Beiträge von peter98

    Hier noch ein Artikel in Deutsch, der sich mit den letzten Zahlen von Copper Mountain beschäftigt (in der zweiten Hälfte des Artikels zu finden).


    Copper Mountain mit Zahlen und Ausblick


    die Ausschnitte aus diesem Artikel sollen als Ergänzung zu den oben eingestellten Artikel von @Edel Man dienen.

    • Auf das vierte Quartal entfiel eine Produktionsleistung von 18,6 Millionen Pfund Kupfer, 6.200 Unzen Gold und 86.623 Unzen Silber, bzw. 22,6 Millionen Pfund Kupferäquivalent, was einer Steigerung von 14 % gegenüber dem dritten Quartal entspricht.
    • Im Jahr 2020 könnte die Produktion auf schätzungsweise bis zu 96 Millionen Pfund Kupfer ansteigen, war aus dem Unternehmen zu hören. Ebenfalls geht die Geschäftsleitung von einer 20-30 % höheren Gold- und Silberproduktion aus.

    Der CEO Gil Clausen hierzu:

    • „Durch ein großes Investitionsprogramm werden wir im laufenden Jahr aller Voraussicht nach eine höhere Produktion, eine verbesserte Qualität und niedrigere Kosten als im Vorjahr haben.
    • Diese Entwicklungen zeichneten sich bereits in unserem sehr erfolgreichen vierten Quartal 2019 ab, in dem wir weitere hochwertige Zonen in unserer Hauptgrube erschließen konnten.
    • Zudem werden wir uns auch in Zukunft auf unsere Stärken konzentrieren, den Cashflow maximieren und gleichzeitig in lohnende Projekte investieren, beziehungsweise diese weiter auszubauen.“

    Vom Autor Jörg Schulte hierzu:


    • Copper Mountain Mining hat in im vergangenen Jahr einiges geleistet, um durch eine Steigerung der Produktion die Unternehmensziele zu erreichen und den Erfolg weiter auszubauen.
    • Die Unternehmensführung hat sich gründlich auf die nächsten drei Jahre vorbereitet, um auch in Zukunft positiv zu performen.
    • Die Aktionäre glauben dem Management und erkennen scheinbar zunehmend die Unterbewertung des Unternehmens.
    • Auch wenn die Aktie seit dem Korrekturtief gegen Ende November bereits rund 50 % zugelegt hat, ist das Unternehmen unserer Meinung nach mit einer Marktkapitalisierung von nur rund 161 Mio. CAD noch längst nicht teuer.

    Ein guter Artikel zu amerikanischen Unternehmensanleihen, die bereits an der Grenze zu Junk-Anleihen stehen.



    Pulverfass US-Firmen-Anleihen


    aus dem Artikel:

    • Das Rating von Corporate Debt ist viel zu optimistisch, der Hebel für Fremdkapital gigantisch. Parallelen zur Subprime-Krise.
    • „Über die letzten 10 Jahre war das Wachstum in Unternehmensschulden viel stärker als das Wachstum des BIP, wobei das stärkste Wachstum während der letzten Jahre auf die riskantesten Firmen konzentriert war.“


      Diese Aussage stammt nicht etwa von noch einem Doom-Propheten, sondern aus dem Financial Stability Reporthttps://www.federalreserve.gov…pdf%22%20%5Ct%20%22_blankvom Mai 2019 der US Federal Reserve Bank.

    • Es geht um den immer grösser werdenden BBB-Anteil an Investement Grade Corporate Debt. Über die Hälfte aller Investment Grade Unternehmensanleihen sind an der Grenze zu Junk.
    • Firmen beziehungsweise Firmenanleihen mit einem Investment-grade Rating sind genauso riskant oder noch riskanter wie jene mit einem schlechteren (Junk-)Rating.
    • Es wird darauf hingewiesen, dass durch die vielen ausstehenden Unternehmensanleihen mit BBB- (S&P) respektive Baa-Rating (Moodys), also gerade noch Investment-Grade, kombiniert mit dem hohen Leverage ein Stabilitätsrisiko für das Finanzsystem bei Downgrades besteht.
    • Dies bedeutet: Bei vielen Unternehmensanleihen wird eine Ratingstufe tiefer dazu führen, dass auf einmal viele der Schuldpapiere nicht mehr Investment-Grade, sondern Junk (BB/Ba oder niedriger) wären.
    • Viele Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungen müssten dann diese Corporate Bonds abstoßen, denn sie dürfen per Reglement nur wenig oder gar nicht in Junk-Bonds investieren.
    • Dies könnte zu einem Teufelskreis führen, der den ganzen Markt hinunterzieht. Es gäbe bei weitem nicht genügend Käufer für so viele „neue“ Junk-Bonds.
    • Die Preise würden stark fallen, und grosse Buchverluste würden anfallen. Und auf der anderen Seite wird die Refinanzierung solcher Bonds für viele Firmen extrem schwierig bis unmöglich.
    • Eine Pleitewelle wäre die Folge. Hochverschuldete Firmen würden massenweise sterben. Und zu guter Letzt: Aktienrückkäufe, für die das Meiste der Schulden verwendet wurde, würden dramatisch zurückgehen, was natürlich dann die Aktienmärkte nicht mehr stützt.

