Beiträge von TeeKay


    Und erklaerst du mir auch, wie du auf diese Werte kommst? Die sind nicht im Mindesten nachvollziehbar. Der Kruegerrand besteht nicht aus Feingold, er wiegt pro mm³ 0,0148g. Und auf diesen Wert kommt man auch, wenn man weniger Gold, dafuer aber ein schweres Metall als Kupfer nimmt. Eben >50% Blei, <50% Gold + 916er Goldschicht.
    Sicher bringt das Faelschen seltener Muenzen mehr. Aber nicht immer sind die hoechsten Gewinnmargen die besten. Einen Kruegerrand kauft man ohne gross zu ueberlegen, die Handschuhfetischisten sogar ohne Klangprobe o.ae. Irgendeine seltene, faelschungsgefaehrdete Muenze aus Rom kauft man nicht bei irgendeiner Wechselstube ohne anerkanntes Pruefgutachten. Den Kruegerrand kann ich mit modernem Praegewerkzeug in grossen Mengen praegen, irgendeine vor 3000 Jahren mit einem Hammer geschlagene Muenze nicht, das wuerde auffallen.


    Und weshalb ausgerechnet Kruegerrandkaeufer nicht dumm sein sollten, wuesst ich auch nicht.

    Kruegerrand = 33,93g bei einem Volumen von rund 2300mm³
    -> Kruegerrand = 0,0148g/mm³
    Gold = 0,0193g/mm³
    Blei = 0,01134g/mm³


    Misch ich also etwa 50:50 Gold und Blei, komm ich schon fast auf 0,0148g/mm³. Da ich spaeter noch mit 916er Gold vergolden will, wird der Goldgehalt in der Legierung weniger als 50% betragen. Man braucht also 50% weniger Gold fuer die Herstellung einer Faelschung. Wenn ich den Goldgehalt weiter senken moechte, stuenden noch Metalle wie Tantal oder Iridium zur Verfuegung, wobei die sich schwerer verarbeiten lassen duerften.

    Wieso sollte man Goldmuenzen nur mit Gold oder Platin faelschen koennen? Mit der richtigen Legierung kommt man auf das Volumen eines Kruegerrand, die Ronde muesste dann noch vergoldet und gepraegt werden. Oder man plattiert ein Metall mit einem anderen (Cent und Pfennigstuecke der spaeten Jahre sind auch nur kupferplattiertes Eisen), dann braucht man keine Legierung.


    Die Faelschung klingt dann natuerlich nicht mehr nach einem Kruegerrand. Aber es soll ja Kaeufer geben, die ihre Muenzen nur verkapselt und mit Handschuhen anfassen.

    Das kommt auf den Feingehalt der Nuggets an, und der kann unterschiedlich sein. Moechte auch bezweifeln, dass heute noch im grossen Umfang nach Nuggets gesucht wird. Bei der heutigen Goldfoerderung graebt man kilometertief, foerdert fuer wenige Gramm Gold (wenig koennen auch 1-2 sein) eine Tonne Gestein, zermalt es und laugt dann das Gold mit Zyanid heraus. Oder man foerdert Kupfer und scheidet das enthaltene Gold ab.

    Westgold, 364. Mit Materialpreis meinte er aber den guenstigsten Preis ohne Sammleraufschlag. Zum Spotpreis wirst du solch kleine Einheiten niemals bekommen. Du kannst ja mal bei ProAurum nach dem Preis eines Standardbarrens fragen, der kommt dem Spotpreis + MwSt. sicher naeher.

    Zitat

    Original von goldjunge2006
    Hallo TeeKay, immer locker bleiben ... ;) - Klar ist das immer noch Silber, aber wenn ich die Auswahl zwischen einem neuen Barren habe, der auch noch echt nett anzuschaun ist, und einem doch schon arg angetatschten, dann ist mir der neue halt doch irgendwie lieber. Das Auge investiert schließlich mit =)


    Dann freu dich schonmal drauf, wenn du einen Barren anfassen, ihn vielleicht sogar zwischen den Haenden hin- und herwerfen moechtest. 5 Unzen oder gar Kilo-Silbermuenzen hochwerfen und wieder auffangen macht auch richtig Spass, da verzichtet der Augeninvestor drauf. Ich hab auch Muenzen und einen Barren, die ich nicht mit den Haenden anfasse, weil sie schoen aussehen (bzw. bei den Sammlermuenzen auch an Wert verlieren). Aber generell nichts anfassen und sogar einen Mehrpreis fuer neuwertige Standardware zahlen (denn anderswo kriegst du Sekundaerware mit Abschlag, weil viele so schoen glaenzendes haben moechten), das ist irrational.

    Und, ist das abgegrabschte Ausstellungsstueck kein Silber? Ist es weniger Silber? Beim Verkauf bringt alles den gleichen Preis.


    Es gibt wenig irrationaleres, als einen puren Silberbarren/Silbermuenze einzuschmelzen und neu zu giessen/praegen, nur weil soviele schoen glaenzendes Silber haben moechten und angelaufenes nichtmal mit der Kneifzange anfassen.

    Da ProAurum hauptsaechlich neue Barren verkauft, sind die vom Hersteller eingeschweißt. Und so werden sie vermutlich auch geliefert. 20 Barren werden von Umicore in einem Pappkarton geliefert, und auch so duerfte ProAurum die weiterverkaufen.
    Gelagert werden sie von mir einfach so. Was sollen die in einer Tupperdose? Die Dinger laufen so oder so mit der Zeit an, was aber keinen Makel darstellt.

    Wenn es bei einer Deflation zu Geldknappheit kommt, was meinst du, wird dann mit der Umtauschfaehigkeit von 10DM Muenzen passieren? Glaubst du, dass die Bundesbank Bargeldreserven fuer die drei Hansels zurueckhaelt, die 10DM Muenzen umtauschen moechten, waehrend ueberall im Lande Panik ausbricht, weil man nichtmal mehr an die 100 EUR auf dem Sparbuch herankommt?
    Ich wuerd mich auch nicht drauf verlassen, dass irgendjemand DM-Bargeld annimmt, von dem er erwarten kann, dass er es nirgends mehr los wird.
    10DM Muenzen sehe ich einzig und allein als guenstige Silberinvestmentmoeglichkeit an.

    Zitat

    Original von mero
    abgesehen von vorschriften, wie bitteschön wollen die ihre bücher führen wenn sie nicht nachweisen können wo für wieviel die ware herkommt?????


    Aber verkaufen koennen sie, ohne nachweisen zu koennen, an wen wieviel ging?

    Da faellt mir ein: selbst wenn es erlaubt wuerde, kauft doch keine Versicherung physisch Edelmetalle. Da wird eher die Papiergoldquote auf 1:80 hochgetrieben. Fuer die Versicherungen gibts auch keine Absicherung gegen den Papiergeldcrash, die sind doch beim Crash fein raus. Dann sind keine nennenswerten Ansprueche der Kunden mehr vorhanden und man kann von neuem beginnen, ihnen irgendwas zu verkaufen.