Beiträge von Währungshüter

    Heute vormittag mit nem Ing-Büro telefoniert. Ich nebenbei zur Chefin dann : eure homepage geht auch nicht. Sie dann erzählt, der Versorger hat ne Schalte gemacht, die MA wurden darauf hingewiesen, die PC runterzufahren. An den Server im Keller hat niemand gedacht, auch der Versoger-Mensch nicht. Nach Zuschaltung war der Server nicht mehr lauffähig, Die Zertifikate funktionieren nicht und wenn man das Zertifikat übergeht (Sicherheitswarnung) gbt es einen 500 error. Nix mit homepage. Telefone laufen auch über IP und schmieren ab. Alles seit Montag. Der IT ler sollte heute ran. Seit 9:00 Uhr hat sich nichts verbessert. Und sowas erlebe ich wöchentlich. Wenn nicht im eigenen IT Umfeld, so an den Telefonen der Gesprächspartner.

    Alles ganz normal, kann ich Dir sagen, auch wenn es viele ITler, die in Konzernumgebungen arbeiten und dort einen sehr begrenzten Aufgabenbereich haben, immer wieder leugnen. Was denkst Du, warum ich inzwischen Stundenverrechnungssätze wie ein Chefarzt aufrufe und das auch bezahlt bekomme, wenn ich das Chaos beseitige das andere angerichtet haben oder dafür Sorge, dass das Chaos erst gar nicht entsteht?


    Vor zehn Jahren hätten sie mich noch als Halsabschneider tituliert, heute wird ohne großes Murren bezahlt, Hauptsache der Schmerz lässt schnell nach.

    Du warst leider einen Tag zu spät dran beim überweisen. Am 28.04. gab es Freischaltungen. Musst Dich daher leider noch etwas gedulden, ich werde Deine Posts aber zügig freigeben, wenn ich online bin. Versprochen!

    kein wunder, früher musste man apps die programme hiessen, noch in assembler/maschinensprache programmieren oder webseiten direkt mit html code. dann kamen die ganzen editoren, wo sich jeder depp irgendwas zusammenklicken konnte, um am ende einen ausgeuferten haufen an code müll zu bekommen, der logischerweise deutlich fehleranfälliger ist, als ein schlanker direkt programmierter code.

    Vor allem musste man auch wissen, was man da programmiert. Heute wird eine IDE ( https://de.wikipedia.org/wiki/…erte_Entwicklungsumgebung ) genommen 10 externe Bibliotheken dazu gekauft und dann wird was zusammengedonnert und geklickt. Der Entwickler weiß dann "so ungefähr" was er da gemacht hat. Danach wird der Rotz durch den Compiler gejagt bisschen Beta-Test veranstaltet und fertig ist die Anwendung. Raus damit an den Kunden zum Produktiven Einsatz. Dokumentation nur bedingt vorhanden etc.


    Nach zwei oder drei Jahren, die Kinderkrankheiten sind so langsam behoben und alles läuft stabil, wird das Produkt abgekündigt und der Kunde muss die neue Version kaufen oder bekommt sie im Abo, muss aber migrieren, weil es für die alte Version keinen Support und Sicherheitsupdates mehr gibt. Die neue Version hat dann wieder eine neue GUI mit der der User nicht klar kommt, die Klickpfade sind anders, dasselbe heißt jetzt anders. Außerdem wurden einige Funktionen die bisher tadellos gelaufen sind kaputt optimiert, mit Fehlern versehen oder ggf. auch ganz entfernt und durch eine neue ersetzt die viel toller ist, deren Schnittstellen aber jetzt ganz anders sind, so dass man drei weitere Anwendungen ersetzen muss.


    Gleichzeitig wurde der Support optimiert, E-Mail-Anfragen gehen nicht mehr und Telefonsupport wurde auch abgeschaltet. Dafür kann man nun ein Ticket eröffnen und bekommt je nach gebuchtem Service-Level eine Technikerantwort per Mail oder telefonisch innerhalb von 4/8/24 oder 48 Stunden, abhängig davon wie viel man für den Support abdrückt. Das Lizenzmodell wurde auch angepasst, so dass man jetzt nach Arbeitsplätzen lizenzieren muss und monatlich zu zahlen hat. Statt bisher einmalig 5.000 Euro, sind jetzt monatlich 890.- Euro für die Software fällig.


