Beiträge von Tower

    Toller Einkauf RS 50 für 750. Wenn der heute in KA zum einschmelzen Verkauft wird gibt es 3405€. Eine Ordentliche Anlage mit Spass am Sammeln.

    Wäre doch ein Toller Abschluss der Sammlerleidenschaft. Diejenigen die natürlich Barrenwerk zu überhöhten Silber Preisen kaufen habe da ein Problem. Das hat mit Sammenl nichts zu tun sondern mit Spekulation. Es wird halt zu wenig Unterschied gemacht zwischen Historisch/Numismatischen Barren und Massenware.

    Für 3405 kaufe ich einen 50er auch an. Nur her damit!

    Das wären für einen Rothschild 80 unter Spot :]

    @Seeadler , spätestens, wenn wir über die Echtheit unserer Barren intensiv nachdenken müssen oder sie aus der Retorte oder dem 3D-Drucker kommen, werde ich aus der Sammelei aussteigen. Das mag bei neuen Barren ja alles akzeptabel sein, aber doch nicht bei einem Rothschild, JM oder Degussa.

    Gleiches gilt für die Echtheitsprüfung wie für Münzen! Gegradet geht gar nicht.


    Ein weiteres Problem ist wie Du schreibst der Aufschlag. Ein Thema, von dem viele nichts hören möchten. Aber dazu gibt es es eben auch andere Auffassungen, die legitim sind. Aktuell haben wir einen steigenden Goldpreis, so dass mancher vor Jahren gekaufter Barren so langsam ins Geld kommt. Aber manchmal dauert es Jahre, bis der Einstiegspreis erreicht wird. Und machen wir uns nichts vor. Händler geben beim Verkauf kaum Zuschläge auf den Spot und entgegen vieler Behauptungen, Sammler auch nicht. Es gilt also gleichwohl für Sammler und Händler: Der Profit oder Vorteil liegt im günstigen Ankauf oder Kauf!! Das ist eben so.

    Bei seltenen Barren mag das anders sein. Aber wer hat ausschließlich seltene Stücke?

    Hallo Leichter_Regen

    Du sprichst mir aus der Seele. All Deine Argumente treffen zu und grds. ist dem nichts hinzuzufügen. Im Sammelgebiet der Gussbarren hat sich eine Kultur entwickelt, die Sammler nicht anzieht, sondern nachdem sie erste Erfahrungen gemacht haben, vielleicht eher abschreckt.

    In unser Sammelgebiet wurde nie etwas investiert. Weder über die Möglichkeiten des Internets, noch von den Händlern und auch nicht ,wenn man ehrlich ist , in den Foren.

    Inzwischen ist das miteinander oft durch Egoismus, "sich bedienen lassen" und Umsatz- und Gewinnmaximierung geprägt. Das wird auf Dauer nicht ausreichen.

    Woran soll sich ein junger Sammler ausrichten? Es gibt nichts. Wenn er/sie Pech hat, kommen aus den Foren noch dümmliche Sprüche. Im Netz findet man zwar Bilder, aber sonst nichts. Ja, es gibt ein paar Büchlein, wie das zu den Rothschilds. Das war es dann auch.

    Es stimmt. ESG hebt sich hervor! Es wäre über die Jahre ein leichtes gewesen, von Sammlern und Händlern auf einer Website kurze Barrenprofile zu erstellen. Bild und etwas Text nach gewissen Kriterien. Aber nein, das macht Arbeit und heute hat doch kaum jemand den Überblick über das Sammelgebiet.

    Zu den Aufschlägen will ich hier gar nichts schreiben. Das Wort Fake-Barren ist ein Sonderthema.

    Fazit ist, wir alle haben selbst Schuld. Sammler und Händler. Und nun beginnt das Jammern.

    Ich danke dir für den Artikel. Es ist der beste seit langer Zeit. :thumbup:

    Die Diskussion sollten wir hier fair und ehrlich zu Ende führen.

    Golden Mask, Lupus , moondog

    Ich denke, ihr trefft mit euren Aussagen den Nagel auf den Kopf!


    Aber warum ist es zu dieser Situation gekommen?

    - Kaum Sammlernachwuchs

    - Probleme, den ursprünglich gekauften Barren wieder ohne Verlust zu verkaufen

    - Sorge, dass das Erbe mangels Wissen billig verkauft/abgeschwatzt wird

    - ....


    Ich denke, wir müssen hier auch etwas selbstkritisch sein. Der Grund dafür liegt bei den Sammlern selbst und den Händlern. Wer sich die Preisentwicklung der letzten Jahre angesehen hat, wird wissen, dass nicht nur der Goldpreis angezogen ist. Dadurch wurden die Zeiten, dass Sammler unbedingt bestimmte Barren haben mussten, schwieriger. Natürlich habe Händler sich dem Interesse angepasst und preislich noch draufgesattelt.

    Die Folgen haben wir nun:

    Jüngere Neusammler, die ihr Geld für andere Dinge benötigen und sich diese Preise nicht leisten können.

    Und ältere Sammler, die mit ihren Barren teilweise weit weg liegen vom Spotpreis, weil sie bedingt durchs Aufgeld teuer eingekauft haben. Insbesondere diese Sammler machen sich Sorgen darüber, was später mit der Sammlung wird, wenn der Wert unter Einstiegspreis liegt. Wenn die Enkel oder Erben in der Sache gar keinen Durchblick haben, dann gehen die Barren (mit ganz viel Glück) zu Spot oder leicht darüber weg. Gedanken, an die sich mancher nicht gewöhnen kann. Verständlich.


    Hinzu kommt, dass seit einiger Zeit das Angebot fehlt. Und seht euch die einschlägigen Shops an. Es wird doch kaum etwas verkauft. Was dort liegt, ist "Normalware". Gute, seltene Stücke gibt´s kaum oder wir haben von den Verkäufen nichts mitbekommen.

    Golden Mask, sei froh dass Du deine Rothschilds schon länger sammelst (hatte ich doch richtig verstanden?). Heute müsstest du ein Vermögen dafür bezahlen und es lohnt sich nicht mehr!


    Ich selbst bin ja noch nicht solange dabei, glaube aber, wir haben uns mit dem Sammelgebiet etwas ins "eigene Nest gesch ..." und Sammler als auch Händler sollten jetzt wieder zur Normalität zurückkehren. Sonst geht bei einem weiteren Anstieg des Goldpreises und der Aufgelder bald das Licht aus. Oder wer von euch ist bereit, für einen 100 Gramm über 8.000 oder für 10 Tolas über 10.000 bezahlen? Das muss schon ein besonderes Stück sein. Kritisch sind die Beträge oberhalb des Spotpreises. Und davon wird es abhängen, wie lange das Sammelgebiet noch interessant ist!

    Eine ehrliche Diskussion dazu ist überfällig.

    Stirbt der Gussbarrenmarkt aus?

    Die Angebote gehen ja langsam gen Null. Entweder haben Sammler alles verkauft oder verkaufen gar nichts? Auf jeden Fall scheint kaum was zu passieren und der Handel ist eingeschlafen.

    Interessant wäre mal zu erfahren, wie die Altersstruktur der Sammler ist und ob überhaupt jüngere Sammler/innen nachkommen?