    Zum Verfall des Hegemon USA steht jetzt die Auseinandersetzung mit dem Iran natürlich im Vordergrund.
    Aber an anderen Stellen in den USA wird es deshalb nicht besser, wie dieser Artikel wieder vor Augen führt:



    US-Finanzsystem: Suchtkrank und auf dem Weg ins Verderben




    Ein paar Ausschnitte daraus:

    • Die FED hat ihre Bilanz im Rahmen ihrer Interventionen am Repo-Markt innerhalb von dreieinhalb Monaten um über 400 Milliarden $ ausgeweitet, ohne dass ein Ende der Eingriffe abzusehen wäre.
    • bei den Turbulenzen am Repo-Markt handelt es sich nicht um eine vorübergehende Schwäche, sondern um ein fundamentales Problem der US-Finanzindustrie, deren Schicksal mit dem eines Suchtkranken zu vergleichen ist, dem mit herkömmlichen Methoden nicht mehr geholfen werden kann.
    • Der US-Aktienmarkt erlebt seit zehn Jahren einen historisch nie dagewesenen Boom, der sich offenbar durch nichts mehr erschüttern lässt.
      Selbst die schlimmsten Nachrichten lassen den Dow Jones nur kurz nachgeben, um anschließend wieder neue Rekordstände zu erklimmen und Präsident Trump zu veranlassen, einmal mehr auf die "großartige Wirtschaft" unter seiner Führung zu verweisen. Das aber ist nichts als eitles Geschwätz.
    • Der Boom an den Aktienmärkten ist ausschließlich der Tatsache zu verdanken, dass die FED nach der Krise von 2007/08 Unmengen an Geld ins System gepumpt und zu immer niedrigeren Zinsen an Großinvestoren vergeben hat.
    • Diese Liquiditätsschwemme sorgt dafür, dass Geld entweder direkt in den Aktienmarkt fließt oder dass Großkonzerne immer neue Aktienrückkäufe unternehmen und die Kurse auf diese Weise manipulieren können.
      Für die amerikanische Bevölkerung bedeutet der Prozess vor allem eines: Die weitere Zunahme der Explosion sozialer Ungleichheit.
    • Als Beispiel der Chef von JP Morgan. Dimons Aktienpaket hat auf Grund der FED-Interventionen allein im vierten Quartal 2019 einen Wertzuwachs um mehr als $ 250 Millionen erlebt - im selben Jahr, in der JP Morgan einige hundert Angestellte „aus Kostengründen“ in die Arbeitslosigkeit entlassen hat.
    • Selbst wenn es der FED gelingen sollte, den Repo-Markt unter Kontrolle zu bringen, wird sie die Süchtigen - die US-Großinvestoren - weiter mit billigem Geld versorgen müssen. Und da das gegenwärtige System auf Wachstum aufbaut, werden die verabreichten Dosen immer höher ausfallen müssen.
    • Ob das US-Finanzsystem durch die Ereignisse am Repo-Markt in die finale Phase seines Bestehens eingetreten ist, wird sich zeigen, da niemand weiß, zu welchen weiteren Manipulationen die Verantwortlichen noch fähig sind.
    • Auf jeden Fall werden die zu erwartenden Maßnahmen die Probleme nicht lösen, sondern das System weiter untergraben, es langfristig noch stärker destabilisieren und nicht nur mit absoluter Sicherheit zu seinem endgültigen Zusammenbruch führen, sondern diesen auch noch schlimmer als ohnehin unvermeidbar ausfallen lassen.


    Eine IT-Panne, 1.288 Banken massiv beeinträchtigt – so anfällig ist das Finanzsystem
    Eine Meldung, die man durchaus einmal genauer anschauen kann.
    Ich wusste auch nicht, dass so viele Banken ihre Zahlungsabläufe über einen externen Dienstleister abwickeln lassen.