    In 2-3 Jahre... man ahnt es schon, wird wieder alles angepasst, weil man erkannt hat, dass die User eine neue GUI und ein neues Lizenzmodell für eine noch bessere User Experience wünschen.


    So läuft das Spiel seit gut 10-15 Jahren und es wird immer schlimmer.

    Das klingt aber richtig kompliziert - Hut ab [smilie_blume]

    Ist es auch und dank der Verdummung in den Schulen, schaffen es Nachwuchskräfte immer seltener sich in derart komplexe Systeme tief einzuarbeiten, wie es eigentlich nötig wäre. Daher knallt es dann und die Alten, gehen halt in Ruhestand oder sterben weg. Und nein, KI ist da nicht die Lösung bestenfalls ein Hilfsmittel.

    Pass auf... bei eBay hat man schon immer das Gefühl gehabt, dass es jede Sekunde zusammenbricht... aber es läuft und läuft...

    Ich meinte da eher solche Sachen:

    Probleme mit .de-Domains: Was bisher bekannt ist
    Dienstagabend waren .de-Domains wegen DNSSEC-Fehlern nicht erreichbar. Einiges lässt sich rekonstruieren – noch schweigt sich die DENIC über die Ursache aus.
    www.heise.de


    Ich sehe das täglich bei mir im Betrieb, ständig müssen wir Software / Betriebssysteme / Hypervisor etc. bei Kunden tauschen, oft mit gravierenden Seiteneffekten auf andere Bestandssysteme, weil sich Protokolle oder Schnittstellen ändern. Auf Grund der Masse an Anwendungen ist es oft nicht mehr zu überblicken, weil alles miteinander verzahnt ist und interagiert. Selbst gutes Sandboxing vorab schützt oft nicht vor (massiven) Problemen im Nachgang, an völlig unerwarteten Stellen. Wenn das dann Dienste betrifft, die von vielen Leuten genutzt werden, ist der Impact gleich enorm. Beispiele: Verkehrsleitsysteme, Parkabrechnungssysteme, Buchungssysteme für Schulessen, Produktionssteuerungen, Steuersysteme für Energieversorgungsysteme, der Trinkwasserversorgung oder bei der Klärung und Ableitung von Abwässern. Oder die Kommunikation bricht ab weil der Mail- und Telefonserver von größeren Firmen oder Kommunen nicht mehr richtig arbeitet, weil der Hypervisor ein Update bekam.


    Der Impact ist immer gewaltig und die Probleme wurden in den letzten zehn Jahren stetig häufiger, da Produktlebenszyklen kürzer werden und Anwendungen oft nicht ausgereift sind, während die Vorgängerversion schon abgekündigt ist und keinen Support mehr erhält. Gleichzeitig ist alles mit allem viel stärker integriert, sprich wenn System A nach einem Softwareupdate spinnt, kann dies zu einem teilweisen Ausfall von den Systemen B und F führen, die offensichtlich eng mit A interagieren. Gleichzeitig kommt es auf System Z, das nicht angefasst wurde, zu einem Totalausfall, da Z auf die einwandfreie Funktion inkl. aktueller Datenstände von System F und K angewiesen ist. Da F nur eingeschränkt aufgrund eines Updateproblems auf A arbeitet, fällt System Z komplett aus. Doch auf dem Schirm hatte das keiner, außer einem, der das System bereits 25 Jahre betreut und es mit aufgebaut hat. Hoffentlich ist der dann nicht im Urlaub, krank oder gar tot.

    Andere Perspektive: wenn es so ist, daß er von den Doomsday-Zionisten ins Amt gekauft wurde und die ihn zwingen wollen, daß er all in geht, sprich das Armageddon herbeiführt, ist das vielleicht gar nicht die dümmste Taktik, sich zum Deppen zu machen. Impeachment lieber gestern als morgen könnte ein reales Ziel sein.


