Beiträge von peter98

    Ein Artikel, der die Problematik der Zombie-Firmen aufgreift.


    New York Fed says rising number of U.S. companies less able to weather ‘liquidity shocks’ due to pandemic
    Ein wenig aus dem Inhalt:

    • Die Zahl der börsennotierten US-Unternehmen, die nicht genug Cash generieren konnten, um ihre Zinskosten zu bezahlen, sind im ersten Quartal 2020 in die Höhe geschossen.
    • Sie warfen ein Schlaglicht auf die Schwäche der großen Unternehmen, die in diesem Jahr einen Rekordbetrag an Schulden ausgaben.
    • "Bei einem beträchtlichen Anteil der US-Unternehmen sind die Zinsaufwendungen höher als der Cashflow.
    • Anstieg der gefährdeten Unternehmen besonders akut in der Ölindustrie und im Gastgewerbe, die bereits vor der COVID-19-Pandemie hoch verschuldet waren und Mühe hatten, genügend Cash zur Deckung der Zinszahlungen zu erwirtschaften.
    • Die Kosten für den Schuldendienst übersteigen ihre Fähigkeit Cash zu beschaffen.
      Die Unternehmen mussten Kredite aufnehmen, um die Differenz auszugleichen.
    • Analysten haben sich zuvor über so genannte Zombie-Unternehmen geärgert, die nicht in der Lage sind, Kosten für ihre Schulden mit ihren Gewinnen zu decken.

    Bereits im Juni gab es dazu einen Artikel


    "Zombie" companies may soon represent 20% of U.S. firms

    • Die Zahl der so genannten Zombie-Firmen schießt in die Höhe und könnte dank der Coronavirus-Pandemie bald mehr als jede fünfte US-Firma repräsentieren.
    • "Zombies" sind Firmen, deren Schuldendienstkosten höher sind als ihre Gewinne, die aber durch unerbittliche Kreditaufnahme am Leben gehalten werden.
    • "Dieser Trend wird sich angesichts des Engagements der Fed, die Zinsen niedrig zu halten, und der anhaltenden Unterstützung der Kreditmärkte durch die Fed wahrscheinlich auch in Zukunft fortsetzen.
    • Die Ausgabe von Unternehmensschulden hat im Jahr 2020 bereits die 1 Billion Dollar-Marke überschritten.

    [Blockierte Grafik: https://theautomaticearth.com/wp-content/uploads/2020/06/USZombieCompanies.jpg]

    Die Amis tricksen wieder mal mit Zahlen - dieses Mal sind es die nicht geleistete Kredit-Raten. Nach dem Motto: Keine Zahlung, kein Problem.


    No Payment, No Problem: Bizarre New World of Consumer Debt
    Aus dem Inhalt:

    • Wenn Sie Zahlungen für ihre Hypothek, Ihren Autokredit, Ihre Kreditkartenschulden oder Ihren Studentenkredit nicht leisten können, bitten sie einfach um einen Zahlungsaufschub oder eine Stundung, und Sie müssen die Zahlungen nicht leisten, und der Kredit gilt nicht als säumig.
    • Die New York Fed teilte mit, dass 88% der Darlehensnehmer von Studentendarlehen eine "planmäßige Zahlung von 0 Dollar" hatten, was bedeutet, dass mindestens 88% der Studentendarlehen in irgendeiner Form unterlassen wurden.
    • Ally Financial berichtete an die SEC für das zweite Quartal, dass etwa 21% seiner Autokredit-Kunden an seinem Stundungs-Programm teilnahmen, bei dem sie 120 Tage lang keine Zahlungen leisten müssen.
    • Wells Fargo meldete am Ende des zweiten Quartals einen Zahlungsaufschub für Verbraucherkredite in Höhe von 44 Milliarden Dollar.
    • Nach Angaben der New York Fed werden gerade Hypotheken in Höhe von 730 Milliarden gestundet. Ausständige Zahlungen, die gestundet werden, belaufen sich auf etwa 6 Milliarden - pro Monat!
    • Das CARES-Gesetz sieht eine Unterlassungsfrist von 180 Tagen für staatlich garantierte Hypotheken vor. Und was dann?
      Werden die Inkassobüros ihre Tätigkeit einstellen?
      Stundungsprogramme werden überführt und modifiziert; Zahlungsrückstände "geheilt" ohne dass Zahlungen geleistet werden.
      Dies ist die völlig bizarre neue Welt der "No-Payment-No-Problem-Kredite"
    • Die versäumte Zinszahlungen werden zum Hauptsaldo des Kredits addiert, und die Last dieser Schulden wächst.
      Und es ist nicht so, dass die Verbraucher dieses Geld, das nicht für Schulden ausgegeben wurde, auf ein Sparkonto legen, um es für die erforderlichen zukünftigen Schuldenzahlungen zu verwenden; sie geben dieses Geld aus und es ist weg.
      Auf diese Weise benutzen sie ihre Hypotheken und andere Kredite wie einen Geldautomaten.
    • Diese Ausgabe nicht getätigte Schuldenrückzahlungen war ein wichtiger Teil der enormen Stimulierung der Wirtschaft, da die Menschen online einkauften, anstatt Auto- oder Hypothekenzahlungen zu leisten.