    Am 06. Januar gab es eine IT-Panne eines der größten Dienstleister der dwpbank = Deutsche WertpapierService Bank AG“, was zur Folge hatte, dass bei 1288 Banken nur eingeschränkter Zugriff auf das Online-Banking möglich war.


    Ein paar interessante Fakten aus dem Artikel:

    • 1.288 Institute sind angeschlossen an die Systeme der dwpbank. Somit nutzen nach ihren Aussagen „drei Viertel aller Banken in Deutschland“ ihre Prozess- und Systemdienstleistungen.
    • Man betreue sektorübergreifend 4,7 Millionen Wertpapierdepots von Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privat- und Geschäftsbanken.
    • Im Klartext heißt das: Dieser der breiten Öffentlichkeit unbekannte Dienstleister ist wie einige Banken und Dienstleister auch die „totale Systemrelevanz“ für das deutsche Finanzsystem. Fällt hier etwas aus, fällt das deutsche Finanzsystem aus.
    • Also waren quasi die Kunden bei 3/4 aller Banken in Deutschland in ihren Wertpapier-Transaktionen am Montag eingeschränkt. Und das, weil bei einem einzigen Dienstleister ein paar Server ausfallen.

    In diesem Zusammenhang wurde auch auf einen Hackerangriff auf die DKB-Bank berichtet, der am Dienstag 07. Januar stattgefunden hat.


    IT-Ausfall bei der DKB wurde durch externen Angriff ausgelöst

    Hier der Artikel zur Bekanntgabe der erreichten 2019er Prognosen von Equinox.

    • Equinox freut sich bekannt zu geben, dass es die Prognose für 2019 erreicht hat und für das Jahr 201.000 Unzen ("oz") Gold produziert.
      Die vollständigen Finanz- und Betriebsergebnisse werden Anfang März nach Abschluss des Jahresabschlusses 2019 bekannt gegeben.

    Der CEO meint dazu:

    • "Equinox Gold hatte eine ehrgeizige Agenda für 2019 und wir haben alle unsere Ziele erreicht.
      Im Laufe des Jahres brachten wir unsere zweite Mine in Produktion und unsere dritte Mine in Bau, erhöhten die Liquidität durch die Notierung an der NYSE American und den Abschluss an der TSX, senkten unsere Kapitalkosten und brachten einen neuen langfristigen strategischen Investor in das Unternehmen und beendeten das Jahr mit der Ankündigung einer Fusion mit Leagold Mining".
      "Der Abschluss der Fusion wird Equinox Gold in einen der weltweit führenden Goldproduzenten verwandeln, mit sechs produzierenden Minen und vier Wachstumsprojekten, die vollständig in Amerika betrieben werden, und einem voll finanzierten Wachstumsplan, der unsere Vision, ein Millionen-Unzen-Produzent zu werden, beschleunigen wird".


    Leagold und Equinox stimmen sich anscheinend auch schon bei der Bekanntgabe von Nachrichten ab. Fast gleichzeitig wurden die 2019er Produktionszahlen verkündet.



    Hier auszugsweise die Meldung von Leagold (übersetzt).

    • Leagold meldet für das Jahr 2019 eine Goldproduktion von 375.445 Unzen und Verkäufe von 379.776 Unzen.
    • Leagold schloss 2019 mit einem geschätzten Barguthaben von 78 Millionen $ ab.


    Der CEO sagt dazu:

    • Unsere Mine Los Filos lieferte ein starkes 4. Quartal und erreichte die Produktionsprognose für das Gesamtjahr von über 200.000 Unzen. Außerdem übertraf Fazenda das obere Ende seines Prognosebereichs von 63.000 bis 70.000 Unzen und ist weiterhin ein beständiger, stabiler Betrieb. Sowohl Pilar als auch RDM verfehlten die Prognosen, obwohl RDM nach der Wiederaufnahme des normalen Betriebs im dritten Quartal eine Verbesserung im vierten Quartal zeigte. Insgesamt erreichten wir im Jahr 2019 einen Goldabsatz von etwa 380.000 Unzen.


      "2019 war ein Jahr mit bedeutenden Erfolgen, und mit Blick auf die Zukunft wird das Jahr 2020 eine Wende einleiten, da wir daran arbeiten, die angekündigte Fusion mit Equinox Gold abzuschließen, wodurch eines der weltweit führenden Goldminenunternehmen entsteht, das ausschließlich in Nord- und Südamerika tätig ist.