    Wäre eine Denkmöglichkeit für die, die hoffen, es sei 17D-Schach, was er macht :hae: .

    Oder er ist schlicht nach Ockhams Rasiermesser ein Fall für den Psychiater.

    Eine Frage wird sein, wann wird man mit KI auch Geld verdienen bzw. wird man das überhaupt? Aktuell verbrennen KI-Anbieter Geld, weil die Kosten für Hardware und Energie steigen, die Bereitschaft zum bezahlen der Leistung, auf Kundenseite aber nicht "so groß" ist. Sie ist zwar vorhanden, aber nicht in dem Umfang, dass dieses Geschäft profitabel wäre. Und auf absehbare Zeit sehe ich auch nicht, dass sich da was ändern wird, die Gründe dafür sind fundamentaler Natur:


    1.) Große Festplatten für Rechenzentren als Storage und Archivspeicher > 10 TB, haben eine Heliumfüllung (dank des Irankriegs fehlen für die nächsten ~4 Jahre 40% der weltweiten Heliumproduktion, die Produktionsanlagen in Katar wurden zerstört).


    2.) Die Waver zum Herstellen der Prozessoren, RAM und SSD-Speicher müssen in der Fertigung mit Helium gereinigt und gekühlt werden. Problem dabei, siehe Klammer-Hinweis unter 1.).


    3.) Bei SSD-Festplatten herrscht am Markt seit Sommer 2025 ein strukturelles Defizit aufgrund der hohen KI-Nachfrage. Neue Werke um diese Lücken zu schließen gehen nach und nach ab 2027 in Serienproduktion, mit einem Überangebot und damit so niedrigen Preisen wie bis Sommer 2025 ist aber vor 2030 nicht mehr zu rechnen.


    4.) In IT-Systemen wird Silber benötigt, das ist teuer geworden.


    5.) KI hat einen hohen Energiebedarf, Energie ist weltweit aufgrund des Irankriegs teurer geworden, Karftwerkskapazität zu erweitern braucht Zeit und ist teuer.


    6.) Sinnvoll lässt sich KI nur mit Kernkraft realisieren, der Schlüssel dürfte in SMR-Lösungen für Rechenzentren vor Ort liegen. Die SMR-Technik ist aber noch nicht soweit, dass man sie in die breite ausrollen kann.


    All das bedeute, dass mit KI nicht so schnell Geld verdient werden kann, wie es sich manche erträumen. Es ist ähnlich wie beim Dot.com Hype. Das Internet war neu, vielen erschien es wie ein Wunder und man konnte auch viel machen. Das Problem: die beim Endverbraucher notwenigen Bandbreiten waren nicht verfügbar, damit es in der Masse voll genutzt werden konnte und somit das volle Potential ausspielen konnte. Das änderte sich erst langsam mit der Vorbereitung von VDSL-Anschlüssen für Privatleute in der zweiten Hälfte der 00er Jahre. So richtig sinnvoll nutzen, lässt sich das Internet für alle möglichen Dienste, in Wirklichkeit aber erst mit bezahlbaren Glasfaseranschlüssen für Privatkunden in der Fläche - weltweit. Dann kommen Synergie- und Skaleneffekte zum Tragen und es kann das große Geld gemacht werden. Da kommen wir seit einigen Jahren auch an (in Schland nur bedingt), der Dot.com Hype, war somit einfach 20-25 Jahre verfrüht.


    Fazit: KI braucht noch ~10 Jahre, bis damit richtig Geld verdient wird, abseits spezieller Branchen- und Nischenlösungen.


    Was das für die Spekulation bedeutet: Bei KI befinden wir uns derzeit in einer Blase, aus der sicher in den nächsten Monaten Luft entweichen wird, weil die Phantasie vom schnellen Geld schweindet.

