Breaking: Fed-Protokoll bestätigt Narrative von länger anhaltend höheren Zinsen
Das Protokoll der Federal Reserve-Sitzung vom 28. bis 29. April offenbarte unter der Oberfläche einen deutlich restriktiven Ton, wobei viele Entscheidungsträger signalisierten, sie hätten es vorgezogen, die Lockerungsneigung aus der geldpolitischen Erklärung ganz zu entfernen.
Die Beamten waren sich weitgehend einig, dass die Inflationsrisiken weiterhin nach oben geneigt sind, insbesondere vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen im Nahen Osten, steigender Energiepreise und anhaltender Zollbelastungen. Laut dem Protokoll sagten die meisten Teilnehmer, dass eine zusätzliche Straffung der Geldpolitik wahrscheinlich angemessen wäre, falls die Inflation weiterhin hartnäckig über dem 2%-Ziel der Fed liegen sollte.
Die Entscheidungsträger räumten auch ein, dass der Konflikt im Nahen Osten das Risikogleichgewicht erheblich verändern und den angemessenen geldpolitischen Kurs künftig erschweren könnte. Mehrere Mitglieder warnten, dass erhöhte Ölpreise und Zölle schließlich dazu führen könnten, dass Inflationsdruck tiefer in der Gesamtwirtschaft verankert wird, was es der Fed erschweren würde, eine Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft zu rechtfertigen.
Gleichzeitig ließ das Protokoll die Tür für Zinssenkungen später im Jahr unter einem günstigeren Szenario offen. Einige Teilnehmer stellten fest, dass Zinssenkungen gerechtfertigt sein könnten, wenn sich die geopolitische Lage schnell stabilisiert und der Inflationsdruck auf überzeugende Weise nachlässt.
Dennoch tendiert die übergeordnete Botschaft des Protokolls klar zur Vorsicht. Die Teilnehmer beurteilten allgemein, dass anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheit erfordern könnten, dass die derzeit restriktive Geldpolitik länger aufrechterhalten wird als zuvor erwartet.
Das Dokument zeigte auch, dass nur eine kleinere Gruppe von Beamten der Ansicht war, dass Zinssenkungen bei klareren Belegen für eine nachhaltige Disinflation angemessen wären.
Wichtig für die Märkte ist, dass der wirtschaftliche Ausblick des Fed-Personals im Vergleich zur März-Sitzung leicht nach oben korrigiert wurde, was die Vorstellung untermauert, dass die Entscheidungsträger die US-Wirtschaft trotz strengerer Finanzbedingungen und geopolitischer Gegenwinde weiterhin als widerstandsfähig ansehen.
Zusammenfassung
Das Fed-Protokoll stärkte die wachsende Markterwartung eines länger anhaltenden höheren Zinsniveaus. Die Entscheidungsträger wirken zunehmend unwohl angesichts anhaltender Inflationsrisiken, insbesondere da höhere Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten den Disinflationsprozess verzögern könnten. Sofern die Inflation nicht deutlich nachlässt oder die Spannungen im Nahen Osten nicht stark abklingen, scheint die Fed noch weit davon entfernt, eine baldige geldpolitische Lockerung anzukündigen.
Marktreaktion
Der Greenback bleibt am Mittwoch unter Druck, was den US-Dollar-Index DXY dazu veranlasst, die Unterstützung bei 99,00 zu testen, während die Anleger weiterhin die Wahrscheinlichkeit eines US-Iran-Abkommens bewerten und vorübergehend die stabilen Wetten auf eine länger anhaltende restriktive Fed beiseitelegen.