    Man darf gespannt sein, wie das Ganze ausgehen wird, wenn diese Programme auslaufen.

    In dem Artikel wird die negative Realverzinsung für die Vorhersage eines künftigen Goldpreises herangezogen.


    Predicting The Price Of Gold
    Aus dem Inhalt:


    • Die Realzinsen liegen derzeit bei -1% und es scheint, dass sie noch weiter sinken könnten.
    • Die Politik negativer Realzinsen wird immer der bitteren Pille vorgezogen, Unternehmen in die Pleite gehen zu lassen.
    • Da die Wachstumsrate von M2 in den USA 23% erreicht hat und keine Möglichkeit besteht, die Leitzinsen in den nächsten Jahren zu erhöhen, können die Realzinsen in den kommenden Jahren weiter sinken.
    • Wenn die Realzinsen sinken, steigt der Wert von Gold tendenziell stärker an.

    Der Verfall der realen Zinsen wird als Schreckgespenst für Inflation gesehen.


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    • Negative Realzinsen bedeuten auch, dass man Eigentümer von Assets (wie Gold) sein muss, um den Kaufwert der abwertenden Papierwährung zu erhalten.
    • Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auf dem Weg zu -3% bis -4% Realzinssätzen sind.
    • Gold stieg dieses Jahr enorm. Es ist als Reaktion auf einen Einbruch der Realzinssätze (um 120 Basispunkte) um 35% gestiegen.
    • Zu den weiteren Katalysatoren gehören:
      - niedrige weltweite Renditen
      - der Vertrauensverlust in globales Fiat-Geld im Allgemeinen und ein
      - schwächerer Dollar im Besonderen
      - ungezügelte globale geld- und fiskalpolitische Anreize
      - Anlegerkäufe durch börsengehandelte Fonds als Reaktion auf Unsicherheit über die Entwicklung der Pandemie.
    • Als Schlussfolgerung glauben wir, dass die Realzinsen in den USA unterhalb von -3% liegen werden.


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    • Auf dieser Grundlage glauben wir, dass Gold ein Niveau von 3.000 Dollar erreichen und sogar noch höher steigen könnte, wenn die Realzinsen unter -4 % fallen.

    Passend zum vorangegangenen Beitrag noch ein Artikel, der die Veränderungen bei der COMEX zum Inhalt hat.


    Goldpreis-Rally 2020: Das ist diesmal anders!
    Aus dem Inhalt:

    • Eines ist neu in der Gold-Rally. Die Banken scheinen auf dem Goldmarkt an Einfluss verloren zu haben.
    • Der Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX verdeutlicht, dass sich auf dem Goldmarkt in den vergangenen Monaten etwas Entscheidendes verändert hat.
      Die Banken haben bei steigendem Goldpreis Short-Positionen abgebaut. Was bedeutet das?
    • Der zeigt, dass die Netto-Short-Position aller mit Gold-Futures handelnden Banken mit 131.761 Kontrakten auf den niedrigsten Stand seit Mai 2019 gefallen ist, und dass bei Goldpreisen auf Rekordniveau.
    • Wie die Grafik unten zeigt, haben die Banken in den vergangenen Jahren bei steigendem Goldpreis stets (Netto-)Short-Positionen aufgebaut und diese bei einem Goldpreis-Rückgang immer wieder abgebaut.
      Es zeigte sich in der Vergangenheit, dass die Institute zumeist mehrheitlich richtig positioniert waren, wenn es mit Gold hin und wieder schlagartig nach unten ging.


