Türkische Bevölkerung wechselt in den Krisenmodus
Noch vor zwei Jahren, als die türkische Wirtschaft zweistellig wuchs, pries Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Türkische Lira als eine der stabilsten Währungen der Welt. Seine Regierung ließ eigens ein neues Währungssymbol entwerfen: einen T-förmigen Anker, der den neuen Status als "sicheren Hafen" repräsentieren sollte.
Inzwischen gehört die Lira weltweit zu den Währungen, die am schnellsten abwerten. Im vergangenen Jahr hat die türkische Landeswährung zum Dollar gut ein Fünftel ihres Wertes verloren. Gestern gab die Lira erneut um 0,9 Prozent nach. Für einen Dollar mussten 2,21 Lira gezahlt werden. Damit hat sie in den erst elf Handelstagen dieses Jahres schon ihr viertes Rekordtief markiert. Ein Euro kostete mehr als drei Lira.
Volkswirte und Analysten zerreißen ihre nunmehr veralteten Prognosen und sagen der Währung eine noch deutlichere Abwertung voraus, zumal die türkische Notenbank zögert, die Zinsen zu erhöhen, um den Verfall der Lira zu stoppen.
Es sind aber nicht allein Volkswirte, die sich Sorgen machen. Türkische Privatanleger fallen in alte Gewohnheiten zurück: Sie verkaufen Lira gegen ausländische Währungen und decken sich mit Gold ein, um sich vor weiteren Verlusten zu schützen.
Wie vergangene Woche auf Silver Investing News unter Berufung auf einen Artikel von Bloomberg berichtet wurde, hat die Türkei im Jahr 2013 mit 227,8 Tonnen 60% mehr Silber importiert als noch im Vorjahr, davon 41,6 Tonnen allein im Dezember, womit der höchste Wert seit 1999 erreicht und binnen eines Monats nahezu dieselbe Menge an Silber importiert worden sei wie im Gesamtjahr 2011 (42,1 Tonnen).
Die Goldeinfuhr sei im gleichen Zeitraum um 64% auf 31,6 Tonnen und damit ebenfalls deutlich gestiegen. Damit summierten sich die Goldimporte der Türkei im Gesamtjahr 2013 auf 302,3 Tonnen; im Vorjahr hatten sich diese Bloomberg zufolge noch auf weniger als die Hälfte belaufen.
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