Die Schere geht durch die unselige Prozentrechnung immer weiter auseinander.
Das ist halt mehr für die, welche schon viel bekommen. Ob verdient es ist oder nicht .
Erhöhung um festen Betrag gleich für alle, entsprechend der Inflation und oder Realeinkommen ist einfacher und gerechter.
Nur meine Meinung.
didi
Alles anzeigen
Klingt vielleicht gerecht, ist es aber nicht. Außer natürlich, man ist für sozialistische Gleichmacherei.
Große Rentensteigerungen wird es in Zukunft nicht mehr geben können, die Nullrunden vergangener Jahre sind noch nicht vergessen, oder? Bestenfalls wird man noch auf einen Inflationsausgleich hoffen dürfen. Denn wir wissen ja, wofür in diesem Land das Geld verpulvert wird, wissen um die demografische Unwucht in diesem Land, aber auch, was für eine grenzdebile Energie-, Klima- und Wirtschaftspolitik betrieben wird.
Nehmen wir also beispielhaft eine schmale Rente A (1.500 Euro) und eine etwas bessere Rente B (3.000 Euro) als Vergleich. Die Rentenhöhen spiegeln hier unterschiedlich hohe monatliche Beitragszahlungen und die Anzahl der Arbeitsjahre wider. Ist das per se ungerecht?
Die bessere Rente im Beispiel ist anfangs doppelt so hoch wie die schmale Rente. Erfolgen in den Folgejahren prozentuale Rentenerhöhungen, bleibt dieses Verhältnis unverändert.
Dann wird der Lars Klingbeil Kanzler und findet eigentlich, der Boomer-Soli seines Parteigenossen Fratscher wäre eine tolle Sache. Aber man will ja andererseits auch nicht die Wähler vor den Kopf stoßen. Daher lieber ab sofort nur noch fixe Rentenanpassungen, das ist doch super gerecht, oder?
Die Durchschnittsrente sei im Beispiel 2.000 Euro und eine jährliche Erhöhung um rd. 2,5 % (bei ähnlich hoher Inflation) sei noch drin.
Also ab sofort 2,5 % x 2.000 = 50 Euro Rentenerhöhung p.a. für alle. Da Ukrainekrieg und Flüchtlingslasten weiter auf die Finanzen drücken, wird dieser Anpassungsbetrag für die nächsten 20 Jahre eingefroren (und so kann ich auch leichter rechnen).
Beide Beispielrentner erfreuen sich weiterhin guter Gesundheit. Rentner A hat dann (nach 20 x 50 Euro Rentenanpassung) eine Rente von 2.500 Euro und B von 4.000 Euro. Kaufkraftverluste sollen an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden.
Der absolute Abstand zwischen den Renten ist unverändert 1.500 Euro (aber natürlich in realen Werten geschrumpft). Relativ gesehen ist die Rente von B aber nur noch um 40 % höher als die von Rentner A, am Anfang war die Rente von B hingegen noch doppelt so hoch.
Und an dieser Stelle muss jeder sich entscheiden, ob er im Herzen Umverteiler (Sozialist) oder ein Marktwirtschaftler ist, der an das Leistungsprinzip glaubt. Letzterer sagt, wer durch seine individuelle Leistung eine relativ hohe Rente erarbeitet (=verdient) hat, soll diese absolut und auch relativ über seine gesamten Lebensabend beziehen können. Und diesen erarbeiteten Wohlstand nicht scheibchenweise (über die nicht ohnehin schon progressiv gezahlten Einkommensteuern hinaus) an all die Minderleister und Handaufhalter im In- und Ausland abgeben müssen.