Beiträge von Kellermeister

    WAS HAT SICH PERSÖNLICH VERÄNDERT:


    Ich bin nicht ganz sicher, ob es gänzlich ungefährlich ist, hier seine Finanzlage auszubreiten, aber mit vorsichtiger Formulierung nur soviel:
    1/2 im EM; dabei soll es auch bleiben. Es juckt mich zwar, weiter aufzustocken, aber mehr als 50% scheinen mir dann doch etwas zu einseitig zu sein.
    2006 LV gekündigt. Im August 2007 alle Konten (außer Giro) geräumt. Einigen Personen, bei denen ich sicher sein konnte, dass ich nicht ausgelacht werde, habe ich das gleiche geraten. Kurz danach kam Northern Rock u.a., was so etwas wie eine Bestätigung war; folgend die ganze Finanzkrise + Berichterstattung.
    Das ganze Bare zu Hause gehabt + EM.
    Die Wahrscheinlichkeit, ausgeraubt zu werden oder auszubrennen war sicher nicht viel geringer als ein Bank-Run. (An alle potentiellen Einbrecher: seit kurzem habe ich nur noch eine Haushaltkasse mit zweistelligem Inhalt zu Haus.) Seit einiger Zeit wieder ein Termingeldkonto und einige Aktien auf der Watchlist.


    Dieses Forum und eine Vielzahl weiterführender Links in die weite Welt des Netzes haben mein Weltbild um einiges korrigiert. Ich kann mich politisch nicht mehr links oder rechts einordnen und bin dennoch ziemlich weit außen. Es fällt schwerer, adequate Gesprächspartner zu finden. Klingt überheblich, ist aber nicht so gemeint, weil ich nicht von Intelligenz spreche, sondern von einer gemeinsamen Informationsbasis.
    Wie wird es weitergehen? Die "bösen" Börsenmonate Sept./Okt. werden zwar turbulent aber nicht ganz so böse, wie gelegentlich in der Vergangenheit. Alle Krisenherde spitzen sich schleichend zu.
    Ich kann mir beim besten Willen keinen Systemkollaps OHNE Krieg vorstellen. Und bis dahin werden wir wahrscheinlich alle noch ein bisschen älter... Aber wer weiss das schon...?

    Ich sehe überhaupt noch nichts angebrannt. Der Herbst kommt erst noch ! Da die Sommerbaisse an den Aktienmärkten abgefangen wurde, kann es m.E. im Sept/Okt nochmal zu ausgeprägten Rücksetzern kommen. Will nicht gleich von Crash reden, aber zwischen 10 und 20 % im Dax und S&P500 nach unten sind auch nicht von Pappe. Das alles unterfüttert mit finanzwirtschaftlichen Fundamentaldaten. Euro und Gold werden dann auch kein Eigenleben führen. Richtung eher nach oben.


    Liebe Ballerina und alle anderen, die scheinbar langsam verzweifeln. Was habt ihr für Vorstellungen von Marktverläufen und Kursen???
    Wer sich diesen 5-Jahreschart anschaut, der sieht, wie der Kurs AU/Dollar in zwei Schüben hoch gegangen ist. Während dieser Schübe habe ich hier niemanden klagen hören, das geht zu schnell und sei fundamental nicht zu rechtfertigen !! Im Gegenteil: Diese Bewegung wurde von den Enthusiasten in die Zukunft fortgeschrieben. So geht es aber nicht. Wer sich den Chart ansieht, der erkennt nach dem ersten Schub eine Korrektur um ca. 150 Dollar. Es dauerte dann mehr als ein Jahr bis diese Marke nach oben überschritten wurde. Jetzt könnte sich ähnliches abspielen. Die Korrektur um ca 150 Dollar fand statt und jetzt könnte sich eine geraume Zeit Geplänkel abspielen. Das letzte Hoch liegt noch kein halbes Jahr zurück !!! Also gemach gemach.
    Außerdem ist beim Betrachten eines Langzeitcharts auch mal auf das ehemalige Allzeithoch bei 871 zu achten. Dies wurde zwar fulminant geknackt, aber jetzt sollte sich der Kurs einpendeln, und diese 871 muss erstmal als Unterstützung etabliert werden.
    Ich rechne im Herbst im Zuge von Börsenturbulenzen mit einer zwischenzeitlichen Rally. Aber einen dritten Schub sehe ich in den nächsten Monaten nicht. Das kommt noch früh genug. Nutzt die Zeit zum Kauf, gramm um gramm. oder seid ihr alles Papiergoldtiger????

