https://norberthaering.de/news/gold-venezuela-bundesbank/
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Wenn man große Teile des Goldes anderer Nationen unter Kontrolle hat, kann man verhindern, dass diese Länder irgendwann auf die Idee kommen, eine eigene Währung mit Gold zu decken und als Alternative zum Dollar anzubieten. Die USA könnten sich, wenn es jemand versuchte, sogar auf eine Art Recht berufen, wenn sie solchen Ländern den Zugriff auf ihr Gold öffentlich verwehrten. Denn auf Betreiben der USA haben sich schon vor einem halben Jahrhundert alle Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds auf die “Demonetarisierung” des Goldes verpflichten lassen, also auf den Verzicht, eine Währung mit Gold zu decken.
Und wenn es ganz schlimm kommt, kann man den Dollar oder eine Nachfolgewährung mit dem Gold unterlegen, das man sich angeeignet hat. Dazu braucht man die Besitzer gar nicht offiziell enteignen. Es genügt, informell auf das Gold zugreifen zu können. Die Besitzer haben allen Grund still zu halten. Denn nur solange sie nicht zugeben, dass sie keinen Zugriff mehr auf das Gold haben, können sie es weiterhin in ihren Bilanzen und unter ihren Währungsreserven aufführen.
Das dürfte auch der Grund sein, warum die Bundesbank seit 2016 gute Miene zum bösen Spiel macht.
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