    [Blockierte Grafik: https://www.goldreporter.de/wp-content/uploads/2020/08/BankParti-07.2020.jpg]

    • Warum sind mit dem Goldpreis nicht auch die Netto-Verkäufe der Banken angestiegen, wie in den vergangenen Jahren?
      Dies kann zweierlei bedeuten. (1) Die Banken wetten selbst verstärkt auf einen weiteren Goldpreis-Anstieg.
      (2) Die Flucht vieler Händler aus Gold-Futures (siehe auch: Goldmarkt: Physisches Gold immer stärker gefragt!) hat auch die Positionen der Banken sinken lassen, die am Terminmarkt meist die Gegenposition zu den spekulativen, trendorientierten Händlern einnehmen.
    • Für (1) spricht die Tatsache, dass der Anteil der Short-Positionen aller Banken am Open Interest ebenfalls zurückgegangen ist – zuletzt auf 34 Prozent - im Mai waren es noch 46 Prozent.
      Es scheinen Zuflüsse zu den großen Gold-ETFs immer größere Bedeutung für die Goldpreis-Entwicklung zu bekommen.
    • Und dafür verantwortlich ist unter anderem eine stark wachsende Gemeinde an jungen Zockern in den USA, die innovative Trading-Angebote nutzen, um an der Börsen zu handeln (Stichwort: Robinhood).
      Die vor allem über den Terminmarkt agierenden Banken haben offensichtlich ein Stück ihres Einflusses auf den Goldmarkt abgegeben.


    Hannes Zipfel wieder mit einem gut erklärten Abschnitt in seinem aktuellen Video zu einem von ihm benannten Paradigmenwechsel an den Terminmärkten für Gold und Silber.


    Gold - Revolution am Terminmarkt
    Am Anfang seines Videos erklärt er anhand der aktuellen COT-Daten für Gold und Silber schön die Situation.



    Er merkte dazu an, dass aufgrund der Nachfrage nach physischen Auslieferungen die Anzahl der Kontrakte an der COMEX zurückgegangen sind, obwohl der Goldpreis gestiegen ist.
    Früher wurde anhand neuer Kontrakte gerne mal der Goldpreis nach unten "manipuliert", was jetzt nicht mehr passiert.


    Im weiteren Verlauf des Videos noch die anstehenden Verhandlungen in den USA um weitere Corona-Hilfen.
    Das anstehende 5. Hilfs-Paket wird aber eine Eskalation der Staatsschulden hervorrufen.


    Natürlich sind derartige Ausweitungen von:
    - weiteren Schulden
    - Aufblähung der FED-Bilanzen/Geldmenge
    - niedrige Realzinsen (derzeit mit neuem Rekord von minus 1,08 %).
    alles gute Bedingungen für weiter steigende Gold und Silberpreise.

    In dem Artikel werden Thesen eines amerikanisch-russischen Autors besprochen, der bereits vor der Corona-Krise die herannahende Krise in den USA erkannte.
    Warum Kollaps der USA „unausweichlich ist“ und Russland „verschont bleibt“
    Aus dem Inhalt:

