Beiträge von Spengler

    Und sollte die Deflation doch noch kommen, mit all ihren häßlichen Begleitumständen, dann soll mir einer mal erzählen, welcher Wertaufbewahrungsträger besser geeignet ist als Gold!


    - Der Euro oder Dollar auf dem Festgeldkonto, oder in entsprechenden Staatsanleihen?
    Etliche Banken werden pleite gehen und mit ihnen ganze Staaten. Niemand wird für irgendwelche Bankguthaben geradestehen können,
    kein Einlagensicherungsfond und auch die Bundeskanzlerin nicht. Viele Sparer werden ihre Guthaben nie wieder sehen.


    - Aktien? Selbst wenn man sie dann erst nach 85% Kursverlust billig einsammelt, müssen etliche Unternehmen noch Konkurs anmelden
    und verschwinden von der Börse.


    - Immobilien schon mal gar nicht! Alle wollen sie aus ihren Kreditfinanzierten Immos raus. Immofonds werden reihenweise geschlossen
    und aufgelöst.


    - Kunstgemälde, Gourmetweine, Oldtimer? Keine Zeit für Dekadenz, es geht ums nackte Überleben.


    - Industrierohstoffe? Die Wirtschaft steht still, die Preise gehen in den Keller. Wer keine riesigen Lagerhallen besitzt, wird das Zeug
    zwar billig kaufen können, aber wo soll er es lassen? ETFs auf Kupfer oder Stahl werden nicht mehr gehandelt, hier sind wir
    auch wieder beim Ausfallrisiko (Börse, Emi, depotführende Bank)


    - Bleibt noch das gut diversifizierte Bargeld-unterm-Kopfkissen-Depot im Schlafzimmer. Eine unumgängliche Währungsreform wird
    hier etliche Scheinchen ihrem inneren Wert annähern

    [quote='edved',index.php?page=Thread&postID=761038#post761038]Danke für Eure Infos/Beiträge.


    Sollte ich keine Antwort auf meine Anfrage per E-Mail erhalten, werde entweder am Freitag mal anrufen und fragen wie ich zahlen kann/soll (evtl. in Euro?) oder mit einer SHARE Auslandsüberweisung (kostet bei meiner Direktbank 8€) arbeiten (analog zu peter63). Eine OUR Überweisung geht bei der Direktbank nicht und kostet bei meiner Hausbank fast 30€, das wird dann doch recht teuer...


    Wie hoch sind denn bei deiner Orderbestätigung die Versandkosten?

    Hi, ich hab heute mit der sehr netten Frau Nielsen telefoniert.


    -Aus versicherungstechn. Gründen sind nur 3 Stk. in einer Order bestellbar. Ok, man kann ja mehrmals bestellen, das wären laut Royal Mint:


    "Prices
    All collector's coins are subject to 25 per cent Danish VAT. Sale of collector coins to private individuals living outside the EU, including Greenland and the Faroe Islands, is exempt from VAT. "
    Also nicht so prickelnd für Dänen.


    -Man kann größere Bestellungen auch persönlich abholen. Brøndby ist nicht weit vom Flughafen Kopenhagen entfernt.


    "Postage costs:
    • From DKK 115.00 for dispatch outside Denmark, and to Greenland and the Faroe Islands.


    The coins will be dispatched by registered letter or insured letter (værdibrev) by Post Danmark. The prices of the individual coins are stated on the order form."


    Aber gerade habe ich mir die Confirmation angeschaut
    3x3000 Kronen + 220 Kronen (Postage) = 9220 Kronen


    Das ist mit dann doch zu viel. 220 Kronen sind immerhin fast 30 Euro und die wären ja dann bei jeder Lieferung fällig. Werde noch mal nachfragen, warum es diese Abweichung gibt. Ansonsten mach ich mich lieber selbst auf die Socken. Vielleicht ergibt sich ja noch was :P ?


    -den zu überweisenden Betrag hat sie mir in Euro exakt umgerechnet.


