Aber es hies: .... Anleihepapiere mit kurzer Restlaufzeit von ausschließlich erstklassigen Schuldnern ...


    Ich fasse keine Fonds mehr an. Auch keine Aktienfonds. Alles Instumente, um den kleinen Anleger zu verheizen.


    Wenn überhaupt, dann ein paar wenige erstklassige Firmen suchen, bei denen man selbst ein gutes Gefühl hat. All zu viele gibts davon sowieso nicht.


    Bei EM habe ich auch immer ein gutes Gefühl. Da interessieren mich gar keine Kursschwankungen!

    Aktien sind genau genommen Sachwertinvestments! Billig kaufen und teuer verkaufen könnte die einfachste Regel sein. Aber es gibt auch Aktien, die man ähnlich wie EM einfach im Depot hält und im Zweifelsfall vererben wird. Nestle, Beiersdorf, McDonalds ...


    Bewertung ??? Bauchgefühl !!

    Wenn ich mich richtig erinnere, lag der Ankaufpreis der Händler bis vor einiger Zeit immer unterhalb des Spotpreises. Dies ist seit neuestem anders. Die Ankaufspreise für Anlagebarren und Münzen liegen oberhalb des Spots. Irgendwie hat sich der phys. Markt generell nach oben abgekoppelt.


    Der Unterschied von proaurum in D und in A ist dadurch aber nicht erklärbar.

    Von einer Goldblase würde ich nicht sprechen. Auch nicht von einer Überbewertung! Aber immerhin von einer fairen Bwertung, wenn man den oft zitierten Herrenanzug nimmt. Für 700 Euro +/- bekomme ich solch einen Anzug. Nun hat sich die Inflation der letzten Jahre nicht unbedingt im Bereich Textil ausgetobt, so dass das Beispiel "Anzug" momentan vielleicht nicht das günstigste ist. Dennoch würde ich 750 Euro für eine harte Unze nicht als Schnäppchen bezeichnen.

    Zitat

    Filmtippppp: Die fabelhafte Welt der Amelie. Da gibt's so 'ne Kiste - mit Inhalt. DAS wünscht man sich in der Kiste. Der Rest sind Kaninchenfurze.




    Habe diesen Film noch nie gesehen. Muß mal meine Holde fragen. Sie hat den Film mehr oder weniger verinnerlicht.....

    Zitat

    Ich habe in den letzten Monaten ein bisl in Gold und Silber investiert um mich abzusichern. Irgendwie bleibt aber so einer fader Beigeschmack bei der ganzen Sache. Ich kann mir schwer vorstellen das bei einem Systemcrash "wir" die Gewinner sein werden. Ich stelle mir eher vor das ein Goldverbot verhängt wird oder ein Gesetzt erlassen wird, dass privates Gold in die neue Währung eingetauscht werden muß, natürlich mit abschlag!
    Bei all der Reglementierungswut hier in deutschland (europa) finde ich das nicht allzu abwegig.
    Ich denke das die Herren da oben sich schon was einffallen lassen werden das diejenigen welche in EM investiert haben nicht in die "Oberschicht" dazugerhören sollen.



    furious


    Ich stelle mir immer vor, ich finde irgendwo eine kleine Kiste, eine Schatulle o.ä. welche schon seit 50, 100 oder mehreren hundert Jahren versteckt war. Was würde man sich als Inhalt wünschen? Banknoten der damaligen Zeit? Schuldscheine? Staatsanleihen? Aktienpapiere? Mit was könnte man etwas anfangen? Die Frage beantwortet sich von selbst.

    @ Goldmob


    Sehe ich anders. Die Preise werden nicht explodieren, weil plötzlich Nachfrage durch zwangsläufige Ersatzbeschaffungen generiert wird. Das kann allenfalls für einen kleinen Impuls auf die Preise sorgen. In einer deindustrialisierten Welt, wie Du sie siehst, wird es Druck auf die Preise geben, weil es generell zu einer Art allg. Verarmung kommen wird.


    Allgemein ist dieser Aufsatz von Sinn nicht ganz so dümmlich, wie seine sonstigen Sprechblasen. Das Thema Deflation vs Inflation ist hier im Forum ja schon stark ausgewalzt worden. Ich neige zwar nach wie vor dem inflationärem Szenario zu, aber ich höre der Gegenseite gerne zu. Und Sinn lässt ja ausdrücklich die Inflationsgefahr zu, wenn er von der Rolle der Zentralbanken und Regierungen spricht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich die EZB gegen eine FED-Politik der Geldentwertung stämmen kann; selbst wenn sie es wollte.