Im der aktuellen COMPACT - Ausgabe stellt Gerhard Wisnewski einige Pasagen aus obigem Buch vor. Ich habe das Buch nicht, eventuell geht er auch auf folgende Gedanken ein, dann bitte kurze Info!
Die konkrete Vorstellung vom Untergang des Schiffes der Olympic-Klasse wurde geformt von der Skizze, die der Marinemaler Willy Stöwer aus reiner Vorstellungskraft für die Leser der Zeitschrift Gartenlaube gezeichnet hatte! Er hatte nur dürftigste Informationen. Die Masse an Eisbergen hat es selbst nach den übertriebenen Schilderungen, die Überlebende der Presse gemacht hatten, nicht gegeben! Man weiß überhaupt nicht, ob es überhaupt einen Eisberg in der Nähe gegeben hat! Die Menschen konnten sich den Untergang des Schiffes allerdings nicht anders vorstellen, an einen Terrorakt mochten damals nur wenige glauben bzw. durften es nicht, wie Wisnewski im Artikel auch andeutet. Wie viele Überlebende berichtet haben, sank das Schiff auch viel weniger spektakulär, nämlich in einem wesentlich flacherem Winkel, erst als der vierte Schornstein (Attrappe) noch knapp zu sehen war, ragte sich das Heck empor. Diese Aussage ist wichtig, weil sie gegen das schnelle Absacken des Vorschiffes aufgrund des Aufschneidens der Außenhaut im ersten Drittel spricht. Die salopp, aber gekonnt hingeworfene Skizze von Willy Stöwer suggeriert aber genau das und wurde zeitgenössisch weltweit verbreitet, millionenfach nachgezeichnet und gemalt, hat die Vorstellung der Überlebenden überdeckt und die Erinnerung und Empfindung der Menschen bis in die heutige Zeit geprägt!
Bilder eben 