    • Der Kollaps der USA startete weit vor der Corona-Krise. Der Kollaps begann sich etwa 2008 zu entfalten, in der Finanzkrise. All die Maßnahmen, die damals ergriffen worden sind, um den finanziellen Kollaps abzuwenden, waren Fehlschläge und scheiterten.
    • Keine der strukturellen Probleme sind seither gelöst. Also begann die Krise im Jahr 2019 erneut, um sich zu greifen.
    • Die "Repo-Krise" – im August 2019 hatte das noch deutlicher in erschreckender Weise gezeigt. Damals begannen die Banken plötzlich damit, US-Schuldpapiere und US-Staatsanleihen als Kollateral für Übernachtdarlehen abzulehnen. Und so musste daraufhin die US-Zentralbank FED einspringen. Sie druckte und erschuf einfach Geld aus dem Nichts, um dieses massive Defizit auszugleichen.
    • Der neue Virus stellte sich als sehr nützlich - vor allem für Politiker - heraus. Um eben die wirtschaftliche Schieflage zu maskieren und zu verschleiern.
    • Das Coronavirus ist nicht die Spanische Grippe, nicht die Schwarze Pest oder die Pocken, sondern nur etwas gefährlicher als die gemeine Grippe. Und trotzdem sind die ökonomischen Verwüstungen, für die das Virus verantwortlich gemacht wird, absolut außergewöhnlich in der Größenordnung.
    • Der Kollaps der USA wird wohl durch soziale und kulturelle Zusammenbrüche ausgelöst. Dann kommt es daraufhin zum politischen Kollaps, und die letzte Säule, die dann noch steht, ist das Finanz-System.
    • Das US-Finanz-System ist auf Watte aufgebaut, sozusagen. Es basiert auf dem Nichts. Doch die FED druckt aus diesem Nichts heraus eben Geld für die aktuelle Krise.
    • Tatsächlich sehe ich den Kollaps auf die USA zurollen, und deshalb zog ich nach Russland. Dort sehe ich keine Gefahr oder Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs des Landes.
    • Allgemein gesprochen spielen die Edelmetalle eine große Rolle im internationalen Handel. Das wird noch zunehmen, wenn das Fiat-Geldsystem immer mehr erodieren wird.

    Einblicke in das Buch des interviewten Autors (Dmitry Orlov):
    Die fünf Stufen des Zusammenbruchs:

    • Der finanzielle Kollaps kommt, wenn Schuldtitel sich als nutzlos erweisen und Versprechen nicht erfüllt werden können.
    • Der kommerzielle Kollaps erfolgt, wenn Handel ausfällt, wenn Lieferketten ausfallen. In vielen Fällen können Manufakturen und Produzenten nicht mehr ihre Güter produzieren.
    • Der politische Kollaps resultiert meist aus der Unfähigkeit der Politiker, das Geld richtig auszugeben oder überhaupt Geld ausgeben zu können.
      Wenn nämlich einmal der kommerzielle Kollaps erfolgt ist, fehlen der Politik Steuergelder und Einnahmen, um die Regierung und den Staat am Laufen zu halten.
    • Der soziale Kollaps erfolgt, wenn gesellschaftliche Organisationen bedroht sind, die für das Wohlergehen der Menschen da sind.
      Sie können diese Leistungen dann nicht mehr liefern. Die Menschen beginnen dann, sich nur noch um ihr eigenes Wohl zu kümmern und die Interessen ihrer Familien durchzusetzen.
    • Der kulturelle Kollaps ist dann gegeben, wenn die Familien, die kleinsten sozialen Zellen, selbst zerfallen.
      Dann würde ein massiver Kampf jedes Einzelnen ums Überleben erfolgen. Dann hört das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl in gewisser Weise auf.


    Der zweite Teil des Interviews ist für den heutigen Sonntag anberaumt.

    Die "big number" der Arbeitsmarktzahlen sorgten am Freitag an der Börse zunächst mal für gute Stimmung (nicht gerade für die Gold- und Silberaktien).
    Die reinen Zahlen (1,763 Mio. neue Jobs) mögen vielleicht die Erwartungen (1,48 Mio.) geschlagen haben, aber wenn man sie sich genauer angehen hat, waren sie gar nicht so toll (beispielsweise im Vergleich zum Juni, als noch 4,8 Mio. neue Jobs geschaffen wurden).
    Die meisten Zuwächse von Stellen (592.000) waren eher im Niedriglohn-Sektor zu verzeichnen (Freizeit- und Gastgewerbe). Diese können bei weiteren Maßnahmen gegen das Corona-Virus auch ganz schnell wieder wegfallen.


    Trump Was Right: "Big" Payroll Number Smashes Expectations As 1.76 Million Jobs Added
    Mieter und Hauseigentümer haben jedenfalls immer noch massive Schwierigkeiten Ihre Verpflichtungen zu erfüllen.




