@ouro1',
wenn man nur an Index ETFs denkt, ist das schon richtig. Fakt bleibt trotzdem, dass die überwiegende Fonds-Mehrheit auf lange Sicht nicht ihren Index schlägt. Somit haben für mich die meisten Fonds und Fondsmanager keine Daseinsberechtigung. Und wie viele Anleger haben/hatten ein so glückliches Händchen in einen Fonds zu investieren, der 20-30 Jahre besser lief? Das dürfte im einstelligem Prozentbereich sein. Glückwunsch! Und selbst das ist keine Garantie für die Zukunft.
Übrigens, mittlerweile gibt es jede Menge ETFs, die auch 'Strategien' verfolgen, wie Mischfonds/Value/Dividenden/Wachstum/Rohstoffe etc. Die Palette wird immer größer.
Sicherlich kann sich glücklich schätzen wer beim DWS Deutschland dabei war/ist. Und selbst da bin ich mir nicht sicher, ob der besser war wenn man regelmäßig angespart hat und die Ausgabeaufschläge mit rein rechnet. Und wenn ich mir die Entwicklung des Carmignac Patrimoine A (der ja lange Zeit recht weit oben auf den Fondhitlisten war) die letzten fünf Jahre anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass der seine beste Zeit gesehen hat. (Waren jetzt zwei willkürlich aufgeführte Fonds meinerseits. Gibt sicher welche, die besser gelaufen sind. Aber die beiden sind vom Fondsvolumen doch recht ordentlich) Einfach kaufen und Schlaftablette nehmen ist bei Fonds eben auch nicht.
Und was ich bei Fonds überhaupt nicht ab kann sind Ausgabeaufschläge. Selbst wenn die reduziert sind oder man Fonds über die Börse kauft, ist erst mal ein guter Batzen Geld für nichts weg.
PS: Vor Jahren war ich auch mal von genau diesen Mischfondsargumenten überzeugt. Habe mir darauf hin zwei weltweit anlegende Mischfonds von renomierten Fondgesellschaften zugelegt. In der Theorie sind die Argumente auch schlüssig. Nur in der Praxis schaut´s leider anders aus. Nachdem beide die letzten Jahre nicht einmal annähernd den Aufschwung an den Börsen mitgemacht haben, sind sie bei mir raus geflogen.