    Edelmann hat völlig recht.
    Wirklich reich wird man nicht durch das Horten von Gold, sondern durch Lug und Betrug. Und der Dollar und seine Ableger sind das Spielgerät der Mächtigen, um immer reicher und mächtiger zu werden. Gold als Mass der Dinge stört dabei nur.
    Das diese Leute privat große Mengen an Gold besitzen, daran habe ich auch keinen Zweifel. Darüber hinaus besitzen sie aber vor allem Land, Konzerne, Rohstoffquellen, Regierungen....

    Wie schon vorhergesehen, sind die Silberbugs in der Überzahl.



    Meine Präferenz gilt Gold.
    1) Die monetäre Funktion. EM hat momentan kaum eine monetäre Funktion, gilt also in breiten Schichten nicht als Geld bzw. Zahlungsmittel. Dort, wo EM noch einigermassen als Wertspeicher gilt (China, Indien, Arabien, Türkei...) , bezieht sich das hauptsächlioch auf Gold. Dort, wo EM nicht verbreitet als Wertspeicher gilt (Industriestaaten), kann in Zukunft allenfalls Gold wieder ins Gedächtnis der Leute vordringen.


    2) Bei Silber kann die oft als Plus hervorgehobene Rolle als Industriemetall auch kontraproduktiv wirken; in der Weise, dass Silber in Zukunft tatsächlich als Industriemetall verwendet und gehandelt wird und seine einst monetäre Rolle gänzlich verschwindet. Das soll nicht heissen, das es nicht erhebliche Preissteigerungen bei Silber geben kann. Die sind sogar wahrscheinlich. Um daran zu partizipieren, kann ich mit silberbezogenen Wertpapieren arbeiten. Aber als Sicherheit, die ich mir physisch in den Tresor lege, kommt Silber kaum in Frage. Das wäre so, als wenn ich mir ein paar Fässer Rohöl in den Keller stelle, um an steigenden Ölpreisen teilzuhaben.
    Deshalb klare Präferenz für Gold.


    3) Und noch eins: Wenn ich wirklich mal gezwungen bin, meine Habseeligkeiten zu packen um Hals über Kopf abzuhauen, dann ist mir eine kleine Reisetasche, die ich lässig tragen kann, lieber.

    martonia


    Ich kenne Deine Investments nicht, aber soooo weit oberhalb der jetzigen Kurse kannst Du gar nicht eingestiegen sein. Oder steckst Du in Minenaktien und Termingeschäften ? Ich hatte den Eindruck, das Du in richtiges Metall investiert hast.


    Wie dem auch sei: Auch ich habe meine Zweifel bzgl. mancher Untergangsparole. ABER: Kein einziger Euro, den ich in EM gesteckt habe, tut mir leid. Im Gegenteil. Ich betrachte es als Vermögen. Und bei Filmen gefallen mir die Szenen am besten, wenn irgendwo eine vergrabene Kiste gefunden wird und diese mit Gold gefüllt ist. Stell Dir vor, die würden stapelweise dort Banknoten aus alten Zeiten finden... Die Filmszenen, wo jemand ein Köfferchen voller Dollarnoten in der Hand hält, sind weit weniger eindrucksvoll.
    RECHNE DEIN GOLD IN GRAMM, und nicht in Euro oder Dollar. Freue Dich, wenn Du es nicht liquidieren musst, freue Dich über das Ausbleiben des Kollaps. Dieser Kollaps wird nicht lustig, - Gold hin oder her. Ich würde mich freuen, noch als alter Mann mein Gold besitzen zu können und es als eine Art Familienschatz an meine Kinder weiterreichen zu können.
    Bis dahin ist es eine Versicherung, - die Einzige, die nicht vom Wohlwollen anderer abhängt.

    Zitat von martonia:
    ...EM sinken wie Sau....


    Du meinst doch nicht dieses Geplänkel der letzten Wochen?? Sie Dir mal einen 5-Jahres-Chart von Gold an. Ich kann da kein Sinken entdecken. Ich sehe vielmehr eine straffe, teils überschiessende Aufwärtsbewegung. Mehr kann man doch kaum erwarten...