    Es ist eine wahre Silberlotterie, zwei Dollar hoch, drei runter, wieder drei hoch, dann zwei runter. Einen Grund braucht es nicht und aus dem Chart lässt sich der künftige Kursverlauf aktuell auch nur schwer ableiten. Ob short oder long, am besten man wirft eine Münze.

    Der Satz nach unten in allen Indizes, EM und Währungen um Punkt 12 war mal wieder sehr bemerkenswert oder hat Donald was von Weltuntergang gepostet. Das ist einfach nur noch ein perfides Spiel irgendwelcher Banken. :boese: :boese: :boese:


    didi

    Nö, der Iran hat aber wohl zwei US-Kriegsschiffe angegriffen, die durch die Straße von Hormus brechen wollten. Hatte er angekündigt, dass er dies als Bruch der Waffenruhe ansieht und angreifen wird. Wie immer macht der Iran das auch was er ankündigt, anders als RU. Es ist im Moment echt nervig ohne Ende, jede Nachricht hat das Potential einen Trade kaputt zu machen, weil sie die Kurse massiv bewegt, egal welche.

    Der Lehrer mit der Hausordnung, war unser Mathelehrer am Schimpansium (Oberstudienrat der alten Schule, kurz vor der Pensionierung). Ich war bis zur 8. oder 9. Klasse in Mathe stets sehr gelangweilt im Unterricht, weil ich es extrem einfach und logisch fand. Andere in der Klasse, insbesondere Weiber, haben ständig gemeckert, das verstehe ich nicht, ist total unlogisch, können sie das nochmal erklären. Also habe ich halt "ScheiX" gemacht, was dann regelmäßig zu Strafarbeiten führte.


    Anders als seine jüngeren Kollegen, hatte der nichts mit Computer und Taschenrechner am Hut. Hatte in seinem Koffer stets einen Rechenschieber mit dabei :thumbsup: .

    Btw. mein Arbeitsplatzrechner, an dem ich diesen Post schreibe, hat 1 TB = 1.048.576 MB als SSD-Festplatte und 64 GB = 65.536 MB RAM. Und eine Taktfrequenz von 3,4 GHz = 3.400 MHz.


    Wenn man sich das so anschaut, wie es sich in den 37 Jahren seit meinem ersten Rechner Entwickelt hat, muss man aufpassen, dass einem die Pulsfrequenz nicht hoch geht. Aber die Betrifft ja auch das Herz und nicht die Schwingung die in Hertz gemessen wird.


    Irgendwie habe ich heute Nostalgietag... :huh:

    PS: Ich mit 286er und 20MB Festplatte. Mehr brauche man nicht bei sauberer Programmierung....

    Mein Schneider Euro AT, hatte 42 MB HDD, 12 MHz Taktfrequenz (80286 CPU) und 1 MB RAM. Dazu MS-DOS 3.3, doch ich hatte schon MS-Word 5.


    Hab in der Schule öfter als Strafe die Hausordnung abschreiben. Ich fragte den Lehrer, ob ich das auch mit dem Comupter machen darf. Er sagte ja, "es sei ja sogar viel anstrengender mit dem Computer zu schreiben wie von Hand" (O-Ton). Bei diesem Lehrer war immer die Standardstrafe, Hausordnung abschreiben. Musste ich mehrfach machen, wenn er der Meinung war, dass ich den Unterricht gestört habe. Da ich es mit dem Computer machen durfte, war es recht einfach, ich musste es nur ausdrucken, auf meinem Seikosha SP 180 - 9 Nadeldrucker [smilie_happy] . Die Hausordnung war ja auf der Festplatte gespeichert :thumbsup: .


    Der Rechner hatte für damalige Zeit, ein echt stylisches Design. Im Nachhinein vermutlich bis heute der schönste Rechner, den ich je hatte. So sah er aus...


    Externer Link: https://oldcrap.org/2024/04/28/schneider-euro-at/


    Ich mochte ihn und bereue es inzwischen, ihn vor gut 30 Jahren entsorgt zu haben - aus nostalgischen Gründen.