Er bittet um eine Spende, der Kampf gegen den Staat bedroht seine Existenz. Kontonummer etc ist weiter hinten. Im Video länger eingeblendet.
Im Video selbst hat er mündlich um keine Spende gebeten, sondern lediglich am Ende entsprechendes eingeblendet, was auch viele sonstige alternative Berichterstatter machen.
Ich finde das legitim und ich habe auch schon öfters solchen Leuten etwas zukommen lassen; einfach um die Zeit und den Fleiß, den diese Leute in die Recherche und den Aufwand stecken (um zu versuchen andere Leute damit aufzuklären), ein wenig zu honorieren.
Manche von ihnen werden bei Youtube sogar extra von der Möglichkeit ausgeschlossen über Werbeeinnahmen Geld zu generieren.
Ich habe am Ende des Videos, als Hr. Schiffmann kurz vor Weihnachten noch auf folgendes hinwies (und dazu aufforderte danach zu googlen): "Gerechtigkeit der Erden, o Herr hat dich getötet" tatsächlich nach dem Hintergrund gesucht und bin auf folgendes gestoßen:
„Gerechtigkeit der Erden, o Herr, hat dich getötet“ - Das Kirchenlied wurde zum Widerstandslied.
Es klingt immer noch in meinem Kopf, ohne dass ich es je gesungen hätte. Ich kenne nur diese eine Zeile. Mit elf Jahren habe ich sie gelesen - in meinem Deutsch-Lesebuch im sechsten Schuljahr: Es gibt keine Waage in dem pommerschen Dorf. Das ist verboten.
Nur die Gutsfamilie hat eine. Die Gutsfrau wiegt die Pilze, Kräuter und Beeren, die die Kinder der Kleinbauern gesammelt haben, um das kargste Einkommen der Familie aufzubessern.
Sie ist falsch geeicht. Kinder der Ärmsten werden betrogen und auch noch freundlich mit einem Bonbon abgespeist.
Der kluge zwölfjährige Franz entdeckt es und macht es öffentlich. Die Bauern überprüfen es – es ist wahr.
Doch die Gerechtigkeit siegt nicht.
Weltliche und geistliche Obrigkeit stellen sich auf die Seite der Baleks, der großmächtigen, reichen Familie.
Der Aufstand wird niedergeschlagen.
Doch jeden Sonntag stehen die Bauern in der Kirche auf und stimmen das Lied der Gerechtigkeit der Erden an. Bis auch dies verboten wird.
Heinrich Böll schrieb diese Geschichte 1953. Dass diese Erzählung Bölls Feder entstammt, war mir 1977 nicht bewusst. Doch sie weckte die Empörung in mir. Heißer Zorn überkam mich und ich weinte vor Wut und Ohnmacht.
Die Kinder der Ärmsten freundlich lächelnd zu bestehlen! Und nicht einmal nach dem Aufdecken erfuhren sie Gerechtigkeit und Ausgleich für den entstandenen Schaden.
Die geistliche und weltliche Macht stand (und hat es sich je geändert?) auf der Gehaltsliste der Mächtigen, die deren Handeln beeinflusste.