"Trump, Gold und die US-Schulden
Also alles ein Frage der gerade aktuellen regulierungskonformen Bewertung der Werthaltigkeit von Assets. In diesem Bezug kommt nun ein anderer Schauplatz – Fort Knox – ins Spiel. Was bereits gesichert scheint, ist dass eine Überprüfung der Gold-Bestände durch einen SEC-Sondergesandten stattfinden soll. Wieso macht man so etwas? Sucht man auch hier ein Loch in Trumps – nun natürlich auch persönlichern- Schatztruhe?
Kann sein – vielleicht vermutet Trump und sein ebenfalls nicht ganz unparanoider Spezi Elon Musk hier ja auch, dass die dunkle Macht des Deep State den einen oder anderen Barren Gold in einem dazugehörigen schwarzen Loch abzweigt. Oder was eher wahrscheinlich ist: es wird ganz banal eine wasserdichte Inventur gemacht. Was hat das üblicherweise bei einem Unternehmen für einen Sinn? Richtig – den Lagerbestand und somit seinen Wert zu einem Stichtag zu beurteilen.
Nun muß man wissen, dass der Gold-Bestand der USA mit ca. 4580 t angegeben wird, was in etwa 147,3 Millionen Unzen sind. Und was man noch wissen sollte ist, dass dieser historisch bedingt mit $42,22 (!) pro Unze in der Treasury Bilanz (zu der es offiziell gehört) bewertet sind. Nun darf spekuliert werden, wieso das nach wie vor so ist. Böse Zungen behaupten, dass man bestimmten Assets in einem Fiat-System besser keine zu hohe Aufmerksamkeit (sprich Bewertung) zukommen läßt.
Der geneigte Beobachter weiß, dass die Unze Gold derzeit am Markt sich zuletzt wacker über die $2900 Grenze gekämpft hat. Eine relativ einfache Kalkulation eröffnet damit einen erheblichen Aufwertungsspielraum. Wobei „erheblich“ angesichts des gigantischen US-Defizit bzw. der US-Schulden relativ ist. Manche Mathegenies würden behaupten, es wären so in etwa 421 Milliarden Dollar.
Es hält sich weiterhin das Gerücht, dass man als schuldengeplagter Finanzminister Bessent jede Möglichkeit wahrnimmt, seine Bonität durch eine Aufwertung der Staatsassets (u.a. den Inhalt von Fort Knox) so gut wie möglich bilanztechnisch darzustellen, und damit die Kapitalmarktzinsen am langen Ende nach unten zu beeinflussen. Ob das mit einer Neubewertung zum Marktpreis bei 36 Billionen auf der Soll-Seite ein „Major Gamechanger“ wird, darf allerdings bezweifelt werden.
Trump, Gold und die US-Schulden: Der Blick nach Fort Knox