Beiträge von TeeKay

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    Original von nepton
    Auf welche anderen Währungen willst du denn zurückgreifen, sollten diese unerwarteterweise (kann theoretisch ja passieren) plötzlich enorm an Wert verlieren?


    Es wird schon jetzt, in diesem Moment, Plaene fuer eine Ersatzwaehrung in den Schubladen liegen. In den Schubladen eines jeden Landes. Viele Laender haben vielleicht sogar schon die Scheine fuer die Ersatzwaehrung gedruckt und eingelagert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskassenschein

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    Original von HIghtekki
    und das bedeutet ja, dass dann wenn sich das BIP z.b. seit dem römischen reich ver-100-facht hätte man heute mit einer goldunze 100 mal so viel kaufen kann wie damals. mit silber dann ebenso.


    Du musst beruecksichtigen, dass seit dem roemischen Reich enorme Mengen an Gold und Silber gefoerdert wurden. Gleichzeitig stieg die Bevoelkerungszahl, der Anteil der Wohlhabenden koennte etwa gleich geblieben sein. Man sollte sich vielleicht mal von der Vergangenheit loesen, die Erkenntnisse der Vergangenheit lassen sich nicht so leicht auf die Zukunft uebertragen.
    Man sollte sich vielleicht auch mal angucken, was in Russland oder Argentinien laeuft. Warum 2000 Jahre zurueckschauen, wenn auch 10 reichen? Da gabs erst vor wenigen Jahren Waehrungszusammenbrueche. Trotzdem interessiert sich dort keine Sau fuer Edelmetalle und es gibt auch keine metallgedeckten Waehrungen. Wenn die Gedankenmanipulation in diesen Laendern funktionierte, funktioniert sie auch in allen anderen Laendern und wir werden auch in Zukunft nur mit Versprechen bezahlen.

    Das sind Sammlerbarren aus Sterlingsilber, Anlagebarren gibts gar nicht aus Sterling. Das ist nichts weiter als eine Medaille in Barrenform, wie sie z.B. auch von MDM, Goede oder sonstwem staendig zu ueberhoehten Preisen angeboten werden.

    Bei mehreren tausend Silberunzen ists schon etwas komplizierter, die Teile in der Kapsel zu lassen. Durch die Kapsel ist das Volumen min. verdoppelt.
    Und Goldmuenzen kriegst du in den meisten Faellen ueberhaupt nicht verkapselt, sondern in bankueblicher Erhaltung auf den Tisch gelegt.
    Aber wenns dich beruhigt, die von MDM gelieferten 1/20 oz Panda hab ich in der Kapsel gelassen (ja, ich weiss, das ist nicht die Originalverpackung der Praegestaette).

    Wo siehst du Fast-Null-Inflation? Was ist fuer dich Inflation? Die manipulierte Verbraucherpreissentwicklung (Da kann man auch gleich die Quersumme aus der durchschnittlichen Seitenzahl der Winnie Puh Comics eines Jahres als Inflationskennzahl nehmen), die Geldmengenentwicklung? 2% Inflation sind schonmal eine Halbierung des Geldwertes in nur einer Generation. 2% Inflation bedeuten, dass die mit 20 Jahren angelegten 100 EUR zum Renteneintritt nur noch 39,50 wert sind. Fast-Null Inflation koennte man da auch so interpretieren, dass die Inflation hoch genug ist, um jedwede Kapitalbestaende im Laufe eines Menschenlebens auf den Wert "fast Null" zu druecken.

    http://www.lbma.org.uk/GD_Rules_200404_B.pdf


    Minimum 350 Unzen, Maximum 430 Unzen


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    Was eine Sammlermünze wird oder nicht, entscheiden die Sammler und nicht die Prägeanstalten mit ihrer Auflagenpolitik.


    Sehr hilfreich, danke. Ein 11 Mio mal hergestellter Silver Eagle wird niemals eine Sammlermuenze sein, die brauch ich also nicht in der Hoffnung auf steigende Sammlernachfrage als Sammlermuenze erwerben und behandeln, sondern kaufe sie nahe dem Spotpreis als Anlagemuenze und behandle sie dann auch entsprechend.
    Die von dir erwaehnten Muenzen sind hoechstwahrscheinlich nicht Sammlermuenzen, weil die Nachfrage so gross ist, sondern weil die Auflage in Relation zur Nachfrage klein blieb. Und wo du Stempelglanzmuenzen hernimmst, mit denen jahrelang bezahlt wurde, das moecht ich gern mal wissen. Wenn das ginge, ist doch die ganze Qualitaets-Handschuh-Kapsel-Diskussion sinnlos.

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    Original von HubertK
    Von wem kommt eigentlich die Unterscheidung zwischen Anlage- und Sammlermünzen? Mir scheint langsam, der Begriff Anlagemünze kommt von den Händlern die ihre Münzen in nicht so guter Qualität auch noch über Spotpreis an den Mann bringen wollen.