    32% of Americans had outstanding housing payments at the beginning of August

    • Fast ein Drittel der Haushalte schulden Anfang August Geld für ausbleibende Miet- oder Hypothekenzahlungen aus den Vormonaten.
    • Die Finanzen vieler Amerikaner haben sich in den letzten Monaten verschlechtert.
      Millionen von Amerikanern versäumten Zahlungen von Rechnungen, insbesondere fürs Wohnen.
    • 5,4 Millionen zusätzliche Menschen werden bis Ende August nicht in der Lage sein, alle ihre Rechnungen ohne einen neuen Job zu bezahlen.
    • Der August war der vierte Monat in Folge, in dem rund ein Drittel der US-Haushalte nicht pünktlich ihre Zahlungen fürs Wohnen geleistet hat.
    • Mit der Wiedereröffnung der Räumungs-Gerichte im ganzen Land haben Anwälte die Sorge, dass möglicherweise Millionen von Menschen mitten in einer globalen Pandemie ihre Häuser verlieren könnten.
      "Mit dem kürzlichen Auslaufen der meisten bundesstaatlichen Räumungs- und Zwangsvollstreckungsschutzmaßnahmen und dem Wegfall der erweiterten Arbeitslosenunterstützung wird sich diese Unsicherheit in den kommenden Wochen mit Sicherheit vertiefen".



    Kommen sie nun langsam auf den Trichter

    Der Gold-Rekord ist auch ein Misstrauensvotum gegen die Politik
    Aus dem Inhalt:

    • Der Kollateralschaden, den die großen Notenbanken – weltweit, nicht nur in der Euro-Zone – mit ihrer grenzenlosen Liquiditätsschwemme und ihrer Null-Zins-Politik in Kauf nehmen, ist ein weltweiter Markt für Staatsanleihen, an dem inzwischen Papier im Volumen von über 14 Billionen Dollar negative Renditen einbringen.
    • Schon seit Jahren ist zu beobachten, dass diese Entwicklung eine eindeutige Korrelation zum Goldpreis aufweist – Großinvestoren schichten offenbar von Anleihen, die sie Geld kosten, in das Edelmetall um.
    • Nun rächt sich, dass die Politik fast ein Jahrzehnt lang die Zeit ungenutzt verstreichen ließ, um nach der verheerenden Finanz- und Euro-Krise mit entschlossenen Reformen die Fundamente der Staatsfinanzen zu stabilisieren.
    • Und noch weiß niemand, wie weit die Hilfspakete tragen.
    • Dabei war die Schuldenlast der westlichen Industrienationen schon vor der Corona-Pandemie immens – und auch nur deshalb zu schultern, weil die Zentralbanken die Zinsen niedrig hielten und so Vermögen vom Bürger zum Staat umverteilen.
    • Die Staaten geraten an die Grenze der Schuldentragfähigkeit. Und auch das drückt der Goldpreis aus.
    • Viele Anleger dürften sich nun fragen, ob der Preis weiter steigen wird.
      Das hängt von vielen Faktoren ab. Einer der wichtigsten ist die Frage, ob Politik und Notenbanken eine stabile Währung als Wert an sich erkennen – und auch danach handeln.

    Diese Erkenntnis ist jedenfalls seitens der Politik in keinster Weise zu erkennen - man könnte eher glauben, dass ihr Handeln Absicht ist.
    So langsam wird es aber - zumindest einigen - Menschen bewusst, dass die Gelddruck-Orgien und verpasste Reformen nicht unbedingt für den Wert ihrer bunten Zettel dienlich ist und sich immer mehr Sachwerten zuwenden.


    Ein Spruch von Kurt Biedenkopf passt auch gut zu den derzeit irrational bewerteten Aktienmärkten und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage:
    Die Realität frisst sich durch. Früher oder später.

