Das Problem bei B2Gold ist m.E. hauptsächlich die sehr hohe aktuelle Bewertung in Bezug zu den Reserven.
Um es mal mit Zahlen zu unterlegen, wähle ich den direkten Vergleich mit Endeavour Mining.
BTO hat 424,501 Mio. $ Current Assets und 1.057,716 Mio. $ ges. Liabilities
Daraus ergibt sich zum aktuellen Kurs und den aktuellen Devisenkursen ein EV von 3.279,35 Mio. $
BTO hat 6,514 Moz. Reserven und aktuelle AISC in Höhe von 750 $. Zum aktuellen Goldpreis von 1.290 $ sind diese Reserven 3.517,56 Mio. $ "wert". (1.290 $ minus 750 $ * 6,514 Moz.)
Wenn ich jetzt den EV durch den aktuellen Wert der Reserven teile, ergibt das einen Faktor von 1,07.
EDV hat 343,882 Mio. $ Current Assets und 733,357 Mio. $ ges. Liabilities
Daraus ergibt sich zum aktuellen Kurs und den aktuellen Devisenkursen ein EV von 2.191,38 Mio. $
EDV hat 9,106 Moz. Reserven und aktuelle AISC in Höhe von 774 $. Zum aktuellen Goldpreis von 1.290 $ sind diese Reserven 4.698,70 Mio. $ "wert". (1.290 $ minus 774 $ * 9,106 Moz.)
Wenn ich jetzt den EV durch den aktuellen Wert der Reserven teile, ergibt das einen Faktor von 2,14.
BTO ist also in Bezug zu den Reserven exakt doppelt so teuer als EDV.
Beide haben ziemlich genau die gleichen AISC und sehr bald m.E. eine nahezu identische Jahresproduktion. Der obige Vergleich macht also durchaus Sinn.
Warum BTO, wenn ich EDV zum halben Preis haben kann?
Nachtrag:
Bei EDV habe ich einen Milliardär, der fast die Hälfte seines Privatvermögens in EDV gesteckt hat. (ca. 30 % Anteil an EDV) So ein Mensch hat sicherlich einen besseren Einblick in ein Unternehmen, als wir ihn wohl je haben werden. Und so jemand verliert sicherlich ungern viel Geld und hat sich daher ganz bestimmt vor seiner Investition ausreichend Gedanken darüber gemacht.
Auf der anderen Seite bei BTO haben wir ein Management, das seit Monaten jede Gelegenheit dazu nutzt, um sich seine Optionen auszahlen zu lassen. Das Ganze in Millionenhöhe.
Dann gibt es noch die offenen Fragen zu Nicaragua und der Jahresproduktion ab 2020/21. (siehe auch meinen Beitrag vom Samstag)
Das Länderrisiko schätze ich bei BTO mindestens so hoch ein wie bei EDV, aber eher noch höher. Denn die Philippinen sind einerseits ein politisches Risiko und andererseits gehören die Philippinen zu den Ländern, die am gefährdetsten sind was Naturkatastrophen anbelangt. (Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Erdbeben und Wirbelstürme) Nicaragua liegt gleich neben Guatemala und ist sicherlich ähnlich einzustufen. Mali betrifft beide. Namibia und Kolumbien würde ich in eine mittlere Risikostufe einordnen.
Des Weiteren ist die Kapitalstruktur bei EDV etwas besser als bei BTO. (siehe oben)
Und zuletzt sind die Goldgehalte bei EDV ebenfalls etwas besser als bei BTO.
Alles in allem 4,5 : 0,5 - 5 : 0 für EDV würde ich sagen.
Also nochmals die Frage, warum BTO wenn ich ein sehr ähnliches Unternehmen haben kann, das in nahezu allen Kategorien besser abschneidet?