    Ich moechte meinen, Sammlermuenzen werden mit vorher definierter Anzahl gepraegt. Da ist bereits im Vorfeld abschaetzbar, ob sich der Kauf lohnt (Auflage 1.000 Stueck bei beliebtem Sammelgebiet) oder ob er sich nicht lohnt (Auflage 1.000.000 Stueck bei unbeliebtem Sammelgebiet). Anlagemuenzen werden genauso oft gepraegt, wie sie nachgefragt werden, die Auflage ist im Vorfeld nicht begrenzt und es ist im Vorfeld auch nicht absehbar, ob die Ausgabe selten sein wird. Kruegerrand, Maples, Eagles, Libertads, Philharmoniker sind demnach Anlagemuenzen, Pandas, Lunare, Nuggets (?) eher Sammlermuenzen.

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    Original von HubertK
    Hier wird dauernd über den sogenannten "Spotpreis" oder einfach nur "Spot" geschrieben; was ist das nun genau?
    TeeKay schreibt, "Da der Spotpreis fuer 995er Gold in 400-Unzen-Barren gilt, ...".
    Schaue ich nun auf den Goldchart von goldseiten.de und klicke auf kitco.com, steht in dem Chart aber das da der Goldpreis in USD/oz wiedergegeben wird.


    Spotpreis = Preis fuer eine Unze in US-Dollar. Allerdings kauft niemand an der Boerse eine Unze. Dort werden Standardbarren gehandelt, die ueblicherweise um die 400 Unzen mit einem Goldgehalt von min. 995 enthalten.


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    Wenn nun aber der Spotpreis wirklich der in USD/oz ist, warum sollte dann jemand eine unze, egal in welcher Qualität, unter diesem Preis verkaufen? Wenn nun bei Münzen (Gold oder Silber) noch ein phsychologischer Aspekt zu beachten ist, warum sollte man dann Münzen kaufen? Dann kaufe ich doch lieber Barren, wo ein Kratzer, so hoffe ich jedenfalls, keine Rolle spielt, sondern nur das reine Gewicht!


    Warum sollte jemand unter Spotpreis verkaufen? Nun, weil er sie zum Spotpreis nunmal nicht verkaufen kann. Die Unze, die du bei ProAurum kaufst, wirst du an der Londoner Metallboerse nicht verkaufen koennen. Preise bilden sich beim Gold durch Angebot und Nachfrage. Wenn die Nachfrage nach deiner Unze gering ist, musst du mit dem Preis runtergehen.
    Muenzen kauft man, weil sie faelschungssicherer sind als Barren, bei der Unze guenstiger, international handelbar (einen Kruegerrand kennt jeder Haendler, einen Degussa-Barren in Peru nicht) und weil ausser irgendwelchen Sammlern kein Anleger auf die Erhaltung der Muenze achtet. Geh doch mal zu ProAurum und biete dort die von dir gekaufte Muenze an. Du wirst feststellen, dass man auf die Qualitaet ueberhaupt nicht achtet. Du bekommst fuer eine voellig verhunzte Muenze das gleiche Geld wie fuer eine in PP. Anders herum bezahlst du bei Edelmetallhaendlern aber auch fuer jede Qualitaet das gleiche (ich bekam z.B. einen Panda von 1991 zum Preis eines 2006er, obwohl er wertvoller ist, andere kaufen bei der Bank 2006er Kruegerrand zum Tagespreis, obwohl Sammler dafuer Aufpreise bezahlen wuerden)

    Mh, also bei Wikipedia steht, dass Rhodiumverbindungen diese Eigenschaften haben. Reines Rhodium ja wohl kaum, eine aetzende Oberflaechenveredelung fuer Schmuckerzeugnisse waer wohl nicht so der Renner (auch wenns Nickelschmuck trotz Nickelallergien gibt).

    Ein normaler A8 wiegt aber schon 2t, in Silber dann wohl wesentlich mehr. Und schon kommt man in Bereiche eines Bugatti - dessen Motor man fuer ein Silberauto fuer ansprechende Fahrleistungen auch braeuchte.


    Guck dir mal an, wieviel schon normales Optiktuning fuer seltene Autos ist. Da zahlt man schnell 10, 20.000 EUR fuer ein paar neue Anbauteile. Soviel duerfte ein aus dem vollem gefraester Autositz aus Silber auch kosten.

    Uebrigens mal wieder ein wundervolles Beispiel fuer die Berichterstattungsmentalitaet der Medien. Was nicht passt, wird dazu erfunden. Von irgendwelchen geheimen Silberbeschichtungen steht bei MTM nichts, dafuer aber bei RTL. Im Gegenteil, MTM sagt sogar, dass Retuschen eben nicht moeglich waren, in einem Interview sagte man meines Wissens nach, dass man mehrere A8 polierte, bis man einen oberflaechlich intakten fand.

    Sind ja nicht nur die Maples. Die Libertads sind auch schon wesentlich teurer als im Shop, von den 12,70 fuer den Eagle fangen wir mal lieber gar nicht erst an.


    Man muss aber dazu sagen, dass unheimlich viele Anbieter bei eBay in ihren eigenen Onlineshops hoehere Preise verlangen. Ich guck eigentlich immer auch im Onlineshop und bin da regelmaessig enttaeuscht. Obwohl sie sich Provisionen und Einstellentgelte sparen, die bei vielen Haendlern doch einen sehr grossen Posten ausmachen, zahlt man ausserhalb eBays mehr. Wer die Erfahrung ein paar Mal zu oft machte, guckt eben gar nicht erst ausserhalb.