    Die New York Fed hat bei ihrer heutigen Repo-Operation mit einer Laufzeit von 14 Tagen rund 35 Milliarden Dollar in den Markt gepumpt. Das Geschäft war deutlich überzeichnet, insgesamt wurden der Notenbank Papiere im Wert von 41,2 Milliarden angeboten


    was haltet Ihr vom Repomarkt ständig überzeichnet.


    Das kann doch irgendwo nicht mehr sein das die Repo Geschichte keine Auswirkungen hat.

    Da ist schon seit einiger Zeit die Kacke am Dampfen.


    Hier ein guter Artikel, der dies etwas näher beleuchtet.



    Repo-Zins heruntermanipuliert, Rezession kommt doch
    Auszüge daraus:

    • Die Federal Reserve, die US-Notenbank Fed, hat in der zweiten September-Hälfte 2019 angefangen, in den Repo-Markt einzugreifen und seither die Grössenordnung der Interventionen ständig erhöhen müssen.
    • Der Anstieg des Repo-Zinssatzes wurde abgewendet durch so nie dagewesene Markteingriffe von 400 Milliarden Dollar.
    • Eine weiterer Wert, der am letzten Handelstag in den USA massiv hochgeschossen ist, sind die US-Staatsschulden. Waren diese am 30. Dezember 2019 noch 23.1 Billionen Dollar, so wurden am 31. Dezember 2019 23.2 Billionen Dollar registriert.
      100 Milliarden mehr als am Vortag. Hing das womöglich auch mit dem Repo-Markt zusammen?
    • Selbst wenn nicht, das Schuldenwachstum von 1.225 Billionen Dollar im Kalenderjahr 2019, in dem es der US-Wirtschaft doch angeblich sehr gut ging, ist geradezu unglaublich.
    • Eines ist jedoch klar. Es gibt kein Entrinnen vor der nächsten Rezession.
      Und dann kommen alle noch so versteckten Risiken zum Vorschein.
      Und keine Zentralbank der Welt wird dies verhindern können.
    • Wenn die Zentralbanken zu viel „drucken“ (auf die Tasten ihrer Computer hauen), werden der US-Dollar und der Euro endgültig zu Konfetti.



    Es steht auch ein bisschen was zu 2020 drin :)

    • With a $21 million exploration program planned for 2020, and over 80% of our gold targets still to be explored, this should be the most exciting year for Great Bear shareholders yet.


      Mit einem für 2020 geplanten Explorationsprogramm in Höhe von 21 Millionen Dollar und über 80 % unserer Goldziele, die noch untersucht werden müssen, dürfte dies das bisher aufregendste Jahr für die Aktionäre von Great Bear sein.

    • In January 2020, we plan to bring in additional drill rigs, so that 2020 will see 5 active rigs exploring across more than 12 kilometres of our more than 20 kilometre property. Given our many successes to date, management is very much looking forward to what this may bring in terms of shareholder benefit.


      Im Januar 2020 planen wir die Einführung zusätzlicher Bohrgeräte, so dass im Jahr 2020 5 aktive Bohrgeräte über mehr als 12 Kilometer unseres mehr als 20 Kilometer langen Grundstücks explorieren werden.
      Angesichts unserer vielen bisherigen Erfolge freut sich das Management sehr darauf, was dies in Bezug auf den Aktionärsnutzen bringen kann.




    Top-Investitionsziel Russland? Turbo-Aktienindizes, Goldminen und die russische Antwort auf FANG

    In dem Artikel stecken zwar nicht so viele Informationen zu den russischen Goldminen (Polyus und Polymetal wurden erwähnt), interessant ist er aber trotzdem.


    Ein paar Auszüge daraus:

    • Für 2020 rechne der Ökonom für Russland mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. Es seien weiterhin Haushaltsüberschüsse zu erwarten und mit etwa zehn Prozent des BIP sei die Staatsverschuldung „ausgesprochen niedrig“
    • Russland gehörte 2019 mit zu den TOP-Aktienmärkten Europas
    • Russland sei einer der größten Goldproduzenten der Welt
    • Immer mehr Russen legen Geld an der Börse an
      An der Moskauer Börse registrierte man am 31. Januar 2019 den zweimillionsten Privatanleger.
      Zu den wichtigsten Aktien aus dem Energiesektor zählte Wagner die staatlich kontrollierte Gazprom, die Flüssiggasfirma Novatec und den Pipelineproduzenten TMK.
    • Die Moscow Times zählte die Sberbank – zusammen mit Mail.Ru und Yandex - zu den Top-3-Unternehmen der russischen Tech-Szene.
      Laut Adrien Henri, Journalist der Moscow Times, sei die Sberbank nicht nur eine Bank, sondern eines der wichtigsten Technologiekonzerne des Landes, dessen Geschäftsfelder von innovativen Konzepten im Bereich der Lebensmittel-Zustellung bis zur digitalen Gesundheitsfürsorge und KI reichen würden.
    • Russland bietet somit zahlreiche Investitionsmöglichkeiten. Von Liebhabern von Gold und Edelmetallen sollten die börsennotierten Minenbetreiber auf Renditechancen geprüft werden.