    Je mehr ich hier mitlese, auch die Links von weissgarnix, je stäker glaube ich an einen glimpflichen Ausgang dieser Kredit - und Bankenkrise. So lange die FED frisches Geld bereitstellt, wird ungeniert weitergewurschtelt. Irgendwann hat man sich an sog. "Horrormeldungen" gewöhnt, die Schuldenberge wachsen weiter an, die Zinsen werden aus der Druckerpresse bezahlt, Verluste werden breit gestreut, sprich auf 6 Milliarden Menschen verteilt. Das einzige, woran man die Krise erkennen wird, ist die Inflation. Aber auch hier gibt es Gewöhnungseffekte. Mittlerweile wird ein Ölpreis von 125 Dollar schon als billig gefeiert, ein Dollar von 0,65 Euro (1,55) gilt als erstarkt und über Gold bei 900+ redet schon kein Schwein mehr. Wenn ihr mich fragt, der Knall findet nicht statt. (- ich weiss: wenn man ihn nicht mehr erwartet, dann kommt er...)

    Wie gesagt, er hat auf dieses Gerede von DGB-Chef Sommer reagiert, welcher von zehntausenden frierenden Deutschen im nächsten Winter sprach. Vorläufer war Sarrazins Genosse Gabriel, unser Umweltminister, der Sozialtarife bei Strom und Gas forderte. Alles viel Gesülze!
    Sarrazin lehnt das ab. So weit, so gut. - und empfiehlt wärmere Pullover. Das ist natürlich ziemlich daneben, vor allem bei Leuten, die dies ohnehin schon praktizieren. Sobald du Kinder hast, kannst Du auch nicht nur einen Raum beheizen oder nur kalt duschen. Bei Leuten, die sich Mühe geben, kommen solche Vorschläge schlecht an, - mit Recht.
    Bei Hartz-IV haben wir scheinbar alle diese Propaganda vor Augen, vom Fettsack im Unterhemd, von der Schlampe mit der Kippe im Mundwinkel und vom Halbstarken zwischen einem Berg von Unterhaltungselektronik. Ich glaube, dass dieses Bild verzerrt ist und mit Absicht verzerrt wurde.

    Bzgl. Heizkosten hat er sich ziemlich im Ton vergriffen. "16 Grad - ich habe es auch überlebt" .
    Wenn es ums nackte Überleben ginge, dann könnte man die Sozialhilfe nochmal drastisch absenken; von Mehlsuppe kann man sich ohne größere Schäden ein paar Tage ernähren, ein bisschen Obst und ein Ei dazu und man ist suboptimal ernährt.
    Die Heizkosten müßten pro Quadratmeter mit einem fixen Betrag abgegolten werden. Alles darüber müßte selbst gelöhnt werden. Vielleicht ist das ja sogar so???
    Ich nehme an, er hat auf diese ebenso irrigen Vorschläge zu sog. Sozialtarifen bei Strom und Heizung reagiert. Da wird aber auch ein Blech zusammengeredet !


    Viel mehr Zustimmung bekommt Sarrazin von mir bzgl. seiner Äußerung zur Pendlerpauschale. Diese gehört abgeschafft und die ersparte Subvention muß zur allg. Steuersenkung verwendet werden. Am besten, die Mineralölsteuer runter. Schöner Quatsch: erst Benzinsteuer erheben und gleichzeitig Fahrten subventionieren.
    Einen schönen Kommentar habe ich dazu gefunden, ist nicht von mir:
    "Mit der Pendlerpauschale hat er recht: der deutsche Michel, der von Multi-Kulti träumt, dabei aber aus den „Problembezirken“ der Großstädte hinausgezogen ist in die „Idylle“, wo man dann Plakate aufhängt „bunt statt braun“, obwohl im Umkreis von 10 km nicht mal ein Döner ist, der muß nicht über die Allgemeinheit finanziert werden."

    Kleinbarren und Kleinmünzen eignen sich gut als Geschenk. Sowohl zum Verschenken, besser noch, um sie sich schenken zu lassen. Der Aufpreis ist zwar kaum akzeptabel, aber sich 1, 2 oder 3 Gramm von jemanden schenken zu lassen, ist besser als irgendwelcher anderer Schrott. Besser 50 Euro dafür als für ne geschmacklose Krawatte.

