Mein Thema war und ist nicht, wie stark jemand mit Glyphosat belastet wird, sondern was Glyphosat, wenn denn eine Exposition damit vorliegt, im Körper bewirkt.
Und da geht es nicht nur um Glyphosat sondern auch um andere Umweltgifte, wie Weichmacher, Holzschutzmittel, Flammschutzmittel etc.
Die Auswirkungen sind dabei fast immer die gleichen:
Hemmung der Mitochondrien-Atmungskette - Reduzierung der funktionsfähigen Mitochondrien - chronische Pro-Inflammation - Hemmung der DNA-Methylierung - fehlerhaftes Ablesen der Gene - Auftreten von Volkskrankheiten
Von dieser Ereigniskette hat die EFSA oder deren schweizerisches Pendant in ihren Risikoeinschätzungen eben, um es gelinde auszudrücken, nicht viel Ahnung.
Offentsichtlich fallen nicht 50 % gleich tot um, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.
Das heißt noch lange nicht, dass es keine (Langzeit-) Folgen hat bzw. werden generell keine Kombinationen von gleichzeitig aufgenommenen Gefahrenstoffe getestet. Es ist ja nicht so, dass ich nur ein bisschen Glyphosat aus dem Brötchen ausgesetzt wäre. Wie wirkt das in Kombination mit den Tausenden von anderen Umweltgiften, denen man ständig ausgesetzt ist?
Und wie sieht das dann in den nachfolgenden Generationen aus? Stecke ich als Erwachsener solche Schädigungen vielleicht noch irgendwie relativ gut weg, während meine Nachkommen durch mich damit bereits vorgeschädigt auf die Welt kommen und eine weitere Belastung eben nicht mehr so gut wegstecken können?
Meine Meinung dazu:
Viele machen es sich verdammt einfach und leben nach dem Motto: Nach mir die Sintflut, selbst wenn es die eigenen Kinder betreffen würde.