    Mit dem Zoll dürfte es ja wohl keine Probleme geben, denn die Münzen sind offizielles Zahlungsmittel in dem EU-Land Dänemark. Oder liege ich hier etwa falsch??? Dann sagt mir das bitte!

    Ich finde das Angebot auch garnicht so schlecht wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag.


    Standard 1/4 Unzen mag es zur Zeit zwar gut 10 % billiger geben, aber die haben nicht so einen hohen Nominalwert und die Dänenkrone ist stark aufwertungsverdächtig, sonst würden kurzfristige dänische Staatsanleihen wohl aktuell nicht mit negativen Renditen als Ausgabepreis an den Mann bzw. die Frau zu bringen sein.


    Das Angebot ist sogar so gut, dass die Bestellung limitiert ist auf läppische 3 Stück wenn man Germany eingibt. ;(
    Bei der Länderauswahl fehlt Dänemark. Vielleicht dürfen die ja mehr ordern.

    Die Darstellung auf Onvista ist für die Tonne, da der 200 Tage-Durchschnitt gar nicht über den vollen Betrachtungszeitraum reicht. Sei versichert, sowohl 200 Tagelinie einfach, als auch EMA 200 wurden im Januar 2009 deutlich unterschritten, letzterer für weniger Tage dafür aber auch noch einmal im April 2009.
    Waum für dich der 3 Jahreszeitraum so relevant ist, ist mir nicht klar. Im Krisenjahr 2008 war der Goldpreis sogar monatelang unter den 200 Tage-Durchschnitten.

    ...klickt man von der Goldseiten Startseite auf Forum öffnet sich dieses im gleichen Fenster. das war vorher anders. Die Goldseiten Startseite wurde minimiert und die Forum-Seite öffnete sich zusätzlich.

    Gestern bei PA in MUC:


    Hübsche junge Dame liess mich nicht rein wegen "Überfüllung". Habe ich noch nie erlebt, war etwas verärgert. Innen war es dann doch nicht so voll, aber die ruhige, sagen wir fast schon intime Atmosphäre (die nackten Betonwende mal außer Acht gelassen) soll verständlicherweise erhalten bleiben. An den drei Kassen musste man dann etwas (15min) warten. Waren viele Neulinge dabei, die noch nicht wussten wie das mit dem Sitzplatzwechsel läuft. Auf dem schäbigen Parkplatz ein Mercedes S600 aus Düsseldorf. Hätte mich mal interessiert, was der so im Kofferraum hatte.

    Zitat

    Time so say: Good bye!
    Wobei angemerkt am Rande: Was die Blödzeitung und ihr Redakteuer jetzt nach den Feiertagen rausgelassen haben ist schlicht ebenfalls unterste Schublade, soviel Fairness muss sein, denn die Schreiberlingbedrohungskiste gehörte vom zeitlichen Ablauf dem Präsi bereits vor seinem peinlichen Auftritt am 22.12. vor den Latz geknallt.
    Wünsche
    ...einen goldigen Tag
    Tut


    Schon 35 Seiten. Nicht das du mal mit diesem Thread so endest wie der Deflationator mit seinem Lieblingsthema. [smilie_blume]

    Meines Erachtens leben wir die meiste Zeit in einem inflationären Umfeld. Und zwar sowohl auf der monetären Seite als auch auf der Preisseite. Was man wirklich zum Leben braucht wird ständig teurer, während einige Güter, die nicht unbedingt notwendig sind, sich durchaus auch verbilligen ( z.B. Unterhaltungselektronik).


