ZitatOriginal von uzf
Zitat aus dem Bondboard: " Gold ist die ideale Anlage um von der Rendite seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wer vor einem vierteljahrhundert Gold kaufte macht sich schon lange keine sorgen mehr,denn er ist verhungert!
Seine Frau und Töchter leben aber noch,weil sie auf den Strich gehen und sich somit über Wasser halten."
Man kann mit Zahlen unheimlich viel tun, sie werden je nach Auslegung immer die eigene Ueberzeugung widerspiegeln. Und wenn nicht, laesst man sie weg oder veraendert die Fragestellung, so dass die Zahlen passen.
1981 kaufte man Gold im Jahresschnitt zu 460$, dieses Jahr verkauft man zu 590$ (Die EUR/DM-Kurse liegen mir leider nicht vor, waeren aber fuer Deutschland wichtiger.)
Die Rendite ist mit 28% in der Tat lausig, verglichen mit der Inflation. Vergleicht man aber Goldkaeufer, die 1979 und 1982 einstiegen, kommt man auf eine Rendite von 92 und 57% bei einer offiziellen Dollar-Inflation von 50-60%.
Das sagt im Prinzip aber nichts aus. Denn fuer die Altersvorsorge nimmst du keine Schubkarre voll Geld und legst sie an, ueblicherweise zahlt/kauft man in regelmaessigen Abstaende mit kleineren Geldsummen, so dass man bis heute im Mittel auf mindestens einen Inflationsausgleich kommt (zur Jahrtausendwende sah das anders aus). Aber auch das sagt nichts aus, da die Entwicklung einer Anlage in der Vergangenheit nichts ueber die Entwicklung in der Zukunft aussagt. Nach der Logik muesste man argumentieren, dass Anleihen nie und nimmer eine Anlagemoeglichkeit darstellen, weil die deutschen Kriegsanleihen im 1. Weltkrieg am Ende den Wert 0 besaßen.
Edelmetalle waren im Mittel gesehen die letzten Jahrzehnte ueber eine schlechte Anlage. Das kann sich aber in der Zukunft aendern.