    Übernahmefieber: Warum Goldminen-Aktien 2020 in jedes Depot gehören
    In dem Artikel werden einige Gründe für steigende Kurse bei Goldminen angeführt.


    Ein paar Punkte aus dem Artikel:

    • Gerade die Branchenschwergewichte sehen sich in den kommenden Jahren einer sinkenden Produktion bei ihren bestehenden Assets gegenüber, die Laufzeiten einiger großer Minen neigen sich dem Ende zu.
      Auf der anderen Seite scheint die Zeit der großen Goldfunde längst vorüber. Neue Weltklassevorkommen werden immer seltener gefunden, und wenn, dann meist in schwer zugänglichen Gebieten oder in Regionen mit politischem Risiko.
    • Einer Auswertung der kanadischen Scotia Bank zufolge ist es für die Minengesellschaften derzeit rund ein Drittel günstiger, sich eine Unze Gold per Übernahme dazuzukaufen, als diese im Rahmen von Explorationsprogrammen selbst zu finden.
    • Insgesamt gingen in diesem Kalenderjahr (2019) bereits rund 350 Deals mit einem Volumen von 30,5 Milliarden US-Dollar über die Bühne. Das ist rund das Dreifache des M & A-Volumens der Branche im vergangenen Jahr und nochmals deutlich mehr als das bisherige Rekordniveau von 25,7 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2010.
      Mit jedem Deal wächst deshalb der Druck auf viele Unternehmen, ebenfalls aktiv zu werden und sich eines der momentan noch verfügbaren Filetstücke zu sichern. Die finanziellen Spielräume hierfür werden dank des höheren Goldpreisniveaus und steigender Unternehmensgewinne zunehmend größer.
    • Allein seit Oktober erhöhten die Analysten ihre Schätzungen des durchschnittlichen Nettogewinns der zehn größten Goldproduzenten per 2020 um die Hälfte. Unterm Strich wird im kommenden Jahr mit einem Gewinnwachstum von mehr als 37 Prozent gerechnet.
    • Blickt man auf die Performance früherer Aufwärtsbewegungen, könnten Goldminenaktien dennoch erst am Anfang eines Bullenmarkts stehen.

      Gründe hierfür:

      1. Starke Nachfrage sorgt für einen steigenden Goldpreis
      2. Goldminen sind deutlich unterbewertet
      Kleinere und mittelgroße Gesellschaften werden mit großem ­Abschlag gehandelt. Das schafft nun kräftiges Erholungspotenzial.
      3. Weitere Übernahmen sind wahrscheinlich
      Zumal die Bewertungen der Juniorproduzenten noch immer niedrig sind.
      4. Momentum gewinnt an Stärke
      Nachdem viele Investoren Minenwerte in den zurückliegenden Jahren eher gemieden haben, kommt nun wieder Bewegung in die Branche. Die bislang eher konservativen Analystenpro­gnosen werden dank des steigenden ­Goldpreises sowie eines besseren Kostenmanagements der Unternehmen vielfach übertroffen. Die meisten Goldproduzenten verzeichnen derzeit deutliche Umsatz- und Gewinnzuwächse.
      5. Goldaktien spielen im Depot eine andere Rolle als Gold
      Günstige Bewertungen wie derzeit bieten die Per­spektive für kräftige Kurssteigerungen.






    Russland könnte noch mehr in Gold investieren

    • Wie Reuters am 24. Dezember berichtete, zieht Russland in Erwägung, einen Teil seines nationalen Vermögensfonds in Gold anzulegen. Finanzminister Siluanov wird damit zitiert, dass er Edelmetalle langfristig als stabiler als Finanzanlagen ansieht. Der Fonds spiegelt bisher die Fremdwährungsreserven der Zentralbank ohne Gold wider.
    • Der nationale Vermögensfonds sammelt Erlöse aus den Ölexporten und wurde ursprünglich zur Stützung der Pensionszahlungen errichtet. Am 1. Dezember enthielt er 124 Mrd. Dollar. Die Goldbestände der russischen Zentralbank beliefen sich zum gleichen Stichtag auf 72,7 Mio. Unzen im Wert von 105,9 Mrd. Dollar.