    Ich verstehe den Sinn der Diskussion, ob Deflation oder Inflation kommt, nicht wirklich.
    Wenn man streut in Immobilien, Edelmetalle, Aktien und Cash zusammen mit regelmäßig überdurchschnittlichen Einnahmen aus dem Berufsleben (ein Beruf, dessen Leistungen immer irgendwie gefragt sind) kann man doch nichts falsch machen.
    Gibt es eine längere starke Inflation ist nur der Cash-Bestand hin und das Erwerbseinkommen wächst geringer als die Teuerungsrate. Bei Deflation leiden die Immos, Aktien ( u.U. bis hin zum Totalverlust wegen Firmeninsolvenz) und Edelmetalle deren industrielle Verwendung im Vordergrund steht. Wobei ein Deflationsschock sicher schlimmer ist, denn die meisten würden alles verlieren. Nicht einmal ihre Arbeitskraft könnte ihnen u.U. helfen. Auch hier wäre man wieder zumindest relativer Sieger dank Gold, Cash und beruflicher Nachfrage.


    Wenn ich nun davon ausginge, dass ein Deflationsschock sicher in absehbarer Zeit kommt, dann fällt es mir schwer mir vorszustellen, wie ich da als der große Gewinner hervorgehen kann. Würde ich alles auf Cash setzen, müsste ich damit rechnen, sofern ich das Geld auf der Bank habe, alles zu verlieren (Bankrun und infolge Bankenschliessung etc.) oder wie im Falle MF Global sind die Kundengelder einfach weg. Dass wir uns auf die (ohnehin limitierte) gesetzlich garantierte Einlagesicherung im Ernstfall nicht verlassen können, ist sicher unstrittig. Alternative: Cash unterm Kopfkissen. Da kann ich mir wiederum nicht vorstellen, dieses in geeigneter Weise einsetzen zu können. Um damit eine Unternehmensbeteiligung (Aktie) zu erwerben benötige ich eine Bank, wo ich das Geld einzahlen muss. U.U. gibt es hier schon eine Hürde, weil es schwer nachzuweisen sein wird, dass das kein Schwarzgeld ist. Die Bank könnte schon eine Minute nach meiner Einzahlung hops gehen. Es könnte sein, dass der Aktienmarkt lange ausgesetzt wird, ich meine Siemens also gar nicht kaufen kann. Es könnte sein, dass Siemens nach meiner Investition wie sicherlich unzählige Unternehmen Insolvenz anmeldet.
    [Wieviele von den aus 30 Unternehmen bestehenden Dow Jones Industrial Average Index haben die große Depression überlebt?]


    Kann man in solchen Zeiten einer Verwahrung der Aktien im Girosammeldepot noch vertrauen???


    Der Erwerb einer Immobile mit einem großen Batzen Bargeld wird u.U. auch nicht so einfach. Vielleicht dürfen Notare dann kein Bargeld mehr annehmen?


    Also, wie kommt man unbeschadet aus einem Deflaschock wieder raus oder wie profitiert man sogar davon?


    Permanent im Vorfeld darauf zu wetten ( Puts auf Dax und Co.) kostet auch 'ne Stange Geld, wenn der Einbruch nicht kommt und ob man den Gewinn im Falle des Absturzes dann noch ausbezahlt bekommt ist auch fraglich ( mal in den Verkaufsprospekten der Emittenten lesen).

    sag das mal denen, die bei 1900 Dollar und mehr eingestiegen sind...für die ist ein Fall von 1900 Dollar auf 1600 Dollar ein Crash.


    ...du hörst dich ja an wie der olle Tenhagen. Der pickt sich auch immer das Hoch von 1980 raus. Aber am Top haben hier die wenigsten gekauft und wenn doch werden sie die Posi (falls Papiergold) sicher schon beim ersten Auswascher im September geschmissen haben. Frag doch mal die, die am Jahresanfang eingestiegen sind, oder vor 2 Jahren, oder vor 3 Jahren, oder vor 4 Jahren...oder vor 11 Jahren. Merkst du was?

    Für die Amis ist ein starker Dollar schlecht also wüsste ich nicht, warum die den Euro angreifen sollten.