    Sowohl bei mir als auch bei Dir wilde Spekulation. Außer Zick und Zack gibts auch noch seitwärts. Ich glaube jedenfalls nicht an eine sofortige, sondern an eine mittelfristige Gegenbewegung, die dann wieder neue Rekorde bringen wird.
    Ist mir als Langfristinvestor eigentlich ziemlich egal.
    Nur bzgl. Zukäufe sehe ich keine Dringlichkeit.


    Das es Kräfte gibt, die diesen Aufwärtstrend mit zunehmender Sorge sehen, und ggf. auch verzweifelt versuchen, bestimmte Signalmarken zu setzen bzw. zu verhindern, bezweifle ich nicht. Aber jede andere Anlage, und sei es die hinterwäldlerischste Aktie von Sonstwo, würde nach solchem Anstieg korrigieren. Dieses meine ich, wenn ich sage, dass es dazu keines PPT bedarf.

    Hallo Schablonski, Du stellt Fragen!
    Ich kann da keine Unlogik sehen. Das einzig "unlogische" sind die Über - und Untertreibungen an den Märkten. Natürlich ist die Inflation höher und die Geldmenge ist gestiegen. Dies drückt sich auch im Goldpreis aus. Immerhin haben wir einen langjährigen Aufwärtstrend. Der gleitende 200Tage-Durchschnitt lag beim 2006Mai-Rückschlag bei ca. 580 USD, jetzt inmitten des 2008er Frühjahrsrückschlag liegt er etwa bei 870 USD. Hier hast Du die Geldmenge und die Inflation; ob in adequatem Maß, sei dahingestellt. Immerhin ist das ein Anstieg um 1/3 in zwei Jahren. Leider bewegen sich die Kurse nicht wie gleitende Durchschnittslinien, sondern im wildem Zickzack. Momentan sind wir in einem Zack nach unten. Und ich sage nichts weiter, als dass dieser Zack mich an 2006 erinnert und ich mir gut vorstellen kann, das es auch wie seinerzeit einige Monate dauern wird, bis es wieder scharf ansteigt.

    Wenn man sich einen üblichen 3 -oder 5 Jahreschart ansieht, so deutet sich scheinbar eine Entwicklung wie 2006 an. Demnach würde es jetzt Richtung 800 USD gehen, danach einige Monate vielleicht auch ca. ein Jahr unter Schwankungen seitwärts und erst dann wieder ein steiler Anstieg weit über das 2008er Märzhoch hinaus. Ist für mich das wahrscheinlichste Szenario. Ein Anstieg wie zwischen September und März ist nicht endlos fortsetzbar und würde auch nicht nachhaltig sein; die Korrektur also nur normal. Und das hat nichts mit PPT oder dergleichen zu tun.

    LUPO


    Mal davon abgesehen, dass Goldverkäufe der EZB in diesen Zeiten grundsätzlich zu verurteilen sind, aber unter Trading-Gesichtspunkten ist der Yen wohl DIE Währung, die großes Aufwertungspotential gegenüber dem Euro hat.
    Aber wie gesagt, eine EZB sollte nicht nach Trading-Gesichtspunkten handeln.

    Ich habe meine LV voriges Jahr verkauft; das heisst nicht, das Du das auch machen solltest bzw. das ich das empfehle.
    Ich habe an CashLife verkauft. Erlös war höher als bei Kündigung. Im Todesfall bekommt der Begünstigte trotzdem Geld, allerdings mit der Zeit in sinkender Höhe. Cashlife kauft nur bei einem Rückkaufwert von bis dato min. 5000Euro.
    ABER:
    Wieviel zahlst Du ein? Ist dieser Beitrag eher Peanuts? Soll diese LV später ein wichtiges Standbein werden, oder läuft das bei Dir nebenher.
    Es hat etwas für sich, auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen. EM als Grundstock und Anker. Cash ebenfalls unverzichtbar. Dann je nach Gusto gibts die verschiedensten Möglichkeiten. Eine fondgebundene LV mit bescheidenem monatlichen Beitrag kann dazu gehören.