    Interessanter Artikel zu verschiedenen Aspekten des Goldpreises.
    Warum der Goldpreis bislang noch nicht explodierte!
    Aus dem Inhalt:

    • Dass der Goldpreis noch nicht explodierte, liegt vor allem daran, dass zwei Nachfrager-Gruppen ihre Goldkäufe massiv reduzierten.
    • Die Nachfrage/Käufe von Barren und Münzen ging zurück (397 Tonnen im 1. Halbjahr 2020 gegenüber 476 Tonnen im 1. Halbjahr 2019). Es waren die niedrigsten Verkäufe von Barren und Münzen an Anleger seit elf Jahren.
      Das lag jedoch keinesfalls daran, dass die Nachfrage sank. Ursächlich war vielmehr das knappe Angebot (Scheideanstalten kamen teilweise zum Erliegen, Nachschub an Rohmaterial kam nicht in Gang; Münzprägestätten arbeiteten mit reduzierter Kapazität)
      Was nicht raffiniert, gegossen und geprägt wird, kann jedoch auch nicht an Anleger in Form von Barren und Münzen verkauft werden.
    • Der Goldpreis wäre höchstwahrscheinlich explodiert, hätten nicht Juweliere nur fast halb soviel Gold nachgefragt wie vor einem Jahr – ein Rekord in negativer Hinsicht.
      Auch Juweliere mussten ihre Läden in der Coronakrise schließen und wer keinen Schmuck mehr verkaufen darf, kauft auch keine Rohmaterialien mehr ein.
    • In Ermangelung von Gold-Alternativen wurden ETF-(Gold)-Anteile gekauft (auf die Problematik dieser Anlageform wurde im Artikel hingewiesen).
      734 Tonnen Gold kauften die börsengehandelten Fonds im 1. Halbjahr.
      Der bisherige Rekord in einem ersten Halbjahr wurde 2016 mit 579 Tonnen markiert.
      Bei 2.086 insgesamt verkauften Tonnen machte die Nachfrage der Fonds also 35% der weltweiten Gesamtnachfrage aus.
    • Goldminen rechnen offenbar mit weiter anziehenden Goldpreisen.
      Interessant ist, dass die Goldminen das Eingehen von Absicherungsgeschäften nicht nur vollständig aufgaben, sondern sogar in der Vergangenheit eingegangene Geschäfte auflösten.
      Das heißt, die Minen rechnen mit noch deutlich stärker anziehenden Preisen.

    zum schnell Reichwerden" würde ich eher
    Pennystocks mit MK 3 - 20 Mio. nehmen.

    Mag sein, dass in einer fortgeschrittenen Hausse alles was Gold im Namen oder in irgendeiner Form damit zu tun hat, steigen mag, aber ich halte mich trotzdem lieber an Qualität (Explorer, Produzenten, die bisher ihre Ziele erreicht, gute Ergebnisse geliefert und sich auch im Kurs entsprechend gut entwickelt haben).


    Mit dem "schnell reich werden" halte ich mich lieber an einen Spruch von Kostolany:


    „Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden".

    Die Zahlen zu den Auslieferungswünschen an der COMEX ziehen wieder an.
    Für den August-Kontrakt gibt es jetzt schon eine große Anzahl von Anträgen auf physische Lieferung von Gold

    • Für Juli wurde 9.607 Anträge auf physische Auslieferung des gehandelten Goldes gemeldet (Vormonat: 55.102). Erstaunlicherweise melden die COMEX-Betreiber für den August-Kontrakt aber bereits 34.874 "Delivery Notieces".
      Physisches Gold ist somit auch an der COMEX weiter stark gefragt.
    • Der Dezember-Kontrakt zuletzt am meisten gehandelt. Hier zahlten Händler bereits 1.994 US-Dollar für eine Lieferung zum Jahresende.

    Ein Viertel des gesamten Haushaltseinkommens in den USA kommt jetzt von der Regierung.

    Im April aktiviert die US-Regierung die Geld-Hubschrauber und die Transferzahlungen steigen.
    Im Juni ist die US-Regierung für ein Viertel der gesamten Einkommen verantwortlich.


    [Blockierte Grafik: https://zh-prod-1cc738ca-7d3b-4a72-b792-20bd8d8fa069.storage.googleapis.com/s3fs-public/styles/inline_image_desktop/public/inline-images/transfer%20payments%20%25%20of%20total.jpg?itok=HUYa8r0J]
    Es ist wohl auch einer der Gründe, dass die
    Ratingagentur Fitch den Ausblick für die USA senkt.