    Über diese weit verbreitete Plattitüde solltest du mal ganz in Ruhe nachdenken. Es mag sein, dass eine sehr starke Währung irgendwann mal Probleme beim Export bringen kann, aber die Vorteile eines starken Dollars überwiegen ganz klar. Bedenke dabei, die USA importieren deutlich mehr als sie exportieren. Mit einem starken Dollar lässt es sich besser auf dem Weltmarkt shoppen, oder eine starke Währung verringert die Gefahr der importierten Inflation. Mittelständische Unternehmen in Europa, besonders in Deutschland, werden sehr gern von Amerikanischen Konzernen oder Kapitalmarktheuschrecken aufgekauft. Auch hier hilft ein starker Dollar.

    Eine weitere Gemeinheit steckt in den Produkten der Finanzindustrie.
    - Knock out Zertifikate können, zu eng gewählt, den Totalverlust bringen, gemeinerweise werden deren Hebel aber auch automatisch kleiner wenn man richtig liegt.
    - Plain Vanilla Optionscheine, wo der Gewinn schrumpfen kann, weil die implizite Volatilität gleichzeitig fällt, seien hier mal nur am Rande erwähnt. Außerdem das Gebahren mancher Emis. Damit meine ich nicht nur die sprunghafte Anhebung von Geld/Brief-Spannen. Ich hatte dieses Jahr schon einen Put auf Gold im Depot der vom Emis mit 0,1 Euro im Geld gestellt wurde, während mehrere andere Emis vergleichbare Puts ( minimal varierende Restlaufzeit, identischer Basispreis, identisches Bezugsverhältnis) mit durchschnittlich 0,35 Euro stellten.


    Es reicht nicht was von Charts zu verstehen, man muss auch noch das richtige Anlagevehikel nutzen.

    Natürlich funktioniert Charttechnik und zwar in allen Zeitebenen. Investmentbanken und Fonds handeln im Tagesgeschäft computergesteuert und diese Computer nutzen spezielle Software für Charttechnik. Wenn alle nur nach Fundamentalanalyse handeln würden, dann gäbe es an den Börsen 99% weniger Umsatz. Schliesslich verkauft man eine gerade erworbene BMW-Aktie aus fundamentalen Gesichtspunkten nicht nach 5 Minuten wieder. Wenn es eine von der FED bekanntgegebene Zinsänderung gibt, dann interessiert nicht in erster Linie, ob es eine Erhöhung oder Senkung ist, auch nicht die Höhe der Änderung, sondern wie der Markt darauf reagiert, also fallen die Kurse oder steigen sie.


    Trendkanäle und komplexere Formationen können nur entstehen, weil Händler die Charttechnik nutzen. Man kann dies nutzen, in dem man für eine gewisse Zeit wie die Masse mit dem Trend mitgeht. Man kann aber auch geduldig warten, bis der Trend sich erschöpft und der Preis mittlerweile in fundamental nicht zu rechtfertigende Regionen gestiegen oder gefallen ist. Herrscht dann noch Euphorie oder panische Angst kann man antizyklisch gegen den Trend spekulieren. Hier kann man also mehrere Quellen kombinieren. Nichtsdestotrotz gibts auch Chartis, die alles außer den Preis ausblenden und damit prächtig verdienen. Das sind in der Regel keine Aboanbieter, sie haben es nicht nötig ihr Know How zu verkaufen. Die bleiben lieber anonym.
    Die Kunden, wie unser Professor, die nichts mit Charttechnik verdienen, springen zu spät auf einen Trend auf und verlassen ihn zu früh oder verkennen gar den Trendbruch. Ebenso sein Geld versemmeln kann man, wenn man zu früh und immer wieder antizyklisch agiert und schlauer als der Markt sein will. Das Problem ist, das die meisten einfach zu viel handeln, anstatt diszipliniert auf die wirklich günstigen Einstiegsmomente zu warten. Ich bin jetzt seit 12 Jahren dabei und weiss wovon ich spreche, habe genug Talsohlen durchlaufen und Gipfel erklommen.


    5-12 Trades pro Jahr mit ordentlichem Kapitaleinsatz bringen mehr als dieses ständige Dabeiseinmüssen mit lächerlichen 3%-5% des Kapitals.