    • Die US-Ratingagentur Fitch hat wegen der Coronakrise den Ausblick für die USA auf „negativ“ gesenkt.
    • Die Bonitätswächter sorgen sich um die anhaltende Verschlechterung der öffentlichen Finanzen ohne einen Plan, wie die hohen Staatsschulden wieder gesenkt werden sollen.
    • Fitch befürchtet, dass die hohen Schulden mittelfristig nicht ohne weiteres aufrecht erhalten werden können. Die Kosten für Gesundheit und Sozialversicherung würden in den kommenden Jahren zudem weiter steigen.

    Ergänzend zu den Q2-Zahlen noch die Aussagen vom CEO Tony Makuch - speziell auch was er zu Detour erwähnte.

    • Wir haben im 2. Quartal 2020 trotz erheblicher Unterbrechungen im Zusammenhang mit COVID-19 solide Ergebnisse erzielt.
    • Detour Lake leistet bereits einen bedeutenden Beitrag zu unserer Leistung und zur Wertschöpfung. Die Mine erwirtschaftete im 2. Quartal einen freien Cashflow von 89 Mio. US-Dollar.
      Wir erwarten noch bessere Ergebnisse von Detour Lake in der zweiten Jahreshälfte.
    • Die Leistung von Detour Lake hat unsere Erwartungen bereits übertroffen, und angesichts des aktuellen Goldpreisumfelds hätte der Zeitpunkt der Transaktion von Detour Gold nicht besser sein können.
    • Das Potenzial, die Mineral-Reserven bei Detour Lake beträchtlich zu steigern, war ein wichtiger Faktor bei unserer Entscheidung, Detour Gold zu erwerben.
    • Die Bohrergebnisse vom Juni sind äußerst ermutigend und untermauern unsere Ansicht, dass bei Detour Lake noch viele weitere Unzen zu finden sind.

    Diese Meldung ist doch ziemlich bemerkenswert


    China banks, regulators move to cool gold rush
    Die Chinesen wollen doch tatsächlich den inländischen Goldhandel beschränken.
    Wenn man damit mal nicht genau das Gegenteil bewirkt.
    Man darf auf jeden Fall gespannt bleiben, was sich daraus ergibt.



    Aus dem Inhalt:

    • Chinesische Regulierungsbehörden und Großbanken drängen auf eine Eindämmung des Edelmetallhandels inländischer Investoren, um Spekulationen einzudämmen.
    • Das Gerangel um Risikobegrenzung entsandt, als der Goldpreis in dieser Woche Rekordhochs erreichte und Anleger - von der Sorge vor steigenden Corona-Virus-Fällen und einem fallenden US-Dollar getrieben - nach sicheren Anlagen strebten.
    • Eine sich vertiefende Kluft zwischen den Vereinigten Staaten und China ist ebenfalls zu einem Faktor geworden, der Investoren vom Festland zum Gold zieht.
    • Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), der größte Kreditgeber des Landes, sagte am Mittwoch, sie werde ihren Kunden ab Freitag (31.07.) die Eröffnung neuer Handelspositionen für Platin, Palladium und an Edelmetall gebundene Indexprodukte untersagen.
    • Die Agricultural Bank of China sagte, sie habe kürzlich neue Geschäfte im Zusammenhang mit Gold ausgesetzt, während die Bank of China neue Kontoeröffnungen für den Platin- und Palladiumhandel gestoppt habe.
    • Die Shanghaier Goldbörse sagte am Dienstag, die Gold- und Silberbestände seien hoch, und sie werde Maßnahmen zur Risiko-Kontrolle ergreifen, wenn dies zum Schutz der Anleger gerechtfertigt sei.
    • Weitere Gewinne beim Gold könnten weitere Spekulationen beim Gold anregen, trotz der regularischen Versuche den Goldpreis zu drosseln.
      "Wenn der Goldpreis über 2.000 Dollar steigt, wird mit Sicherheit noch mehr Geld in den Markt fließen und einige Anleger ihre Aktienanlagen auf Gold umlenken".